Die Stadt Hamburg erweitert ihre Infrastruktur um ein zentrales Element: den Alster-Bille-Elbe-Grünzug, der eine direkte Verbindung der Stadtteile Hammerbrook und Rothenburgsort mit den innerstädtischen Parkanlagen ermöglichen soll. Ein entscheidender Bestandteil dieser Entwicklung ist die geplante Brücke über die Bille; diese soll das Gelände PARKS am Hochwasserbassin mit dem Neuen Huckepackbahnhof vernetzen. Diese Verbindung ist nicht nur für die nachhaltige Mobilität von Fußgängern und Radfahrern relevant, sondern auch maßgeblich für die Quartiersentwicklung im Billebogen.
Für dieses Bauvorhaben wurde nun der Realisierungswettbewerb abgeschlossen. Als Siegerentwurf wurde die Konzeption der knippershelbig GmbH in Zusammenarbeit mit DKFS Architects PartGmbB ausgewählt. Der Entwurf sieht eine hybride Holzkonstruktion vor, eine Bauweise, die in Hamburg erstmalig zur Anwendung kommen soll. Durchgeführt wurde der Wettbewerb von der Billebogen Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG (BBEG) im Auftrag der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, welche als Bauherrin fungiert.
Details zur Planung und architektonischen Ausführung
Die weitere detaillierte Planung sowie die Bauausführung der Brücke werden dem Landesbetrieb Straßen, Brücken und Gewässer obliegen. Der voraussichtliche Baubeginn ist für das Jahr 2028 terminiert. Katharina Fegebank, Senatorin für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft, betonte, dass der Alster-Bille-Elbe-Grünzug eine durchgehende, grüne Achse von der Außenalster bis nach Entenwerder schaffen werde und die Brücke ein entscheidendes Puzzleteil darstelle. Der ausgewählte Entwurf passe perfekt zu diesem Projekt und die erstmalige Anwendung einer nachhaltigen hybriden Holzkonstruktion sei erfreulich, da sie moderne Stadtentwicklung, Fuß- und Radverkehr sowie nachhaltige, innovative Architektur verbinde.
Franz Josef-Höing, Oberbaudirektor der Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen, hob hervor, dass der Siegerentwurf eine elegante Holzbrücke vorsehe. Diese füge sich mit ihrer geschwungenen Form harmonisch in den Landschaftsraum ein und schaffe zugleich ein markantes Element im Stadtbild. Der Entwurf überzeuge durch die Kombination von gestalterischer Qualität mit einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen und einer langlebigen Bauweise.
Bedeutung für die Stadtentwicklung und regionale Anbindung
Ralf Neubauer, Leiter des Bezirksamts Hamburg-Mitte, wies darauf hin, dass der Alster-Bille-Elbe-Grünzug auf einer Länge von vier Kilometern neue Verbindungen zwischen St. Georg, Hammerbrook und Rothenburgsort schaffe. Er erschließe neue Wege, Freiräume und Wasserzugänge, insbesondere in den entstehenden neuen Quartieren. Die Billebrücke stelle dabei einen entscheidenden Baustein dar, da sie Stadtteile näher zusammenführe und direkte Wege ermögliche, wo gegenwärtig noch Umwege erforderlich seien.
Dr. Andreas Kleinau, Vorsitzender der Geschäftsführung der Billebogen Entwicklungsgesellschaft mbH & Co. KG, unterstrich, dass das Quartier Neuer Huckepackbahnhof als Impulsgeber für den Billebogen und die umliegenden Stadträume fungieren werde. Die Ausschreibung für eine Sport- und Veranstaltungshalle wie auch die Planung der Brücke über die Bille machten die Nachbarschaften attraktiv und setzten deren Standortqualitäten in den Vordergrund: Eine zentrale Lage, gute Erreichbarkeit und die Einbettung in eine urbane Parklandschaft böten eine Kombination, die für gewerbliche Ansiedlungen in Hamburg singulär sei. Dirk Krolikowski von DKFS Architects PartGmbB äußerte, dass die Gestaltungskraft der Brücke durch den nachhaltigen und innovativen Umgang mit Materialien sowie eine elegante Form, die sich aus der Fertigungslogik einer modernen integralen Hybrid-Holzbrücke entwickle, entfaltet werde.




