Auf einem rund 29.000 Quadratmeter großen Grundstück sind 14 Wohngebäude mit insgesamt 583 Einheiten entstanden, die Wohnraum für über 1.200 Personen bieten. Die Gesamtfertigstellung erfolgte im Juni 2026, nach einer Bauzeit von 3,5 Jahren. Das Projekt umfasst rund 37.000 Quadratmeter Wohnfläche, Gewerbeflächen und Einrichtungen der sozialen Infrastruktur.
Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH brachte das Grundstück in das Vorhaben ein. Für die Bauausführung und Planung zeichneten die BATEG GmbH gemeinsam mit ZOOMARCHITEKTEN verantwortlich. Der Neubau umfasste die Errichtung von 1- bis 5-Zimmer-Wohnungen, die sich an diverse Haushaltsgrößen richten. 304 der Wohnungen sind mietpreis- und belegungsgebunden, was deren Zugänglichkeit für einen breiten Bevölkerungsquerschnitt sicherstellt.
Infrastruktur und städtebauliche Integration
Das Quartier leistet einen wesentlichen Beitrag zur Stärkung der sozialen Infrastruktur in Altglienicke. Neben den Wohneinheiten wurden etwa 1.370 Quadratmeter Gewerbeflächen für Einzelhandel, Dienstleistungen und Büronutzung realisiert. Eine Kindertagesstätte mit 84 Plätzen, betrieben durch die CT Toddler Berlin gGmbH, wurde ebenfalls integriert und übertrifft die ursprünglich geplanten 15 Kitaplätze deutlich. Fünf zusätzlich geschaffene Trägerwohnungen dienen sozialen Zwecken, wie beispielsweise dem betreuten Wohnen junger Menschen oder als Unterkünfte für Personal sozialer Einrichtungen.
Städtebaulich fungiert das Quartier als Bindeglied zwischen Einfamilienhausbebauung und angrenzenden Zeilen- sowie Blockstrukturen. Die 14 Gebäude, vier bis sieben Geschosse hoch, sind in ihrer Höhenentwicklung gestuft, um eine harmonische Integration in die Umgebung zu gewährleisten. Das Konzept sieht zwei grundlegende Baukörpertypen vor, die unterschiedliche Hofsituationen mit Spiel- und Grünflächen generieren. Die individuellen Gestaltungen der Eingangsbereiche unterstützen die Orientierung innerhalb des Quartiers.
Nachhaltigkeit und Mobilität
Die Gebäude wurden gemäß dem KfW-40-Standard errichtet. Photovoltaikanlagen auf den Dächern tragen zur dezentralen Energieerzeugung bei. Die Freiflächen sind weitgehend autofrei konzipiert und dienen als Fußgänger- und Begegnungszonen. Für die Mobilität stehen 1.076 Fahrradstellplätze sowie 251 Pkw-Stellplätze zur Verfügung, davon 159 in einer Tiefgarage. Alle Pkw-Stellplätze sind für die Nachrüstung mit E-Ladesäulen vorbereitet. Die Vermietung der Wohnungen des zuletzt fertiggestellten Bauabschnitts ist eingeleitet.
Christian Gaebler, Senator für Stadtentwicklung, Bauen und Wohnen, hob hervor, dass die vorzeitige Fertigstellung des Quartiers die Effizienz beim Wohnungsbau demonstriere. Oliver Igel, Bezirksbürgermeister von Treptow-Köpenick, betonte die Bedeutung der mietpreisgebundenen Wohnungen für bezahlbaren Wohnraum. Inga Stein-Barthelmes, Geschäftsführerin der HOWOGE, unterstrich den Anspruch des Unternehmens, langfristig funktionierende Quartiere mit Mehrwert zu entwickeln. Nevzat Köstek, Geschäftsführer der BATEG GmbH, verwies auf die Anwendung der BIM-Methode und das Lean-Management zur Realisierung des Projekts im Partnerringverfahren.




