Die US-Hypothekenanträge verzeichneten in der Woche zum 19. Juni 2026 einen Anstieg von 1,0 Prozent auf saisonbereinigter Basis. Diese Entwicklung wurde im Rahmen des „Weekly Mortgage Applications Survey“ der Mortgage Bankers Association (MBA) bekannt gegeben. Der Index für Refinanzierungsanträge zeigte dabei einen Rückgang um 2 Prozent, während der Kauf-Index um 2 Prozent zunahm. Dies deutet auf eine divergierende Entwicklung bei neuen Käufen und der Umschuldung bestehender Darlehen hin.
Joel Kan, der stellvertretende Vizepräsident und stellvertretende Chefökonom der MBA, äußerte sich zu den Ergebnissen. Er stellte fest, dass die Anträge für Einkaufsdarlehen in der ersten Junihälfte das zweite Mal in Folge gestiegen sind. Dies sei ein positives Signal für den Wohnungsmarkt, insbesondere angesichts der jüngsten Zinsschwankungen.
Entwicklung der Hypothekenzinsen
Die Hypothekenzinsen haben sich in der betreffenden Woche uneinheitlich entwickelt. Der durchschnittliche Vertragssatz für 30-jährige Festhypotheken mit konformen Darlehensbilanzen (bis zu $766.550) stieg von 7,03 Prozent auf 7,07 Prozent. Die effektive Rate erhöhte sich von 7,24 Prozent auf 7,28 Prozent. Dies deutet darauf hin, dass die Kreditkonditionen für potenzielle Käufer etwas straffer geworden sind.
Hingegen sind die Raten für Jumbo-Darlehen (über $766.550) gesunken. Hier fiel der durchschnittliche Vertragssatz von 7,05 Prozent auf 6,99 Prozent, was eine effektive Rate von 7,16 Prozent gegenüber 7,22 Prozent in der Vorwoche bedeutet. Auch bei Darlehen mit niedrigeren Kreditsummen war ein leichter Rückgang zu verzeichnen. Der durchschnittliche Vertragssatz für 30-jährige Festhypotheken mit FHA-Anteil reduzierte sich von 6,80 Prozent auf 6,76 Prozent, mit einer effektiven Rate von 7,04 Prozent.
Der Markt für Refinanzierungen und Käufe
Der Marktanteil der Refinanzierungsaktivitäten fiel leicht von 31,1 Prozent der gesamten Anträge auf 30,5 Prozent. Der Anteil der verstellbaren Ratenhypotheken (ARM) an der Gesamtzahl der Anträge ging ebenfalls von 6,8 Prozent auf 6,6 Prozent zurück. Dies reflektiert die anhaltende Präferenz für Festhypotheken seitens der Kreditnehmer, obwohl sich die Zinsen für ARM-Darlehen günstiger entwickeln könnten.
- —Der durchschnittliche Vertragssatz für 15-jährige Festhypotheken stieg von 6,62 Prozent auf 6,64 Prozent. Die effektive Rate lag bei 6,86 Prozent.
- —Der durchschnittliche Vertragssatz für 5/1 ARM-Darlehen fiel von 6,56 Prozent auf 6,43 Prozent. Die effektive Rate betrug 6,64 Prozent.
- —Der Anteil der FHA-Darlehen sank von 12,9 Prozent auf 12,8 Prozent.
- —Der VA-Anteil reduzierte sich ebenfalls von 10,7 Prozent auf 10,6 Prozent.




