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Stimmungswende am deutschen Immobilienmarkt: Experten erwarten mehrheitlich stabile bis sinkende Kaufpreise

Die Frühjahrsumfrage 2026 von Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE) zeigt eine signifikante Stimmungseintrübung betreffend der Preiserwartungen für Wohn- und Büroimmobilien in den kommenden zwölf Monaten.

Stimmungswende am deutschen Immobilienmarkt: Experten erwarten mehrheitlich stabile bis sinkende Kaufpreise

Fahrländer Partner Raumentwicklung (FPRE) erhebt halbjährlich die Einschätzungen von Immobilienexperten zur Entwicklung der deutschen Wohn- und Büroimmobilienmärkte. Die jüngste Frühjahrsumfrage 2026 offenbart eine deutliche Korrektur der Markterwartungen, insbesondere gegenüber den Ergebnissen der vorhergehenden Umfrage aus dem Herbst 2025. Die Erwartungen werden in Preisindizes auf einer Skala von -200 bis +200 abgebildet, wobei ein Wert von 0 Stabilität indiziert und Werte um +/-100 eine hohe Einigkeit über steigende beziehungsweise sinkende Preise.

Wohnimmobilienmarkt: Geteilte Erwartungen für Eigentum, stabile Mieten

Für Einfamilienhäuser und Eigentumswohnungen ist der Preiserwartungsindex bundesweit auf -14,8 Punkte gefallen, nach 38,8 Punkten im Herbst 2025. Dies markiert einen spürbaren Rückgang der optimistischen Marktstimmung. Ein signifikanter Anteil von 42,9 Prozent der befragten Experten antizipiert stabile Preise, indes 36,0 Prozent mit sinkenden Preisen rechnen. Lediglich 21,1 Prozent erwarten Preissteigerungen. Dieser Wandel ist bemerkenswert, da im Herbst 2025 noch etwa 46 Prozent von steigenden Preisen ausgingen. Die Perspektive für Einfamilienhäuser mit einem Index von -20,0 Punkten (Herbst 2025: 34,8 Punkte) fällt dabei leicht negativer aus als für Eigentumswohnungen, welche bei -11,9 Punkten liegen (Herbst 2025: 41,2 Punkte).

Auf regionaler Ebene zeigen sich differenzierte Ergebnisse. Positive Indexwerte für Eigentumswohnungen verzeichnen Bayern (24,0 Punkte), Mecklenburg-Vorpommern (24,2 Punkte) und Brandenburg (27,4 Punkte). Im Gegensatz dazu werden die Aussichten in Berlin (-35,3 Punkte) und Schleswig-Holstein (-28,9 Punkte) als besonders negativ eingeschätzt. Bei Mehrfamilienhäusern hat sich die Stimmung gleichfalls eingetrübt; der Preiserwartungsindex sank von 28,8 Punkten auf -27,3 Punkte. Hier rechnen 39,9 Prozent der Befragten mit sinkenden Transaktionspreisen, während 43,3 Prozent Stabilität erwarten und nur 16,9 Prozent von steigenden Preisen ausgehen.

Das Segment der Wohnungsmieten präsentiert sich weiterhin robust. Obwohl der Index von 93,7 auf 69,1 Punkte sank, verbleibt er klar im positiven Bereich. 70,0 Prozent der Experten erwarten steigende Mieten, 26,7 Prozent stabile Mieten und lediglich 3,3 Prozent rechnen mit einem Rückgang.

Büroimmobilien: Fortgesetzter Negativtrend und eingetrübte Stimmung auch bei Mieten

Im Bürosegment setzt sich der Negativtrend unvermindert fort und beschleunigte sich zuletzt. Der Preiserwartungsindex für Transaktionspreise verschlechterte sich von -20,2 Punkten im Herbst 2025 auf nun -65,2 Punkte. Dies signalisiert eine Rückkehr in eine pessimistische Marktzone, nachdem zuvor eine Erholung angedeutet wurde. Auch das Stimmungsbild für Büromieten hat sich eingetrübt, mit einem Index von -43,0 Punkten, gegenüber -24,7 Punkten im Herbst 2025. Knapp die Hälfte der Umfrageteilnehmer (47,3 Prozent) prognostiziert sinkende oder stark sinkende Büromieten in den kommenden zwölf Monaten, während 42,2 Prozent stabile Mieten erwarten und nur 10,5 Prozent von Mietpreissteigerungen in diesem Segment ausgehen.

Magnus Danneck, CEO Deutschland von FPRE, bewertet die Resultate: „Die Frühjahrsumfrage 2026 markiert eine deutliche Stimmungskorrektur gegenüber dem Herbst 2025. Eigentumswohnungen, Ein- und Mehrfamilienhäuser sind nach einer kurzen Erholungsphase wieder in den negativen Bereich gerutscht — einzig die Wohnungsmieten trotzen dem Trend und zeigen weiterhin mehrheitlich steigende Erwartungen. Im Bürosegment hat die erhoffte Stabilisierung einen Rückschlag erlitten; hier überwiegt der Pessimismus wieder deutlich.“

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