Ein Datenvergleich, durchgeführt von ImmoScout24 und dem spanischen Immobilienportal Fotocasa, offenbart differenzierte Entwicklungen auf den Immobilienmärkten Spaniens und Deutschlands. Seit 2018 verzeichnen die Preise in Madrid ein stärkeres Wachstum von 62 Prozent im Vergleich zu Berlin mit 37 Prozent. Dabei übersteigt der Quadratmeterpreis in der spanischen Hauptstadt bereits denjenigen in Berlin.
Ähnliche Tendenzen zeigen sich im Inselsegment: Immobilien auf Mallorca notieren mit durchschnittlich 5.473 Euro pro Quadratmeter etwa 20 Prozent über den Preisen auf Usedom, wo 4.594 Euro pro Quadratmeter zu verzeichnen sind. Auffällig ist die Wohnflächengröße der angebotenen Kaufobjekte: Spanische Immobilien weisen im Schnitt 110 Quadratmeter auf, während deutsche Angebote durchschnittlich 77 Quadratmeter umfassen.
Metropolen: Dynamik in Madrid, hohe Preise in Hamburg
Madrid etabliert sich als eine der dynamischsten Metropolen in der Untersuchung. Die Kaufpreise für Eigentumswohnungen stiegen dort seit 2018 um 62 Prozent. Im gleichen Zeitraum verzeichnete Berlin einen Preisanstieg von 37 Prozent. Der durchschnittliche Quadratmeterpreis in Madrid liegt bei 6.625 Euro und übertrifft damit den Berliner Durchschnitt von 5.934 Euro. Im Vergleich der Hafenstädte präsentiert sich Hamburg mit 6.949 Euro pro Quadratmeter als die teuerste Großstadt, mit einem Preiszuwachs von 43 Prozent seit 2018. Barcelona hingegen verzeichnete einen moderateren Anstieg der Kaufpreise um 10 Prozent auf 5.221 Euro pro Quadratmeter.
Auf den Inselmärkten zeigen die Daten, dass eine Eigentumswohnung auf Mallorca mit durchschnittlich 5.473 Euro pro Quadratmeter rund 20 Prozent kostspieliger ist als ein vergleichbares Objekt auf Usedom. Die Kaufpreise auf Mallorca sind zwischen 2018 und 2025 um 60 Prozent gestiegen. Ibiza sticht mit 7.554 Euro pro Quadratmeter als die Insel mit dem höchsten Preisniveau aller untersuchten Regionen hervor. Dr. Gesa Crockford, Geschäftsführerin von ImmoScout24, kommentiert, dass das Bild vom günstigen Immobilienmarkt Spanien in vielen Regionen nicht mehr der Realität entspreche, da Preissteigerungen von 60 Prozent und mehr die Dynamik deutscher Märkte, wie Berlin, übertreffen.
Wohnungsgrößen und demografische Entwicklung
Die untersuchten Eigentumswohnungen in Spanien sind mit durchschnittlich 110 Quadratmetern Wohnfläche signifikant größer als jene in den deutschen Vergleichsmärkten, die bei 77 Quadratmetern liegen. Dies entspricht einer Differenz von etwa 43 Prozent. Parallel dazu bestätigen Eurostat-Daten, dass Spanien als Wohnort für deutsche Staatsbürger weiterhin an Attraktivität gewinnt. Im Jahr 2025 lebten rund 132.000 Deutsche mit Hauptwohnsitz in Spanien, was einem Anstieg von 9,5 Prozent gegenüber 2018 entspricht. Ein erheblicher Anteil dieser Gruppe, über ein Drittel (35,8 Prozent), ist 60 Jahre oder älter.




