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WaltherPark Bozen erzielt Gold-Zertifizierung des Good Mobility Council

Der WaltherPark in Bozen erhielt die 'Certified Good Mobility in Gold'-Auszeichnung und ist damit das erste international zertifizierte Projekt des Good Mobility Council.

WaltherPark Bozen erzielt Gold-Zertifizierung des Good Mobility Council

Der Good Mobility Council (GMC) hat den WaltherPark in Bozen mit dem Vollzertifikat 'Certified Good Mobility in Gold' ausgezeichnet. Diese Zertifizierung kennzeichnet den WaltherPark als das erste international anerkannte Projekt des GMC. Das Quartier, gelegen im Zentrum der Südtiroler Landeshauptstadt, vereint eine Einkaufsmeile, Büros, ein Hotel, Wohngebäude und einen Kindergarten. Seine Positionierung unmittelbar am Bozner Hauptbahnhof, an der Schnittstelle der überregionalen Achse Brenner–Verona, ist strategisch von Bedeutung.

Mit der Realisierung des WaltherParks wurde der Stadteingang neu konzipiert. Eine vormals für Busse genutzte Zufahrt wurde in einen autofreien Stadtplatz umgewandelt, der den Bahnhof mit dem zentralen Waltherplatz verbindet und somit fußläufig erschließt. Die Zertifizierung unterstreicht, dass Mobilität als grundlegendes Gestaltungsprinzip des gesamten Quartiers verstanden und umgesetzt wurde. Der WaltherPark trägt dabei eine Verantwortung, die über die Grundstücksgrenzen hinausreicht. Ein privat finanzierter Tunnel leitet Auto- und Lieferverkehr aus der Fußgängerzone ab und vernetzt das Gebäude direkt mit dem übergeordneten Straßennetz.

Darüber hinaus schließt eine eigene Rad- und Fußwegeverbindung eine bislang bestehende Lücke im regionalen Radwegenetz, das nahezu ebenerdig bis nach Verona führt. Diese Maßnahmen zeigen Wirkung im Mobilitätsverhalten der Nutzer. Etwa 44 Prozent der Wege zum WaltherPark werden mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt, während der Fahrradverkehr die zweite dominante Säule bildet. Der Anteil des motorisierten Individualverkehrs liegt bei circa 20 Prozent, ein Wert, der für eine Stadt dieser Größe und Lage als bemerkenswert gilt.

Besondere Anerkennung und städtebauliche Relevanz

Die Projektverantwortlichen erhielten in den Bereichen Öffentlicher Verkehr, Logistik und Prozess jeweils 100 Prozent Anerkennung. Die vollständig im Gebäude organisierte, dezentrale Anlieferung trennt Güter- und Personenverkehr konsequent. Hochwertige, helle Parkgaragen mit Zufahrtskontrolle und bedarfsgerechten Parkprodukten setzen Maßstäbe für eine stadtverträgliche Pkw-Erschließung. Christian Scheler, Geschäftsführer des Good Mobility Council, äußerte sich anerkennend über die transnationale Bedeutung des Projekts. Er betonte, dass der WaltherPark als aktiver Stadtbaustein den Verkehr neu ordne, eine autofreie Verbindung zwischen Bahnhof und Stadtzentrum schaffe und Verantwortung über die Projektgrenze hinaus übernehme. Er fügte hinzu, dass die positive Prägung der Mobilität einer ganzen Stadt durch ein einzelnes Gebäude selten sei und das Gold-Zertifikat eine verdiente Anerkennung darstelle.

Thibault Chavanat, Projektentwickler des WaltherParks, erklärte, dass ein Bauvorhaben dieser Dimension an diesem Standort nur funktioniere, wenn die Mobilität intern reibungslos ablaufe und das Umfeld davon profitiere. Die Planung von Anlieferung, Erschließung und Wegen sei darauf ausgelegt gewesen, den öffentlichen Raum ruhiger und einladender zu gestalten und ein integriertes, offenes Stück Stadt zu schaffen. Johanna Ramoser, Stadträtin für Mobilität, Chancengleichheit, Schule und Freizeit, würdigte die Auszeichnung. Sie hob hervor, dass diese Anerkennung den gemeinsamen Einsatz der Gemeinde Bozen und der Waltherpark AG für eine moderne, nachhaltige und zukunftsorientierte Mobilitätsentwicklung bestätige. Der WaltherPark sei ein positives Beispiel für innovative Stadtentwicklung und intelligente Mobilitätslösungen, die einen Mehrwert für die gesamte Stadt generieren.

Der Walther Tunnel leistet hierbei einen wichtigen Beitrag, indem er den Verkehr gezielt unterirdisch führt und dadurch zentrale Bereiche wie den Verdiplatz, die Garibaldistraße, den Bahnhofsvorplatz und den Waltherplatz entlastet. Durch die so ermöglichte Umwandlung der Bahnhofsallee in eine Fußgängerzone entsteht zudem eine verbesserte Aufenthaltsqualität, die den Stadtpark für die Öffentlichkeit besser nutzbar macht.

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