Die bayerische Architekturszene begeht in diesem Jahr ein Jubiläum: Die „Architektouren“ der Bayerischen Architektenkammer feiern ihre 30. Ausgabe. Diese jährliche Veranstaltung bietet Ende Juni Einblicke in maßgebende Beispiele aus Architektur, Landschaftsarchitektur, Innenarchitektur und Stadtplanung in allen bayerischen Regierungsbezirken. Zum Auftakt der diesjährigen Architektouren wurde die Preview-Ausstellung mit exemplarischen staatlichen oder staatlich geförderten Projekten im Foyer des Bauministeriums eröffnet. Die Eröffnung verantworteten Bayerns Bauminister Christian Bernreiter und die Präsidentin der Bayerischen Architektenkammer, Professor Lydia Haack.
Die Architektouren finden dieses Jahr am 27. und 28. Juni statt. Hierbei werden 199 Projekte präsentiert, die von einem unabhängigen Expertengremium selektiert wurden. Diese Bauvorhaben demonstrieren kreative Ansätze, einen sorgfältigen Umgang mit Ressourcen und die Gestaltung lebenswerter Räume. Sie illustrieren den essenziellen Beitrag von Architektur und Stadtentwicklung für eine zukunftsfähige Gesellschaft in Bayern.
Statements und Fokus der Ausstellung
Bauminister Bernreiter hob hervor, dass die Architektouren über drei Jahrzehnte aufzeigen, wie qualitätvolles Planen und Bauen das Land formt. Er betonte, dass in der aktuellen Phase die Baubranche verlässliche Rahmenbedingungen und neue Impulse benötige. Das Ziel sei, das Bauen einfacher, ressourcenschonender, schneller und kostengünstiger zu gestalten, was die Architektouren als realisierbar erwiesen. Bernreiter äußerte seine Freude über die Beteiligung des Freistaats mit 62 Projekten, womit die Vorbildfunktion erfüllt werde.
Kammerpräsidentin Haack unterstrich, dass angesichts von Klimawandel, Wohnraumknappheit und der Diskussion über öffentliche Räume eine Gesellschaft erforderlich sei, die Qualität anerkennt und fordert. Die Architektouren trügen seit dreißig Jahren dazu bei, indem sie den Dialog fördern und qualitätsvolle, klimakompetente Planung und Gestaltung visualisieren und erfahrbar machen.
- —62 staatliche oder staatlich geförderte Vorhaben stehen im Fokus der Ausstellung.
- —Innovative und nachhaltige Bauweisen werden gezeigt.
- —Architekturkonzepte für zeitgemäßes und barrierefreies Wohnen sind Teil der Präsentation.
- —Qualitätsvolle Revitalisierungen von Stadträumen und Landschaften werden vorgestellt.
Die Ausstellungseröffnung wurde durch die Vorstellung bemerkenswerter Projekte der Städtebau- und Wohnraumförderung in Penzberg, Tirschenreuth und Rosenheim ergänzt. Dies umfasste eine Retrospektive auf die ersten Architektouren von 1996, Einblicke in Lösungen für qualitätsvollen und erschwinglichen Wohnraum sowie Beispiele für die zeitgemäße Umnutzung von historischem, städtebaulichem Bestand. Die Ausstellung konzentriert sich auf die 62 staatlichen oder staatlich geförderten Vorhaben, die dieses Jahr Teil der Architektouren sind. Zu sehen sind innovative und nachhaltige Bauweisen, Architekturkonzepte für zeitgemäßes und barrierefreies Wohnen sowie qualitätsvolle stadt- und landschaftsplanerische Revitalisierungen von Stadträumen.
Die Ausstellung ist bis einschließlich Freitag, den 17. Juli 2026, montags bis freitags von 10:00 bis 18:00 Uhr im Foyer des Bauministeriums, Franz-Josef-Strauß-Ring 4, 80539 München, zugänglich.




