Der Hamburger Industrie- und Logistikimmobilienmarkt verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Flächenumsatz von 196.000 Quadratmetern. Dieser Wert repräsentiert einen Rückgang von zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Die Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE legt dar, dass dieser Rückgang nicht auf eine nachlassende Nachfrage, sondern auf ein weiterhin begrenztes Angebot an modernen Logistikflächen zurückzuführen ist.
Tobias Heine, Team Lead Industrial & Logistics Leasing Northern Germany bei CBRE, konstatiert, der Hamburger Markt sei klar angebotsgetrieben. Die Nachfrage sei grundsätzlich vorhanden, werde aber durch das fehlende Flächenangebot gehemmt. Insbesondere moderne Neubauflächen stünden nur in sehr begrenztem Umfang zur Verfügung, und viele Projekte würden nicht fristgerecht fertiggestellt. Entsprechend fehlten die Flächen, um zusätzliche Abschlüsse zu realisieren.
Marktgeschehen und Mietpreisentwicklung
Das Marktgeschehen im ersten Halbjahr war vornehmlich von klassischen Vermietungen geprägt. Größere Abschlüsse wurden überwiegend von Unternehmen aus den Sektoren Transport und Logistik sowie Handel getätigt. Eigennutzer und Produktionsunternehmen spielten eine geringere Rolle. Die Spitzenmiete für Logistikimmobilien stieg im Jahresvergleich um rund sechs Prozent auf 9,00 Euro pro Quadratmeter und Monat. Moderne Flächen in gut angebundenen Lagen sind weiterhin stark nachgefragt, was zu den entsprechend höheren Mietniveaus beiträgt.
Der Leerstand im Marktsegment blieb trotz eines zwischenzeitlich geringfügigen Anstiegs auf einem sehr niedrigen Niveau. Zwar existieren vereinzelt verfügbare Bestandsobjekte, struktureller Leerstand ist jedoch am Hamburger Markt weiterhin nicht erkennbar. Sarina Schekahn, Head of Industrial & Logistics Leasing Germany bei CBRE, bemerkt, dass das Angebot für klassische Big-Box-Logistikimmobilien in Top-Lage äußerst knapp bleibt. Vereinzelt seien kleinere Flächen vakant, der Leerstand werde sich im Jahresverlauf aber voraussichtlich auf dem sehr niedrigen Niveau bewegen.
Ausblick für das Gesamtjahr 2026
Für die zweite Jahreshälfte erwartet CBRE weiterhin eine solide Nachfrage. Tobias Heine weist darauf hin, dass das Umsatzpotenzial auch zukünftig maßgeblich durch das verfügbare Angebot begrenzt wird. Solange nur wenige Bestandsflächen frei werden und zu wenige Neubauprojekte realisiert werden, bleibt der Flächenumsatz hinter seinem eigentlichen Potenzial zurück. Dennoch wird erwartet, dass das Vorjahresniveau von gut 300.000 Quadratmetern im Gesamtjahr übertroffen werden sollte.














