Die DEFAMA AG hat für das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 einen Umsatz von 15,8 Millionen Euro ausgewiesen, was einer Steigerung gegenüber den 15,2 Millionen Euro des Vorjahreszeitraums entspricht. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich auf 9,2 Millionen Euro nach 9,0 Millionen Euro im Vorjahr. Trotz dieser positiven Entwicklung beim Umsatz und EBITDA zeigte sich ein Rückgang bei den Funds From Operations (FFO), die 5,1 Millionen Euro beziehungsweise 1,05 Euro je Aktie erreichten, verglichen mit 5,5 Millionen Euro oder 1,14 Euro je Aktie im ersten Halbjahr 2025.
Das Ergebnis vor Steuern sank auf 1,7 Millionen Euro von zuvor 2,4 Millionen Euro. Das Nettoergebnis betrug 1,2 Millionen Euro nach 1,8 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Dieser Rückgang ist maßgeblich auf ausbleibende Mieterträge in Höhe von etwa 540 Tausend Euro zurückzuführen, welche aus der Insolvenz eines Mieters sowie dem Auszug eines weiteren Mieters in Dinslaken resultierten. Diese fehlenden Erträge konnten im Berichtszeitraum größtenteils nicht kompensiert werden und wirkten sich nahezu direkt auf FFO und Ergebnis aus.
Portfolio-Entwicklung und Anpassung der Prognose
Die Erträge des ersten Quartals 2026 basierten auf einem Bestand von 90 Objekten. Im zweiten Quartal wurden weitere Objekte in Elsenfeld, Ochsenhausen und Vöhringen, sowie ab Mai in Düren und Osnabrück II, in den Portfoliobestand integriert. Für das dritte Quartal sind zusätzliche Akquisitionen in Adelsdorf, Freiberg und Hersbruck, und ab August in Nordenham, vorgesehen. Parallel dazu wurden Erträge diverser veräußerter Objekte nicht mehr berücksichtigt. Aufgrund der Entwicklung im zweiten Quartal, dessen Ergebnisse leicht unter den Erwartungen lagen, hat die DEFAMA ihre Jahresprognose am 18. August 2026 aktualisiert.
Der Vorstand der DEFAMA geht nun von einem Rückgang der FFO um 4 bis 6 Prozent für das Gesamtjahr 2026 aus, anstatt eines ursprünglich prognostizierten Niveaus von mindestens 10,8 Millionen Euro. Für das angestrebte Konzernergebnis von mindestens 5 Millionen Euro waren ursprünglich Verkaufsgewinne mindestens auf Vorjahresniveau eingeplant. Da die Bilanzierung nach HGB erfolgt und Verkäufe erst mit Erhalt des Kaufpreises ergebniswirksam werden, werden die Effekte erwarteter siebenstelliger Verkaufsgewinne erst im kommenden Jahr eintreten. Folglich wird das Konzernergebnis 2026 ohne signifikante Verkaufsgewinne voraussichtlich zwischen 2 und 3 Millionen Euro liegen.
Strategische Ausrichtung und Ziele
Ungeachtet der angepassten Ergebnisprognose hält DEFAMA weiterhin an den strategischen Zielen fest. Dies umfasst die Steigerung der Vermietungsquote auf 96 Prozent sowie die erneute Erhöhung der Dividende für das laufende Geschäftsjahr. Im Hinblick auf die langfristige Entwicklung wurde in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat entschieden, im Herbst ein Strategie-Update durchzuführen. Ziel ist es, die im Dezember 2024 veröffentlichten Mittelfristziele, bekannt als „DEFAMA 2030“, an die aktuellen Marktbedingungen anzupassen und somit die zukünftige Ausrichtung des Unternehmens zu präzisieren.














