Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) hat ihren Wohnungsneubau im Stadtteil München-Obergiesing-Fasangarten an der Minnewitstraße 29 und Pennstraße 60a–d erfolgreich abgeschlossen. Das Projekt umfasst drei Mehrfamilienhäuser mit insgesamt 62 Wohneinheiten. Die Konzeption und Umsetzung erfolgte in serieller Bauweise, was eine Realisierungszeit von weniger als 18 Monaten ermöglichte.
Die Wohnungen, die ab dem 1. September 2026 zur Vermietung stehen, verfügen über eine gesamte Wohnfläche von rund 3.620 Quadratmetern. Das Angebot umfasst Einzimmer-, Zweizimmer- und Dreizimmerwohnungen, deren Größen zwischen 34 und 82 Quadratmetern variieren. Ergänzend zur Wohnbebauung wurde eine Tiefgarage mit 34 Stellplätzen sowie 120 Fahrradstellplätzen errichtet. Des Weiteren sind über 4.000 Quadratmeter Außenanlagen geschaffen worden. Fünf zusätzliche Autostellplätze befinden sich auf einem benachbarten BImA-Grundstück.
Serielle Bauweise ermöglicht schnelle Umsetzung
Die Goldbeck Süd GmbH, Niederlassung München, fungierte als Generalübernehmerin für dieses Bauvorhaben. Charakteristisch für das Projekt war der hohe Vorfertigungsgrad, der den Einsatz von Fertigbädern, Fertigkellern und Holz-Fertigteilen für die Dachkonstruktion umfasste. Diese Methode ermöglichte eine signifikant verkürzte Bauzeit: Der erste Spatenstich fand am 11. Februar 2025 statt, das Richtfest wurde bereits am 28. Oktober 2025 gefeiert. Die planmäßige Fertigstellung und Übergabe des Projekts von Goldbeck an die BImA erfolgte am 28. Juli 2026.
Alexander Regnauer, Projektleiter bei der BImA, betonte, das Ziel sei, möglichst schnell, modern und nachhaltig bezahlbaren Wohnraum im Rahmen der Wohnraumoffensive zu schaffen. Er wies darauf hin, dass die Übertragung industrieller Fertigungsprinzipien auf den Bau eine gute Strategie darstelle. Deniz Caner Kaya, ebenfalls in der BImA-Projektleitung tätig, ergänzte, die Vorfertigung von Systemelementen gestatte eine Verlagerung vieler Arbeitsschritte ins Werk, was vor Ort eine saubere, leise und planbare Baustelle ermögliche. Dies habe die Realisierung hochwertiger und bezahlbarer Wohnungen in kurzer Zeit gefördert.
Nachhaltigkeit und Zukunftsplanung
Das Gebäudeensemble ist mit einer in die Dachflächen integrierten Photovoltaikanlage ausgestattet. Die Tiefgarage bietet Einzelstellplätze sowie Ladestationen für Elektrofahrzeuge. Ein separates Fahrradhaus ergänzt das Mobilitätskonzept durch Ladestationen für E-Bikes und E-Lastenräder. Die Außenanlagen, gestaltet mit vorhandenem Baumbestand und Spielplätzen, tragen zu einem ruhigen Wohnumfeld bei.
Die primäre Vermietung der Wohnungen erfolgt im Rahmen der Wohnungsfürsorge des Bundes und richtet sich vornehmlich an Bundesbedienstete, einschließlich Beschäftigter der Bundeswehr, des Zolls oder der Bundespolizei. Nicht vergebene Einheiten stehen anschließend zu identischen Konditionen auf dem freien Markt zur Verfügung. Das Projekt an der Minnewitstraße ist integraler Bestandteil der Wohnraumoffensive der BImA am Perlacher Forst. Für die ehemalige amerikanische Siedlung läuft ein Bebauungsplanverfahren, das die Grundlage für bis zu 1.000 weitere Wohnungen schaffen könnte, sobald es abgeschlossen ist.




