Die BayernLB hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 ein Ergebnis vor Steuern von 779 Millionen Euro erzielt, was eine Steigerung gegenüber dem Vorjahreswert von 745 Millionen Euro darstellt. Das Konzernergebnis nach Steuern erreichte 571 Millionen Euro, im Vergleich zu 552 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025. Diese Entwicklung ist maßgeblich auf ein ausgeglichenes Geschäftsmodell und die Leistungsfähigkeit der Tochtergesellschaft DKB zurückzuführen. Die BayernLB ist mit einer Kapitalausstattung von über 19 Prozent als zuverlässiger Finanzpartner positioniert, insbesondere in einem von geopolitischen und konjunkturellen Herausforderungen geprägten Umfeld.
Der Zinsüberschuss des BayernLB-Konzerns stieg signifikant auf 1.490 Millionen Euro gegenüber 1.256 Millionen Euro im Vorjahr. Dieser Anstieg resultierte aus dem gestiegenen Zinsniveau sowie einer Ausweitung des Kredit- und Einlagengeschäfts. Der Provisionsüberschuss lag mit 267 Millionen Euro nahezu auf dem Vorjahresniveau von 271 Millionen Euro. Das geringere Ergebnis aus dem DKB-Kartengeschäft aufgrund auslaufender Co-Branding-Partnerschaften wurde durch höhere Erträge aus dem Kreditgeschäft kompensiert.
Risikovorsorge und Kapitalausstattung
Die Risikovorsorge des Konzerns reduzierte sich auf Nettoaufwendungen von 90 Millionen Euro, gegenüber 100 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Bei der BayernLB-Bank sanken die Aufwendungen auf 13 Millionen Euro (Vorjahr: 50 Millionen Euro), während die DKB 77 Millionen Euro aufwenden musste, wovon zwei Drittel auf Geschäftskunden entfielen. Die NPL-Quote, welche den Anteil notleidender Kredite am Gesamtkreditvolumen abbildet, lag bei 1,1 Prozent. Der Bestand an Post Model Adjustment (PMA) zur Vorsorge belief sich zum 30. Juni 2026 auf 413 Millionen Euro und blieb damit stabil.
Das Fair Value-Ergebnis erhöhte sich auf 182 Millionen Euro, was Marktwertveränderungen im Kredit- und Handelsgeschäft widerspiegelt. Die sonstigen Ergebnisbestandteile waren mit -173 Millionen Euro negativ beeinflusst durch Bewertungsverluste aus dem Hedge Accounting und Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten. Der Verwaltungsaufwand des Konzerns stieg auf 849 Millionen Euro. Dies ist auf den strategischen Personalaufbau bei der BayernLB-Bank sowie auf Investitionen in das Geschäftswachstum und die IT-Infrastruktur bei der DKB zurückzuführen. Die Bilanzsumme des BayernLB-Konzerns erhöhte sich auf 288,6 Milliarden Euro.
Segmententwicklung und Ausblick
- —Das Segment Immobilien & Sparkassen/Finanzinstitutionen steigerte das Vorsteuerergebnis auf 177 Millionen Euro (Vorjahr: 142 Millionen Euro), bedingt durch höhere Zinsüberschüsse und gesunkenen Risikovorsorgebedarf im Immobiliengeschäft.
- —Das Segment Corporates & Markets erreichte ein Vorsteuerergebnis von 70 Millionen Euro, weitgehend auf Vorjahresniveau. Hier konnten Zins- und Provisionsüberschüsse im Unternehmenskundengeschäft stabil gehalten werden.
- —Die DKB verzeichnete mit 662 Millionen Euro ein überdurchschnittliches Vorsteuerergebnis, welches hauptsächlich auf eine deutliche Steigerung des Zinsüberschusses durch Geschäftsvolumenausweitung zurückzuführen ist.
Die Kapitalausstattung des Konzerns bleibt mit einer CET1-Quote von 19,8 Prozent (ohne Berücksichtigung des Halbjahresergebnisses) auf hohem Niveau. Die Cost-Income-Ratio lag bei 48,1 Prozent. Die Eigenkapitalrentabilität verzeichnete mit 11,5 Prozent eine stabile Entwicklung. Die BayernLB bestätigt ihre Prognose für das Gesamtjahr 2026 und sieht sich weiterhin als leistungsfähiger und verlässlicher Finanzpartner für ihre Kunden.














