Ein Markt im Umbruch — und was das für den Preis heißt
Videokabinen und Kinosäle haben durch die Digitalisierung deutlich an Bedeutung verloren. Viele Betriebe existieren heute als Teil eines größeren Konzepts weiter: als Kinoraum innerhalb eines Clubs, als Veranstaltungsfläche oder als Zusatzangebot neben Bar und Zimmerbereich. Als alleinstehendes Geschäftsmodell trägt sich der reine Kinobetrieb an den meisten Standorten nicht mehr.
Für die Bewertung bedeutet das: Der Wert liegt selten im laufenden Kinobetrieb, sondern in der Fläche, der Lage und der Frage, was dort künftig zulässig ist. Wer ein solches Objekt kauft, kauft in der Regel Umnutzungspotenzial — und sollte das vorher prüfen lassen statt darauf zu hoffen.
Konkret im Angebot ist derzeit ein freistehendes Geschäftshaus in Villingen-Schwenningen: 576 m² Mietfläche auf 1.064 m² eigenem Grund, neun Zimmer, davon sieben mit eigenem Bad und WC, dazu finnische Sauna, XXL-Whirlpool, Kaltbecken, Bar, Clubraum, Kino, Spiegelzimmer, überdachter Innenhof, acht Stellplätze und zwei Garagenplätze. Das Haus wird seit 1991 durchgehend als FKK-Saunaclub und Prostitutionsstätte betrieben und ist frei von Miet- und Pachtverhältnissen. Kaufpreis 848.000 €.

