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Marktanalyse··2 min

Büromarkt Darmstadt: Flächenumsatz steigt, Leerstand sinkt

Der Bürovermietungsmarkt Darmstadt, inklusive Griesheim und Weiterstadt, verzeichnete im Jahr 2025 einen signifikanten Anstieg des Flächenumsatzes und einen Rückgang des Leerstands.

Büromarkt Darmstadt: Flächenumsatz steigt, Leerstand sinkt

Im Jahr 2025 erreichte der Bürovermietungsmarkt in Darmstadt, einschließlich der angrenzenden Gebiete Griesheim und Weiterstadt, einen Flächenumsatz von etwa 42.700 Quadratmetern. Diese Zahl, die Selbstnutzungen berücksichtigt, jedoch keine Mietvertragsverlängerungen einschließt, übertraf das Vorjahresergebnis um circa 33 Prozent und lag etwa 20 Prozent über dem Fünfjahresmittelwert. Diese Entwicklung signalisiert eine Belebung des Marktes, nachdem erstmals seit dem Jahr 2020 wieder ein Flächenumsatz von über 40.000 Quadratmetern realisiert werden konnte.

Ann Skrollan Persicke, Team Lead Office Letting Wiesbaden, Mainz & Darmstadt bei Colliers, konstatierte eine deutliche Aufwärtstendenz. Ein maßgeblicher Faktor für diesen positiven Verlauf war ein Großabschluss der Wella AG über eine Fläche von 14.000 Quadratmetern. Demzufolge bildete das verarbeitende Gewerbe mit einem Anteil von 38 Prozent die größte Nutzergruppe. Die öffentliche Verwaltung sowie die Informations- und Telekommunikationsbranche folgten mit jeweils 14 Prozent der Mietfläche.

Rückläufiger Leerstand und begrenzte Neubauaktivität

Das Angebot an kurzfristig verfügbaren Büroflächen reduzierte sich im Verlauf des Jahres 2025 deutlich und belief sich zuletzt auf rund 133.400 Quadratmeter. Dies führte zu einer Leerstandsquote von 6,9 Prozent, was im Vergleich zum Vorjahr (10 Prozent) einen signifikanten Rückgang darstellt. Dieser Abbau des Leerstands ist primär auf die zunehmende Absorption bestehender Flächen zurückzuführen, nachdem in den vorangegangenen zwei Jahren ein Anstieg zu verzeichnen war.

Gleichzeitig blieb das Volumen an neu auf den Markt gelangenden Flächen nach Angaben von Benjamin Harms, Associate Director Office Letting Wiesbaden, Mainz & Darmstadt bei Colliers, weiterhin begrenzt. Im Jahr 2025 wurden lediglich circa 4.000 Quadratmeter Neubauvolumen fertiggestellt. Es handelte sich dabei ausschließlich um Eigennutzerentwicklungen, sodass keine zusätzlichen verfügbaren Flächen für den freien Markt entstanden sind. Dies trug zur Verknappung des Angebots bei.

Mietpreisentwicklung und strategische Präferenzen

Die Spitzenmieten zeigten sich im Jahresverlauf stabil, wenngleich eine leichte Korrektur nach unten zu beobachten war. Die Spitzenmiete reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 3 Prozent auf aktuell 15,00 Euro pro Quadratmeter. Dies ist primär auf die geringe Anzahl von Abschlüssen im Neubaubereich sowie in umfassend revitalisierten Bestandsgebäuden zurückzuführen, welche üblicherweise das höhere Mietpreisniveau aufweisen. Die Durchschnittsmiete verringerte sich im Vorjahresvergleich ebenfalls um 1,5 Prozent und liegt bei 12,80 Euro pro Quadratmeter.

Diese Entwicklung reflektiert eine veränderte Nachfragepräferenz am Markt, bei der Nutzer verstärkt auf wirtschaftlich attraktive Flächen fokussieren und hochpreisige Angebote selektiver nachfragen. Benjamin Harms wies darauf hin, dass die aktuellen geopolitischen und makroökonomischen Rahmenbedingungen Unternehmen zu einem preissensibleren Handeln anregen, mit Fokus auf Effizienz bei Mietkosten und Flächennutzung. Dies fördere die Nachfrage nach optimierten Flächenkonzepten und flexiblen Grundrissen.

Das Jahr 2025 war von einer insgesamt positiven Entwicklung am Darmstädter Bürovermietungsmarkt geprägt. Trotz kontinuierlich herausfordernder wirtschaftlicher Rahmenbedingungen treffen Unternehmen wieder strategische Flächenentscheidungen mit einem langfristigen Blick auf den Standort. Der Rückgang des Leerstands sowie stabile Mietpreise deuten auf eine allmähliche Stabilisierung des Marktes hin und lassen auch für 2026 eine verhalten positive Entwicklung im Büroimmobilienbereich erwarten.

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