Die Fortführung von mehr als der Hälfte der ehemaligen Groschen Markt Filialen in Thüringen, Sachsen-Anhalt, Sachsen und Brandenburg ist gesichert. Dies erfolgte nach Verhandlungen zwischen dem Insolvenzverwalter Olaf Spiekermann und vier Investoren aus dem deutschen Einzelhandel. Die Standorte werden mehrheitlich unter neuen Marken und Leitungen weiterbetrieben, während die Marke Groschen Markt in den thüringischen Orten Dingelstädt, Roßleben und Ellrich durch den Erwerb der Markenrechte durch Wolfhart Lampe erhalten bleibt.
Für die 22 Filialen, deren Weiterbetrieb nun feststeht, war die Zustimmung der jeweiligen Vermieter unerlässlich, da die frühere Betreibergesellschaft, die DEC Handelsgesellschaft, lediglich Mieter der Flächen war. Die Verhandlungen zur Fortführung dieser Standorte waren, auch bedingt durch das herausfordernde Marktumfeld, als langwierig beschrieben worden.
Sicherung von Arbeitsplätzen und Standorten
Insolvenzverwalter Olaf Spiekermann äußerte sich erfreut über den Erhalt von 22 Filialen und etwa 80 Arbeitsplätzen. Eine weitere Übernahme wird für Anfang November erwartet. Die DEC Handelsgesellschaft, die vormals 41 Filialen betrieb, hatte im Dezember des Vorjahres beim Amtsgericht Mühlhausen einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gestellt. Als Hintergrund wurde die anhaltende Kaufzurückhaltung genannt.
Die nun fortgeführten Standorte verteilen sich auf vier Bundesländer. In Thüringen wurden die Filialen in Dingelstädt, Ellrich, Friedrichroda, Geismar, Ohrdruf, Römhild, Roßleben/Wiehe, Saalfeld/Saale, Schönstedt und Seebach gesichert. In Sachsen-Anhalt betrifft dies Bad Schmiedeberg, Blankenburg, Dessau-Roßlau, Ilsenburg, Langenbogen und Möser. In Sachsen werden die Standorte in Dresden, Frohburg, Meerane und Naunhof unter neuer Führung weiterbetrieben. Im Bundesland Brandenburg sind die Filialen in Brandenburg/Havel und Sperenberg/Am Mellensee von der positiven Entwicklung betroffen.














