Das diesjährige Herbstforum Altbau, eine etablierte Fachtagung für Experten im Bereich der Gebäudesanierung, findet am 19. November 2026 in Stuttgart statt. Die Veranstaltung, die zum 28. Mal ausgerichtet wird, fokussiert auf die neuesten Entwicklungen und Strategien der energetischen Gebäudesanierung. Erwartet werden etwa 1.000 Fachbesucher aus den Bereichen Energieberatung, Architektur, Handwerk, Kommune, Politik und Medien. Das Forum wird vom Informationsprogramm Zukunft Altbau veranstaltet, welches durch das Umweltministerium Baden-Württemberg gefördert wird. Der Veranstaltungsort ist die Sparkassenakademie in Stuttgart, eine virtuelle Teilnahme per Livestream ist ebenfalls möglich.
Eine Neuerung in diesem Jahr ist die Integration des Herbstforums Altbau in ein Doppelevent der KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW). Bereits am 18. November findet am selben Ort die Veranstaltung „Energiewende kompakt“ statt, die sich mit Wärmenetzen und erneuerbaren Energien befasst. Diese Kooperation ermöglicht eine vertiefende Betrachtung der Energiewende im Gebäudebereich. Die gesamte Veranstaltung ist als Green Event konzipiert und als Fortbildung von der Deutschen Energie-Agentur sowie der Architekten- und Ingenieurkammer Baden-Württemberg anerkannt.
Impulse für die Dekarbonisierung des Gebäudesektors
Thekla Walker, Umweltministerin von Baden-Württemberg, betont in ihrem Grußwort die Bedeutung der Dekarbonisierung der Energieversorgung als Beitrag zum Klimaschutz, zur Wirtschaftlichkeit und zur geopolitischen Unabhängigkeit. Sie wird in ihrem Vortrag die klimapolitischen Ziele der Landesregierung darlegen und auf die Notwendigkeit einer gesteigerten Sanierungsrate im Gebäudesektor Baden-Württembergs hinweisen. Diese Aspekte bilden den Rahmen für die weiteren Fachvorträge des Forums.
Das Programm umfasst Beiträge von führenden Experten. Barbara Metz, Bundesgeschäftsführerin der Deutschen Umwelthilfe (DUH), wird in ihrem Vortrag „Zur Sache! Den Gebäudesektor auf die Zielgerade bringen“ die dringliche Notwendigkeit eines beschleunigten Ausstiegs aus fossilen Energieträgern thematisieren und auf die rasche Umsetzung bestehender Lösungen zur Steigerung der Gebäudeeffizienz und Zukunftsfähigkeit drängen. Die Architektin Mariette Beyeler, Gründerin des Metamorph House, diskutiert unter dem Titel „Weiterbauen statt abreißen: So entwickelt die Schweiz Einfamilienhäuser“ Konzepte zur qualitativen Weiterentwicklung des Einfamilienhausbestands.
Jan Münster, neues Mitglied der Geschäftsführung der KEA-BW, fasst Erkenntnisse der vorgelagerten Veranstaltung „Energiewende kompakt“ zusammen, insbesondere im Hinblick auf Wärmenetze und erneuerbare Energien. Prof. Dr.-Ing. Michael Sterner vom Institut für Energiespeicher der Hochschule Regensburg beleuchtet Wege zur Klimaneutralität, von der individuellen Immobilie bis zur Volkswirtschaft. Felix Schweikhardt und Thabo von Roman von Zukunft Altbau präsentieren Lösungsansätze für erfolgreiche Sanierungssprints in Baden-Württemberg, die energetische Sanierungen innerhalb von 22 Werktagen ermöglichen können. Ein weiteres Thema ist die serielle Sanierung, bei der Energieberater Erol Ari am Beispiel eines Mehrfamilienhauses auf der Ostalb aufzeigt, dass sich serielle Sanierungskonzepte auch für kleinere Projekte wirtschaftlich lohnen können.
Teilnahmemodalitäten und Fachausstellung
Die Teilnahmegebühren für das Herbstforum Altbau belaufen sich auf 100 Euro pro Person für die Präsenzveranstaltung. Ein digitaler Einzelzugang ist für 40 Euro erhältlich. Regionalgruppen ab zehn Personen können zu einem Preis von 150 Euro am digitalen Angebot teilnehmen. Begleitend zur Tagung findet eine Fachausstellung statt, welche aktuelle Produkte und Trends im Bereich der energetischen Modernisierung präsentiert.




