Der Verein Klimakommune Deutschland e.V. hat in Stuttgart das neue Programm 'Klimakommune Deutschland' öffentlich vorgestellt. Dieses Programm folgt auf den European Energy Award, dessen Beendigung dreieinhalb Monate zuvor stattfand. Die Inhalte des neuen Programms sind finalisiert, und die Schulung qualifizierter Klimaschutzberaterinnen und -berater hat begonnen. Damit steht Städten, Gemeinden und Landkreisen zukünftig ein aktualisiertes Instrumentarium für die Implementierung kommunaler Klimaschutzmaßnahmen zur Verfügung.
Zahlreiche Kommunen deutschlandweit hatten den European Energy Award über Jahre hinweg als wesentliches Instrument für eine konsistente Klimaschutz- und Energiepolitik genutzt. Nach der Einstellung des Programms in Deutschland wurde im Dezember 2025 der Verein Klimakommune Deutschland e.V. gegründet. Zu den Gründungsmitgliedern zählen verschiedene Kommunen, Energie- und Klimaschutzagenturen, die von Bundesländern und Kommunen getragen werden, sowie Beratungsunternehmen aus Bundesländern wie Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg, Bayern und Bremen. Diese Vertreter haben das Programm 'Klimakommune' gemeinsam konzipiert und entwickelt.
Struktur und Zielsetzung des Programms
Das Resultat dieser Zusammenarbeit ist ein neues Managementsystem, das primär auf die effiziente Umsetzung der Energiewende und die Steigerung der Wirksamkeit, Greifbarkeit und Verbindlichkeit des Klimaschutzes auf lokaler Ebene abzielt. Martin Sambale, 1. Vorsitzender des Vereins, erläutert, dass Landkreise, Städte und Gemeinden im Rahmen des Programms bei Themen der Energiewende und des Klimaschutzes beraten werden. Die Teilnahme biete eine Struktur und Systematik, die zur korrekten Prioritätensetzung, zur Identifikation und Nutzung von Chancen sowie zur erfolgreichen Realisierung von Projekten diene. Kommunen, die das Programm erfolgreich durchlaufen, werden als Klimastadt, Klimagemeinde oder Klimalandkreis ausgezeichnet.
Das Programm ist in unterschiedlichen Versionen konzipiert, um eine Anpassung an verschiedene Kommunalstrukturen zu ermöglichen. Die Variante 'Klimakommune prozessorientiert' basiert auf dem internationalen European Energy Award; hierbei evaluiert ein externer Auditor die Umsetzung von Maßnahmen im Verhältnis zu den jeweiligen kommunalen Möglichkeiten. Die Variante 'Klimakommune ergebnisorientiert' konzentriert sich auf die Einhaltung des Absenkungspfades bei den Treibhausgas-Emissionen durch die teilnehmende Kommune, unterstützt durch ein Internet-Dashboard zur fortlaufenden Kommunikation. Für den Einstieg und kleinere Kommunen wird 'Klimakommune light' als vereinfachte Form angeboten, welche ohne externes Audit und Auszeichnung auskommt.
Unterstützung und Akteure
Die Kommunen werden auf ihrem Weg zur Klimakommune durch speziell ausgebildete Klimacoaches begleitet. Zum aktuellen Zeitpunkt werden bereits erfahrene Klimaschutzberaterinnen und -berater für diese Funktion geschult. Eine weitere Schulungsrunde zur Vorbereitung zusätzlicher Berater auf ihre Aufgaben als Klimacoach ist für November 2026 vorgesehen. Die energielenker projects GmbH zählt zu den Gründungsmitgliedern des Vereins. Reiner Tippkötter, Prokurist und verantwortlich für die kommunale Geschäftsentwicklung und den Vertrieb bei energielenker, fungiert als stellvertretender Vorsitzender des Vereins. Mehrere Mitarbeiter der energielenker projects GmbH werden als Klimacoaches in den neuen Angeboten des Vereins aktiv sein und interessierte Städte, Gemeinden und Landkreise bei deren Energie- und Klimaaktivitäten unterstützen.




