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Neues Modell für Gewerbeimmobilien: Überschüssiger Solarstrom für gemeinnützige Zwecke

Ein innovatives Projekt in Bonn demonstriert erstmals, wie Gewerbegebäude wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Mehrwert durch die Spende von überschüssigem Solarstrom an gemeinnützige Organisationen schaffen können.

KI-generiertNeues Modell für Gewerbeimmobilien: Überschüssiger Solarstrom für gemeinnützige Zwecke – KI-generiertes Symbolbild
Neues Modell für Gewerbeimmobilien: Überschüssiger Solarstrom für gemeinnützige Zwecke. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

SolarEdge, ein führender Anbieter im Bereich Smart Energy, und Solation, Spezialist für „virtuelles Speichern“, haben in Kooperation mit dem globalen Investmentmanager PATRIZIA das erste deutsche Gewerbegebäude vorgestellt, das überschüssigen Solarstrom an eine gemeinnützige Organisation spendet. Das in Bonn realisierte Projekt etabliert ein neuartiges Konzept, welches Gewerbeimmobilien ermöglicht, neben ökonomischen und ökologischen auch gesellschaftliche Werte zu generieren. SolarEdge fungiert dabei als Technologiepartner für alle zukünftigen Solation-Projekte, um die Energieerträge sowohl für Mieter als auch für karitative Einrichtungen zu optimieren.

Die Spende von elektrischer Energie war für einzelne Gebäude bislang nicht praktikabel umsetzbar. Während großskalige Solarprojekte häufig komplexe Stromabnahmeverträge nutzen, waren gewerbliche Dachanlagen üblicherweise auf den Eigenverbrauch oder den Verkauf überschüssiger Energie ins Netz beschränkt. Die regulatorische Komplexität sowie der Bedarf an spezialisiertem technischen, vertraglichen und kaufmännischen Fachwissen verhinderten die Etablierung eines Modells zur dauerhaften Zuweisung eines Teils der Solarstromerzeugung an lokale gemeinnützige Organisationen. Das von Solation entwickelte Modell integriert die Stromspende fest in die langfristige Energiestruktur der Immobilie und überwindet diese Hürden.

Funktionsweise und Vorteile des Modells

Der begünstigte Empfänger schließt einen Stromvertrag über seinen Gesamtbedarf ab. Ein vorab definierter Anteil der Solarstromerzeugung des Gebäudes wird zu einem Preis von null Cent pro Kilowattstunde geliefert. Der verbleibende Strombedarf der Organisation wird über ihren regulären Stromvertrag gedeckt. Dies eliminiert die Notwendigkeit eines separaten technischen Projektmanagements und gewährleistet die Verfügbarkeit von Solarstrom unabhängig von dessen Erzeugungszeitpunkt. Das Konzept basiert auf Solations etabliertem System der virtuellen Batterie für Mehrmieter-Gewerbegebäude, welches im vierten Quartal 2025 erstmals mit SolarEdge-Technologie eingeführt wurde.

Das innovative Modell von Solation entspricht den Anforderungen der deutschen Mieterstromverordnung. Hierbei wird Solarstrom als „virtuell gespeichert“ behandelt und anschließend den teilnehmenden Mietern im Gebäude zugewiesen. Dies maximiert den Eigenverbrauch des Solarstroms vor Ort, ohne eine physische Batteriespeicherlösung zu erfordern. Am Bonner Standort verbleiben rund 90 % des erzeugten Stroms im Gebäude, während 1 % dauerhaft einer lokalen gemeinnützigen Organisation zugewiesen wird.

Technologie und Skalierungspotenzial

SolarEdge wurde aufgrund seiner DC-optimierten PV-Systeme als Technologiepartner ausgewählt. Diese Systeme nutzen Leistungsoptimierer auf Modulebene, um die Energieerzeugung zu maximieren und Leistungsverluste durch Verschattung oder Modulabweichungen zu reduzieren. Diese Effizienzsteigerung trägt dazu bei, die Energiekosteneinsparungen sowohl für Gebäudemieter als auch für die begünstigten gemeinnützigen Organisationen zu erhöhen. Karl Viertel von SolarEdge, GM Enterprise Services Group, betonte die Rolle der Technologie, möglichst viel Energie und Wert aus jeder Dachfläche zu generieren, während gleichzeitig hohe Sicherheitsstandards für Gewerbegebäude gewährleistet werden.

  • Lokale gemeinnützige und soziale Organisationen im Raum Bonn können sich als erste Empfänger des Projekts bewerben.
  • Erforderlich sind eine räumliche Nähe von maximal 4,5 Kilometern zum Gebäude, ein jährlicher Stromverbrauch von über 100.000 kWh, ein Smart Meter und die Bereitschaft zu einem kompatiblen Stromtarif zu wechseln.
  • Die Spende beginnt nach Auswahl des Empfängers und Erfüllung der technischen und vertraglichen Voraussetzungen.
  • Sebastian Hugl, CEO von Solation, äußerte die Erwartung, dass das Konzept in Deutschland, wo rund 280.000 Bürogebäude existieren, bis 2030 in 1.000 Gebäuden implementiert wird. Eine solche Skalierung könnte einen substanziellen Beitrag zur lokalen Energieversorgung leisten.

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