Die Implementierung von Künstlicher Intelligenz (KI) im Bauwesen und im Bereich der Gewerbeimmobilien hat sich im vergangenen Jahr signifikant verstärkt. Trotz dieser Entwicklung sehen sich Organisationen weiterhin mit der Herausforderung konfrontiert, Pilotprogramme erfolgreich in den operativen Alltagsbetrieb zu überführen. Dies geht aus einer aktuellen Studie der Royal Institution of Chartered Surveyors hervor.
Der 'RICS AI in Commercial Property and Construction Report 2026', der auf globalen Rückmeldungen von über 3.100 Branchenexperten basiert, zeigt auf, dass mittlerweile rund zwei Drittel der Fachkräfte im Bausektor KI in unterschiedlichem Umfang einsetzen. Diese Zahlen unterstreichen eine wachsende Bereitschaft zur digitalen Transformation in einem traditionell eher konservativen Industriebereich.
Fortschritte und Barrieren bei der KI-Integration
Die Zunahme der KI-Adoption deutet auf ein wachsendes Bewusstsein für die potenziellen Effizienzvorteile und Innovationsmöglichkeiten hin, die diese Technologie bieten kann. Von der Optimierung der Planungsprozesse über die vorausschauende Wartung bis hin zur datengestützten Entscheidungsfindung bei Immobilieninvestitionen – die Anwendungsbereiche sind vielfältig. Trotzdem erweist sich die Skalierung initial erfolgreicher Projekte als komplex.
Ein wesentlicher Faktor für die persisting challenges liegt oft in der Integration neuer Technologien in bestehende Infrastrukturen und Arbeitsabläufe. Dazu kommen die Notwendigkeit umfangreicher Schulungen für Mitarbeiter sowie Fragen der Datenqualität und des Datenschutzes. Die Studie unterstreicht somit, dass der Weg von der experimentellen Nutzung zur umfassenden operativen Anwendung noch viele Hürden birgt.
Ausblick und Empfehlungen
Um die vollständigen Vorteile der KI auszuschöpfen, wird es für Unternehmen entscheidend sein, nicht nur in die Technologie selbst zu investieren, sondern auch in die Entwicklung einer strategischen Roadmap für ihre Implementierung. Dies beinhaltet die Schaffung klarer Richtlinien, die Etablierung interner Kompetenzen und die Förderung einer Kultur der Offenheit gegenüber technologischem Wandel. Der RICS-Bericht dient als wichtige Grundlage für Branchenakteure, um die Entwicklung und Nutzung von KI strategisch anzugehen und die Potenziale umfassend zu realisieren.














