Tivoli, der traditionsreiche Vergnügungsgarten in Kopenhagen, realisiert eine bedeutende Projektentwicklung mit der Neugestaltung seines Areals, die unter dem Namen Hikari bekannt ist. Dieses Vorhaben stellt die ambitionierteste gestalterische Überarbeitung seit der Eröffnung des Parks im Jahr 1843 dar. Die Fertigstellung ist für den 15. August 2026 terminiert, zu diesem Zeitpunkt wird der 2.000 m² umfassende Bereich als zeitgenössisch japanisch inspiriertes Stadtviertel zugänglich sein. Dieses Projekt interpretiert den bisherigen asiatischen Bereich von Tivoli neu und verbindet dabei japanische Kulturelemente mit der dänischen Hauptstadt.
Hikari integriert Architektur, Szenografie, Gastronomie und urbanes Design zu einem spezifischen Erlebnis. Die Konzeption ist von Japan inspiriert, bewahrt jedoch den Charakter des historischen Vergnügungsgartens. Als einer der ältesten Freizeitparks weltweit und Dänemarks meistbesuchte Touristenattraktion erhält Tivoli durch dieses designorientierte Projekt eine zusätzliche urbane Dimension. Es demonstriert zudem, wie Freizeitparkarchitektur gestalterischer Integrität gerecht werden kann. Tivoli erstreckt sich auf 80.000 m² zwischen dem Kopenhagener Hauptbahnhof und dem Rathaus und gilt als prägnanter öffentlicher Ort der Stadt.
Erweiterung und urbane Integration
In einer Metropole wie Kopenhagen, die regelmäßig zu den lebenswertesten Städten gehört, sind Möglichkeiten zur räumlichen Expansion begrenzt. Die Entwicklung des neuen Bereichs innerhalb von Tivoli schafft eine zusätzliche urbane Dimension, die den kulturellen, sozialen und räumlichen Wert des Parks erhöht, ohne dessen Grundfläche zu erweitern. Tivoli bietet seit 1843 Menschen aller Generationen Zugang zu kulturellem Leben und entwickelt sich damit als öffentlicher Begegnungsort sowie als prägender Bestandteil der zukünftigen urbanen Identität Kopenhagens kontinuierlich weiter. Der Name Hikari, japanisch für „Licht“, spiegelt die zentrale Rolle dieses Elements in der Gestaltung wider.
Der neue Bereich umfasst zwei Fahrgeschäfte, Gastronomieflächen, Einzelhandelsangebote, überdachte Außenbereiche sowie Orte zum Verweilen und zum Austausch. Das Projekt wurde unter fachlicher Begleitung japanischer Experten entwickelt und interpretiert Prinzipien japanischer Architektur sowie Landschaftsgestaltung präzise, ohne diese lediglich zu reproduzieren. Das Ergebnis erweitert Tivolis Tradition immersiver Erlebniswelten und verbindet sie mit einer global ausgerichteten Designsprache. Diese basiert auf gestalterischer Integrität, handwerklicher Qualität und räumlicher Kohärenz.
Materialität und Licht als prägende Elemente
Ein wesentliches Merkmal von Hikari ist der bewusste Einsatz von Materialität und Licht. Die Gebäude sind auf Langlebigkeit ausgelegt und wurden mit originalen Elementen aus Japan konstruiert. Dazu gehören rund 60 Tonnen Ziegel, etwa hundert Türen und Fenster aus massivem Holz sowie diverse traditionelle Artefakte und Kunstwerke. Die Verwendung authentischer Materialien verleiht dem Bereich Substanz, Haptik und Beständigkeit und grenzt ihn von temporären Themenwelten ab. Lichtinszenierungen sind seit jeher prägende Elemente von Tivoli, und in Hikari wird Licht nicht nur als visuelles Motiv, sondern als architektonisches Element genutzt, das den gesamten Bereich durchzieht – von beleuchteten Straßenräumen bis zur Atmosphäre.
Die Projektentwicklung Hikari stellt eine signifikante Investition in die Zukunft Tivolis dar, die seine Relevanz stärkt und zugleich die fast 200-jährige Tradition des Vergnügungsgartens respektiert. Als bisher größte thematische Investition verbessert Hikari das Besuchererlebnis und sichert die Anziehungskraft Tivolis für Besucher aus Dänemark und international. Dieses Vorhaben unterstreicht Tivolis Anspruch, kontinuierlich in seine Weiterentwicklung und Erlebniswelten zu investieren, indem es Tradition und Erneuerung miteinander verbindet. Tivoli wurde 1843 von Georg Carstensen gegründet und zählt zu den ältesten Freizeitparks der Welt. Es beherbergt über 30 Fahrgeschäfte, Gartenanlagen, Konzerte, Ballett und Restaurants.














