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München stärkt Olympiabewerbung mit vertieftem Konzept und Fokus auf Stadtentwicklung

Der Münchner Stadtrat hat die Unterstützung einer Olympiabewerbung durch den Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) für 2036, 2040 oder 2044 bekräftigt und einem finalen Konzept zugestimmt, das vertiefte Stadtentwicklungsprojekte und ein optimiertes Sportstättenkonzept beinhaltet.

München stärkt Olympiabewerbung mit vertieftem Konzept und Fokus auf Stadtentwicklung

In seiner jüngsten Vollversammlung hat der Münchner Stadtrat mit großer Mehrheit seine Unterstützung für eine Bewerbung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) um Olympische und Paralympische Spiele in den Jahren 2036, 2040 oder 2044 erneut bekräftigt. Zeitgleich wurde einem finalen Konzept zugestimmt, welches in den vergangenen Monaten durch das Referat für Bildung und Sport in enger Kooperation mit weiteren Referaten, dem Freistaat Bayern, Wissenschaftseinrichtungen, der Wirtschaft und dem organisierten Sport erarbeitet wurde.

Das präsentierte Konzept beinhaltet wesentliche Modifikationen, die eine Optimierung des Sportstättenkonzepts und des damit korrespondierenden Ticketpotenzials umfassen. Ergänzend dazu wurden in Zusammenarbeit mit MCube Consulting und Expertinnen und Experten der Technischen Universität München (TUM) detaillierte Steckbriefe für geplante Stadtentwicklungsprojekte in den Bereichen Mobilität, Grünanlagen sowie Unterbringung und Wohnen erstellt. Diese Steckbriefe ermöglichen erstmals eine strukturierte Bewertung der zentralen Stadtentwicklungsprojekte anhand einheitlicher Kriterien, darunter Kosten und Finanzierung, quantitativer und qualitativer Mehrwert, Machbarkeit und Zeitplan sowie die Identifikation potenzieller negativer Folgen und Maßnahmen zu deren Minimierung.

Optimiertes Sportstättenkonzept und neue Dimensionen der Stadtintegration

Das Münchner Bewerbungskonzept zeichnet sich weiterhin durch eine hohe Kompaktheit der Sportstätten aus, die die 'One Village'-Definition des DOSB übersteigt. Demnach sollte die Reisezeit vom Olympischen Dorf zur Wettkampfstätte maximal eine Stunde betragen. Aktuell liegt die Reisezeit bei 90 Prozent der Sportstätten unter 30 Minuten, wobei rund die Hälfte aller Sportarten im Olympiapark ausgetragen werden soll. Mehr als 90 Prozent der Athletinnen und Athleten wären im Olympischen Dorf untergebracht. Zu den Neuerungen im Sportstättenkonzept zählen die Hinzufügung der Ergänzungssportarten Baseball (Männer), Softball (Frauen), Cricket, Flag Football, Lacrosse und Squash. Für die Sportart Squash ist das neue Quartier des PaketPost-Areals als Austragungsort vorgesehen.

  • Eliminierung von zwei temporären Hallen am Standort Messe.
  • Entwicklung eines Konzepts für die Fußballturniere (Männer/Frauen) mit kürzeren Wegen, bei dem alle Teams im Olympischen Dorf untergebracht werden können.
  • Einbindung des Stadions an der Grünwalder Straße, des Olympiastadions (für ausgewählte Gruppenspiele) und des Standorts Ingolstadt als neue Spielorte zusätzlich zu Allianz Arena, Nürnberg, Augsburg und Stuttgart, wodurch die Notwendigkeit weiter entfernter Stadien entfällt.
  • Planung einer 'Olympischen Wiesn' auf einem Teilareal der Theresienwiese, um eine besondere Atmosphäre zu schaffen und das Volunteer Center zu beherbergen. Die Theresienwiese wird zudem als Austragungsort für Beachvolleyball-Wettkämpfe vorgesehen.

Impulse für Nachhaltigkeit und Mobilität durch 'Powerprojekte'

Zwei sogenannte 'Powerprojekte' unterstreichen die Fokussierung der Münchner Bewerbung auf Nachhaltigkeit und Innovationskraft. Das Projekt 'Grünes München + Zirkuläre Spiele' sieht die Vision der weltweit ersten zirkulären Olympischen und Paralympischen Spiele vor. Das Ziel ist es, nachzuweisen, dass Großveranstaltungen aktiv zur Stadtentwicklung beitragen können, indem sie Prinzipien der Zirkularität für Materialien, Infrastrukturen und Prozesse anwenden und messbare Effekte erzielen. Konkrete Maßnahmen umfassen zirkuläres Bauen, Infrastruktur, Klimaanpassung im öffentlichen Raum sowie Urban Mining und Materialkreisläufe. Das zweite 'Powerprojekt' namens 'Autonomes Fahren' nutzt die Spiele als Katalysator, um autonomes Fahren im ÖPNV zu implementieren. Ziel ist ein integriertes, nachhaltiges Mobilitätssystem, das über die Spiele hinaus skalierbare Demonstrationsprojekte und innovative Lösungen wie autonome Rikscha-Shuttles und datenbasierte Verkehrssteuerung etabliert.

Das detaillierte Konzept wird nun bis zum 4. Juni zusammen mit einem umfassenden Fragenkatalog beim DOSB eingereicht, welcher 25 Fragenbereiche zu fünf Nachhaltigkeitsfeldern abdeckt. Eine Evaluation der Konzepte der vier Bewerberregionen durch den DOSB, unter Einbeziehung olympischer Spitzenverbände und des Bundes, wird folgen. Die finale Entscheidung über die zu nominierende Region fällt am 26. September 2026 auf einer außerordentlichen DOSB-Mitgliederversammlung in Baden-Baden.

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