Das Siedlungswerk Nürnberg, eine staatliche Wohnungsbaugesellschaft, hat im Stadtteil Röthenbach Ost bereits zuvor durch Wohnungsneubauten zur Miete und für Eigentumsbildung zur Gestaltung des Baugebiets beigetragen. Nun wird in der Charkovstraße ein weiteres Projekt initiiert, das die Schaffung von 108 bezahlbaren Wohneinheiten für diverse Haushaltsgrößen – von Singles über Paare bis zu Familien mit Kindern – zum Ziel hat.
Bayerns Bauminister Christian Bernreiter nahm an der Grundsteinlegung für dieses Vorhaben teil. Er betonte die Bedeutung des Projekts für den Zuzugsraum Nürnberg und die Bereitstellung dauerhaft bezahlbaren und barrierefreien Wohnraums für über 200 Personen in einem Marktumfeld hoher Mieten. Das Ministerium hob hervor, dass dies ein Zeichen für zukunftsorientiertes Bauen setze.
Details zur Objektbeschreibung und Ausstattung
Die geplante Wohnanlage ist als L-förmiger Baukörper mit fünf Geschossen konzipiert. Alle der insgesamt 108 Wohneinheiten, die als Zwei- bis Vierzimmerwohnungen ausgeführt werden, sind barrierefrei gestaltet und verfügen über einen privaten Außenbereich in Form eines Balkons oder einer Terrasse. Der Zugang zu den Wohnungen erfolgt über Treppenhäuser und Laubengänge. Zur Förderung der Gemeinschaft ist ein Gemeinschaftsraum mit Teeküche vorgesehen. Ergänzend dazu werden großzügige Grün- und Freiflächen sowie ein Spielplatz zur Verfügung stehen. Das Mobilitätskonzept umfasst insgesamt 73 Pkw-Stellplätze, wovon zwei behindertengerecht sind, sowie 174 Fahrradstellplätze. Die Anbindung an den Hauptbahnhof Nürnberg ist durch den öffentlichen Personennahverkehr und den Individualverkehr innerhalb von 20 Minuten gewährleistet.
Beim Bau des Projekts kommen Methoden des seriellen Bauens zum Einsatz, darunter vollständig vorgefertigte Fassadenelemente in Holzrahmenbauweise. Diese Bauweise entspricht dem GEG-Standard und ermöglicht einen hohen Vorfertigungsgrad, kurze Montagezeiten und eine konsistente Ausführungsqualität. Die Wärmeversorgung der Anlage wird über einen Fernwärmeanschluss realisiert. Die Installation von Photovoltaikanlagen schafft die Basis für ein Mieterstrommodell, was die Energieeffizienz und Nachhaltigkeit des Projekts unterstreicht.
Finanzierung und langfristige Perspektive
Das Grundstück für das Bauvorhaben wurde mittels Erbbaurechtsvertrag aus Privateigentum akquiriert. Die Fertigstellung der Wohnungen ist für das Frühjahr 2028 avisiert. Eine Belegungsbindung von 55 Jahren sichert langfristig bezahlbare Mieten. Die Gesamtinvestitionssumme für das Projekt beläuft sich auf rund 34,3 Millionen Euro. Hierfür stellt der Freistaat Bayern einen Betrag von 12,5 Millionen Euro aus der Wohnraumförderung bereit.
Kristina Frank, Geschäftsführerin der Baunova Bayern GmbH, hob die Bedeutung des Projekts hervor, indem sie betonte, dass in der Charkovstraße nicht nur bezahlbarer Wohnraum geschaffen werde, sondern ein zukünftiges Zuhause für über 200 Menschen. Sie unterstrich den Anspruch, schnell und langfristig bezahlbaren Wohnraum zu realisieren.
Seit dem 6. März 2025 sind die BayernHeim GmbH, die Stadibau GmbH und das Siedlungswerk Nürnberg GmbH unter dem Dach der neu gegründeten Baunova Bayern GmbH vereint. Diese Dachgesellschaft bündelt Kompetenzen, optimiert bestehende Strukturen strategisch und nutzt Synergien der staatlichen Wohnungsbaugesellschaften. Die Baunova Bayern GmbH verwaltet mit ihren drei Tochtergesellschaften aktuell einen Bestand von etwa 19.600 Wohnungen und hat zusätzlich rund 5.300 Wohnungen im Bau.




