Rohde & Schwarz setzt die Modernisierung seines Stammsitzes in München mit einem Neubauprojekt fort, das in zwei Bauabschnitten realisiert wird. Geplant ist die Errichtung eines fünfstöckigen Baukörpers, der sich aus vier ringförmig angeordneten Trakten zusammensetzt, deren Höhe an die umliegende Bebauung angepasst ist. Ergänzt wird dies durch einen 65 Meter hohen Turm. Diese Neubauten ersetzen alte Gebäudestrukturen aus den 1920er- und 1950er-Jahren, deren Zustand eine Modernisierung nicht zuließ und die bereits teilweise abgerissen wurden.
Christian Leicher, President und CEO von Rohde & Schwarz, äußerte sich zu der Investition, indem er betonte, sie spiegele das Vertrauen in die zukünftige Entwicklung des Unternehmens und die Erwartung der Fortsetzung des Wachstumskurses wider. Die Weiterentwicklung des Betriebsgeländes, einschließlich des neuen Areals, wurde als klares Bekenntnis zum Standort München als Hauptsitz des Unternehmens gewertet.
Städtebauliche Integration und Qualitätsanspruch
Die städtebaulichen Zielsetzungen für das Areal im Rahmen des Bebauungsplanverfahrens, dessen Abschluss für 2028 avisiert ist, umfassen eine kompakte, flächensparende Bebauung und eine qualitative Aufwertung des Umfeldes im Werksviertel. Zudem soll das sogenannte Campusband, eine zentrale grüne Achse, auf dem neu zu bebauenden Teil des Rohde & Schwarz Geländes fortgeführt werden. Dieses Element dient als Verbindung zwischen den verschiedenen Gebäuden. Stephan Georg Kahl Gustafsson, Geschäftsführer der R&S Immobilienmanagement GmbH, hob hervor, das Projekt demonstriere den architektonischen Anspruch und die Ambition von Rohde & Schwarz. Der markante Gebäudekomplex wird ein Zeichen im Stadtbild Münchens setzen und die Bedeutung des Unternehmens als regionaler Arbeitgeber unterstreichen.
Die Höhe des geplanten 65-Meter-Turms, der im Zentrum des Betriebsgeländes zwischen Mühldorfstraße und Trausnitzstraße einen architektonischen Akzent im Werksviertel setzen soll, machte die Aufstellung eines Bebauungsplans mit Grünordnung erforderlich. Die Grundlage hierfür bildet ein städtebaulicher und freiraumplanerischer Entwurf. Die Qualitätskriterien der Hochhausstudie 2023 waren maßgebend für die Entwicklung dieses Entwurfs, um den hohen gestalterischen und gesellschaftlichen Anforderungen an Hochhausprojekte in München gerecht zu werden. Hierfür wurde im Herbst 2025 in Zusammenarbeit mit der Landeshauptstadt München ein Wettbewerbsverfahren initiiert, an dem unter anderem die Stadtplaner von BGSM Architecture und RKW Architektur+ beteiligt waren. RKW Architektur+ hat bereits den Entwurf für den ersten Bauabschnitt geliefert, der aktuell zu einem Teil realisiert wird.
Im Rahmen eines Ideen- und Realisierungswettbewerbs reichten elf Architekturbüros aus verschiedenen Ländern ihre Entwürfe ein. Eine Wettbewerbsjury, bestehend aus Vertretern der Stadt München, des Konzerns und Fachpreisrichtern, wählte Ende Februar 2026 drei Konzepte aus. Diese stammten von Cobe und C.F. Møller, beide aus Kopenhagen, sowie von Snøhetta mit Hauptsitz in Oslo. Rohde & Schwarz favorisiert den Entwurf der österreichischen Dependance Snøhetta Studio Innsbruck ZT GmbH. Die Entwürfe sind vom 11. bis 23. Juni 2026 in einer öffentlichen Ausstellung im Bürogebäude i8, Green Building, in der August-Everding-Straße 24 in München im Werksviertel zugänglich.




