Marktanalyse··3 min

Deutsche Pfandbriefbank AG erzielt positives Halbjahresergebnis und starkes Neugeschäftswachstum

Die Deutsche Pfandbriefbank AG (pbb) verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Vorsteuergewinn von 16 Mio. €, getragen von einer Normalisierung der Risikovorsorge und einem signifikanten Anstieg des Neugeschäfts.

KI-generiertDeutsche Pfandbriefbank AG erzielt positives Halbjahresergebnis und starkes Neugeschäftswachstum – KI-generiertes Symbolbild
Deutsche Pfandbriefbank AG erzielt positives Halbjahresergebnis und starkes Neugeschäftswachstum. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

Die Deutsche Pfandbriefbank AG (pbb), eine spezialisierte europäische Bank für gewerbliche Immobilienfinanzierung, hat im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 einen Gewinn vor Steuern von 16 Millionen Euro erwirtschaftet. Dieser Betrag basiert auf IFRS-Standards, ist auf Konzernebene erhoben und prüferisch durchgesehen. Davon entfielen 10 Millionen Euro auf das zweite Quartal des Jahres, während das erste Quartal 6 Millionen Euro beisteuerte.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr 2025, in dem aufgrund eines strategischen Rückzugs aus den USA und damit verbundenen Sonderaufwendungen für Risikovorsorge noch ein Ergebnis von -249 Millionen Euro zu verzeichnen war, stellt dies eine deutliche Verbesserung dar. Die Risikovorsorge normalisierte sich im ersten Halbjahr 2026 auf -13 Millionen Euro, nach -323 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der CEO der pbb, Kay Wolf, kommentierte, dass trotz eines anhaltend volatilen Marktumfeldes ein solides Halbjahresergebnis erzielt wurde. Er betonte weiterhin, dass die Transformation der Bank auf einem guten Weg sei und das Neugeschäft deutlich und profitabel wachse.

Die operativen Erträge sanken im ersten Halbjahr 2026 auf 167 Millionen Euro (H1 2025: 206 Millionen Euro). Dies ist primär auf ein geringeres Zinsergebnis von 165 Millionen Euro (H1 2025: 211 Millionen Euro) zurückzuführen. Ursächlich für diesen Rückgang waren insbesondere das reduzierte Real Estate Finance-Portfoliovolumen sowie Kosten im Zusammenhang mit der Abschirmung des performanten Teils des US-Portfolios durch einen im Dezember 2025 vereinbarten „Significant Risk Transfer“. Positiv hob Herr Wolf die Fortschritte bei der Diversifikation der Erträge hervor, sichtbar an den deutlich gestiegenen Erträgen im Segment Real Estate Investment Solutions.

Entwicklung des Neugeschäfts und Portfoliostabilisierung

Im Segment Real Estate Finance Solutions (REFS) konnte das Neugeschäft im ersten Halbjahr 2026 signifikant gesteigert werden. Es wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 18 Prozent auf 3,1 Milliarden Euro, wobei 1,8 Milliarden Euro auf das zweite Quartal entfielen (H1 2025: 2,6 Milliarden Euro). Der Anteil der Neuzusagen stieg in diesem Zeitraum auf 67 Prozent (H1 2025: 23 Prozent). Der Return on Tangible Equity (RoTE) für das europäische Neugeschäft lag bei 7 Prozent und somit im Zielkorridor der pbb.

  • Hotelimmobilien
  • Senior Living
  • Student Housing
  • Data Center

Diese strategisch bedeutsamen Nutzungsarten machten im zweiten Quartal bereits 23 Prozent des Neugeschäfts der Bank aus (H1 2026: 14 Prozent). Das Bestandsvolumen des REF-Portfolios stabilisierte sich zur Jahresmitte bei 26,8 Milliarden Euro (Q1 2026: 26,8 Milliarden Euro; H1 2025: 28,2 Milliarden Euro), selbst unter Berücksichtigung des schneller als geplant voranschreitenden Abbaus des US-Portfolios. REFS trug im zweiten Quartal 2026 mit 14 Millionen Euro zum Vorsteuerergebnis bei, was einer Steigerung um 3 Millionen Euro gegenüber dem Vorquartal entspricht.

Ergebnisse in Real Estate Investment Solutions und Ausblick

Im Bereich Real Estate Investment Solutions (REIS) stiegen die operativen Erträge im zweiten Quartal deutlich auf 14 Millionen Euro (Q1 2026: 11 Millionen Euro), vor allem bedingt durch geplante Erträge aus Transaktionsaktivitäten. Die Assets under Management erhöhten sich auf 3,1 Milliarden Euro (Q1 2026: 3,0 Milliarden Euro). Insgesamt erzielte REIS im zweiten Quartal 2026 einen Vorsteuergewinn von 2 Millionen Euro (Q1 2026: 0 Millionen Euro).

Die Risikovorsorge belief sich im ersten Halbjahr 2026 auf -13 Millionen Euro, wobei keine zusätzlichen Risikokosten in den USA anfielen. Der Verwaltungsaufwand erhöhte sich im ersten Halbjahr 2026 auf 126 Millionen Euro (H1 2025: 115 Millionen Euro), bedingt durch gestiegene strategische Investitionen in REIS bei gleichzeitig rückläufigen Aufwendungen in REFS. Die bereinigte Cost-Income-Ratio (CIR) lag bei 77 Prozent, wobei die pbb an ihrem Ziel festhält, für das Geschäftsjahr 2026 eine CIR zwischen 70 und 75 Prozent zu erreichen. Die Kernkapitalquote (CET1) stieg zum Ende des ersten Halbjahrs 2026 auf 14,6 Prozent (Q1 2026: 13,4 Prozent), primär infolge positiver Effekte aus regulatorischen Anpassungen im F-IRBA-Standard. Die Liquiditätsausstattung bleibt mit einer Liquiditätsdeckungsquote von 402 Prozent (H1 2025: 330 Prozent) weiterhin solide.

Für das Gesamtjahr 2026 plant die Bank unverändert ein Neugeschäftsvolumen zwischen 7,5 und 8,5 Milliarden Euro (2025: 6,3 Milliarden Euro). Trotz der voranschreitenden Reduktion des US-Geschäfts strebt die pbb zum Jahresende ein REFS-Finanzierungsvolumen von mindestens 27 Milliarden Euro an. Die Bank hält trotz weiterhin hoher Marktvolatilität an ihrer Gesamtprognose für das Geschäftsjahr 2026 fest.

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