Office Space in Town (OSiT), ein etablierter Anbieter flexibler Büroflächen in London, hat eine Refinanzierungsvereinbarung mit einem Volumen von 129 Mio. £ erfolgreich abgeschlossen. Die Transaktion, welche eine Laufzeit von mindestens zwei Jahren aufweist, spiegelt die Attraktivität des Londoner Gewerbeimmobilienmarktes wider. Aberdeen Investments fungiert als vorrangiger Kreditgeber mit einer Finanzierung von rund 72 Mio. £ und setzt damit die seit sieben Jahren bestehende Partnerschaft mit OSiT fort. Die Finanzberatung erfolgte durch PwC.
Die Vereinbarung sichert die Finanzierung für vier OSiT-Bürogebäude in der Londoner Tarifzone 1. Zu diesen Standorten zählen St Paul’s, Liverpool Street, Monument und Waterloo. Das gesamte britische Portfolio von OSiT umfasst eine Fläche von rund 20.900 Quadratmetern (225.000 Quadratfuß) und beinhaltet weitere Standorte in London Blackfriars und Cardiff. Eine Besonderheit der flexiblen Arbeitswelten von OSiT ist deren thematische Gestaltung, wie beispielsweise der Standort Waterloo, der von „Alice im Wunderland“ inspiriert ist, das OSiT Monument im Stil einer Superyacht oder das OSiT Liverpool Street, welches an das Spiel „Monopoly“ angelehnt ist.
Markt und Geschäftsmodell
Nach Einschätzung des Immobiliendienstleisters CBRE werden flexible Büroflächen bis zum Jahr 2030 voraussichtlich ein Fünftel des Londoner Marktes ausmachen. Unternehmen suchen verstärkt nach anpassungsfähigen Arbeitsplatzlösungen, die kürzere Vertragslaufzeiten, schnellen Zugang zu erstklassigen Lagen und die flexible Anpassung der Fläche an sich wandelnde Anforderungen ermöglichen.
OSiT wurde im Mai 2009 von den Geschwistern Giles und Niki Fuchs gemeinsam mit ihrer Partnerin Sarah Singlehurst gegründet. Das Unternehmen differenziert sich durch sein Eigentümer-Betreiber-Modell, bei dem es alle Gebäude selbst erwirbt, renoviert und betreibt. Dies erlaubt es OSiT, von derzeit niedrigen Kapitalkosten beim Erwerb von Büroimmobilien in der Londoner Zone 1 zu profitieren und gleichzeitig Wertsteigerungen sowie stabile Ertragsströme zu generieren. Dieser Ansatz ermöglicht die Schaffung maßgeschneiderter „Omni-Office“-Umgebungen, die auf Mieterbedürfnisse zugeschnitten sind, und die Optimierung von Raumaufteilung und Serviceleistungen.
- —Integrierte Angebote an den Standorten: Fitnessstudios, Ruheräume, Café-Bars auf der Dachterrasse.
- —Ergänzungen für künftige Gebäude: Padel-Tennisplätze auf dem Dach, Kindertagesstätten, Zahnarztpraxen.
- —Durchschnittliche Mietdauer: 44 Monate an fünf Londoner Standorten von OSiT per Juni 2026, gegenüber 22 Monaten Marktdurchschnitt.
Zukünftige Strategie und Ausblick
Giles Fuchs, Mitbegründer von OSiT, bezeichnete die Refinanzierungsvereinbarung als bedeutenden Meilenstein, der die Stärke des Eigentümer-Betreiber-Modells des Unternehmens unterstreiche. Er hob hervor, dass OSiT ein Geschäftsmodell entwickelt habe, das durch Service, Design und langfristige Mieterbeziehungen auf Wertsteigerung und stabile Erträge ausgerichtet ist. Diese Unterstützung ermögliche es, das Portfolio weiter zu stärken und erstklassige flexible Arbeitsflächen anzubieten.
OSiT strebt nun die Zusammenarbeit mit einem Investitionspartner an, um den Erwerb neuer Gebäude in erstklassigen Lagen (Zone 1) zu finanzieren und das bewährte Eigentümer-Betreiber-Modell auszubauen. Die geplante nächste Investitionsphase soll die Weiterentwicklung der „Omni-Office“-Vision vorantreiben, welche auf die Schaffung größerer, integrierter Arbeitsumgebungen abzielt. Martin Barnewell, Leiter Gewerbeimmobilien bei Aberdeen Investments, äußerte sich positiv über die langjährige Geschäftsbeziehung und die Widerstandsfähigkeit des OSiT-Geschäftsmodells, insbesondere nach den Covid-Lockdowns, und freue sich auf die weitere Unterstützung des Unternehmenswachstums.













