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Ehemaliges Frauengefängnis in Berlin-Moabit transformiert zu Kulturstandort

Nach einer umfassenden denkmalgerechten Sanierung durch die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH ist das ehemalige Frauengefängnis in der Lehrter Straße 61 in Berlin-Moabit nun ein neuer Kulturstandort.

KI-generiertEhemaliges Frauengefängnis in Berlin-Moabit transformiert zu Kulturstandort – KI-generiertes Symbolbild
Ehemaliges Frauengefängnis in Berlin-Moabit transformiert zu Kulturstandort. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

Die BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH (BIM) hat das ehemalige Frauengefängnis in der Lehrter Straße 61 in Berlin-Moabit offiziell an die Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie die Kulturraum Berlin gGmbH (KRB) übergeben. Diese Übergabe markiert den Abschluss einer umfassenden Sanierung eines Gebäudes von historischer Bedeutung für Berlin.

Die Sanierungsarbeiten, welche unter der Planung und Leitung der Renner Architekten GmbH stattfanden, haben ein denkmalgeschütztes Gebäude mit einer Fläche von rund 7.000 Quadratmetern umgestaltet. Das Gebäude, das zwischen 1898 und 1900 nach Plänen des preußischen Regierungsbaumeisters Heinrich Adolf Holland errichtet wurde, diente lange Jahre dem Justizvollzug. Seit der Beendigung des Gefängnisbetriebs im Jahr 2013 wurde es zwischenzeitlich als Filmkulisse genutzt, bevor im Jahr 2022 die Entscheidung für eine kulturelle Nachnutzung getroffen wurde. Das Land Berlin investierte 17,7 Millionen Euro in dieses Projekt.

Neue Nutzung für Berlins Freie Szene

Im Rahmen des Arbeitsraumprogramms des Landes Berlin stehen nun 49 geförderte Musikproberäume und 32 geförderte Ateliers zur Verfügung. Diese Räume werden zu subventionierten Konditionen, die unterhalb der Marktmiete liegen, an professionelle Künstler der Berliner Freien Szene vergeben. Die Auswahl erfolgte durch transparente Vergabeverfahren, an denen sich Bildende Künstler und Musiker über die Kanäle des Arbeitsraumprogramms bewarben und von unabhängigen Fachjurys ausgewählt wurden. Die ersten Künstler haben bereits im August ihre neuen Arbeitsräume bezogen.

Stefan Evers, Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, hob hervor, dass durch diese Maßnahme bezahlbare Arbeitsräume für die Freie Szene gesichert werden, was eine wesentliche Voraussetzung für die kontinuierliche Möglichkeit künstlerischer Produktion in Berlin darstellt. Er betonte, dass Ateliers und Proberäume das Fundament künstlerischer Arbeit bilden und kein Nebenaspekt sind. Tatjana Adams, kommissarische Geschäftsführerin der BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, erläuterte, dass bei der Sanierung ein Gleichgewicht zwischen der Bewahrung der denkmalgeschützten Substanz und der Eröffnung für eine neue Nutzung gefunden werden musste. Historische Spuren wie Zellentüren, vergitterte Fenster und erhaltene Hafträume blieben erhalten, während zeitgemäße und barrierefreie Räume für künstlerisches Arbeiten geschaffen wurden.

Zu den wesentlichen Sanierungsmaßnahmen gehörten die Restaurierung der Klinkerfassaden sowie historischer Fenster und Türen, der Rückbau späterer Einbauten, die Erneuerung der technischen Gebäudeausrüstung, die Herstellung von Barrierefreiheit durch den Einbau von Aufzügen und der akustische Ausbau der Musikproberäume. Besonderer Wert wurde auf den Erhalt historischer Elemente gelegt. Dirk Förster, Geschäftsführung der Kulturraum Berlin gGmbH, bemerkte, dass Projekte wie die Lehrter Straße 61 zeigen, wie der Marktlogik mit gemeinwohlorientierten Ansätzen begegnet werden kann, indem wichtige Freiräume für Kunst und Kultur in öffentlichen Immobilien langfristig gesichert werden.

Die Entwicklung wird fortgesetzt: Ab Ende 2026 beginnt der zweite Bauabschnitt mit der Sanierung des benachbarten, ehemaligen Gerichtsgebäudes in der Lehrter Straße 60. Dort sollen flexible Räume entstehen, die stunden-, tage- oder wochenweise nach dem Modell der geförderten Kultur Räume Studios an wechselnde Personen und Gruppen vergeben werden, anstatt langfristiger Mietverträge.

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