Am Marienplatz in München setzte das Bündnis PRO Olympia kürzlich, genau einen Monat vor der Entscheidung des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB) über die nationale Kandidatur für Olympische und Paralympische Spiele, ein sichtbares Zeichen. Unter dem Slogan „Für Deutschlands echte Olympia-Chance“ wurde in Anwesenheit von Oberbürgermeister Dominik Krause, Wirtschaftsreferent Dr. Christian Scharpf und weiteren Unterstützern der Countdown bis zur außerordentlichen DOSB-Mitgliederversammlung am 26. September in Baden-Baden eingeleitet.
Die Wahl des Zeitpunkts war bewusst auf den 54. Jahrestag der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele 1972 gelegt. Die Aktion verwies damit auf das bestehende olympische Erbe Münchens und lenkte gleichzeitig den Blick auf eine mögliche zukünftige Ausrichtung. Nach einer symbolischen Countdown-Initiierung durch das Münchner Kindl am drei Meter hohen Riesen-Dackel von München Tourismus, entrollten Mitarbeiter aus der Tourismusbranche unter der Begleitung der historischen Olympia-Fanfare ein zwanzig mal zehn Meter großes Banner mit dem genannten Slogan.
Bedeutung für den Wirtschaftsstandort
Wolfram Hatz, als Vertreter des Bündnisses PRO Olympia und Präsident der vbw – Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V., betonte die Überzeugung, dass München die Kapazitäten zur Ausrichtung der Spiele besitze. Die bayerische Wirtschaft setze sich nachdrücklich für die Rückkehr der Olympischen Spiele nach München ein. Er hob hervor, dass eine solche Austragung über ein reines Sportevent hinausgehe und vielmehr eine gelebte Standortpolitik darstelle. Die Spiele böten eine wesentliche Chance, die globale Sichtbarkeit der Stadt zu erhöhen und einen Impuls für den Wirtschaftsstandort zu generieren. Erwartete Investitionen in Infrastruktur, Wohnen und Verkehr würden Bürger und Unternehmen weit über München hinaus profitieren lassen. Laut Hatz sei München und Bayern in Deutschland am besten in der Lage, ein Event dieser Größenordnung zu realisieren.
David Boppert, Vorsitzender des IHK-Regionalausschusses Landeshauptstadt München, äußerte die feste Überzeugung der Wirtschaft, dass München die Olympischen Spiele erfolgreich ausrichten könne. Er hob den Zusammenhalt von Wirtschaft, Kultur, Politik und Sport als ein klares Signal aus der Landeshauptstadt an Sportdeutschland hervor. Die Münchner Olympiabewerbung zeichne sich durch Nachhaltigkeit, kurze Wege, zukunftsorientierte Mobilität, zentrale Wettkampfstätten im Stadtzentrum und Gastfreundschaft aus. Die Forderung der Wirtschaft sei es, München ins Rennen zu schicken.
Münchens einzigartiges Konzept
Oberbürgermeister Dominik Krause unterstrich die Bereitschaft Münchens und verwies auf das seit 1972 lebendige olympische Erbe. Dieses Erbe werde durch ein nachhaltiges und zukunftsorientiertes Konzept weiterentwickelt, welches durch innovative Projekte ganz Deutschland zugutekommen könne. Er betonte die weltweite Strahlkraft der Stadt und den besonderen Rückhalt in der Münchner Bevölkerung. Diese Kombination mache die Bewerbung einzigartig und biete Deutschland die größte Chance bei der späteren internationalen Entscheidung zur Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele.
Dr. Christian Scharpf, Referent für Arbeit und Wirtschaft, hob das internationale Ansehen Münchens und seine touristische Anziehungskraft hervor, welche die Stadt zu einem vielversprechenden deutschen Kandidaten machten. Er betonte, dass die Stadt auf vielen Ebenen von diesem Großereignis profitieren würde und dass die Münchner Wirtschaft daher die Olympiabewerbung vollumfänglich unterstütze. Das Bündnis PRO Olympia brachte mit dem selbstbewussten Slogan seine zentrale Überzeugung zum Ausdruck, dass es bei der nationalen Entscheidung nicht nur um die innerdeutsche Zustimmung gehe, sondern ebenso darum, welche Bewerbung sich im internationalen Wettbewerb durchsetzen könne. Die finale Entscheidung über die deutsche Bewerberregion erfolgt am 26. September durch die außerordentliche DOSB-Mitgliederversammlung in Baden-Baden.













