Das Innovationsfestival NEW bauhaus, welches am 2. und 3. September 2026 in der Weimarhalle stattfindet, verzeichnet eine substanzielle Beteiligung des Bundesministeriums für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB). Mehrere Fach- und Führungskräfte des Ministeriums bringen sich in das Programm ein. Die Schirmherrschaft für die Veranstaltung wurde bereits im Vorfeld von Bundesbauministerin Verena Hubertz übernommen.
Die offizielle Eröffnung erfolgt durch Staatssekretär Dr. Olaf Joachim, der ein Grußwort in Vertretung der Bundesbauministerin spricht. Die Agenda umfasst eine Vielzahl von Themen, die für die zukünftige Entwicklung des Bausektors als relevant erachtet werden. Dazu zählen die Transformation der Bauwirtschaft, die Rolle Internationaler Bauausstellungen, innovative Forschungsansätze, Smart Cities sowie die Unterbringung wohnungsloser Personen.
Michael Kynast, Geschäftsführer der Messe Erfurt und Veranstalter im Auftrag der Thüringer Landesregierung, unterstreicht die Bedeutung der politischen Unterstützung. Er merkt an, dass die Unterstützung des BMWSB mit Themen nach Weimar komme, die entscheidend für die Zukunft des Bauens seien, und den Austausch mit Wirtschaft, Wissenschaft und Praxis fördere.
Fokusthemen und Beiträge
Reiner Nagel, Sprecher des NEW bauhaus-Präsidiums und Vorstandsvorsitzender der Bundesstiftung Baukultur, leitet die Veranstaltung unter dem Motto „Das neue Bauen beginnt jetzt“ ein. Ein zentraler Aspekt ist die soziale Dimension der gebauten Umwelt. André Riemer, Leiter des Referats „Nationaler Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit, Förderung von Barrierefreiheit und Wohnen für besondere Bedarfsgruppen“ im BMWSB, stellt hierbei den Leitfaden für die Unterbringung wohnungsloser Menschen vor. Dieser Beitrag referiert auf den 2024 vom Bundeskabinett verabschiedeten Nationalen Aktionsplan gegen Wohnungslosigkeit und das Ziel, Wohnungs- und Obdachlosigkeit in Deutschland bis 2030 zu überwinden.
Im Programmslot „IBA – Transformation durch Innovation“ widmen sich Andreas Hofer, Geschäftsführer der Internationalen Bauausstellung 2027 StadtRegion Stuttgart (IBA’27), und Jan Schultheiss, Referent für europäische und internationale Stadt- und Raumentwicklungspolitik im BMWSB, der Rolle Internationaler Bauausstellungen bei urbanen und regionalen Veränderungsprozessen.
Neue Ansätze für den Bausektor werden unter dem Titel „Forschen, Bauen, Transformieren: Impulse aus dem Projekt ReBuilt“ diskutiert. Hierbei ist MinDir Dirk Scheinemann, Abteilungsleiter Baupolitik, Bauwirtschaft und Bundesbau im BMWSB, involviert. Er erörtert die Sachlage gemeinsam mit Prof. Dr. Philipp Misselwitz, CEO Bauhaus Erde, Dr. Anne Holsten, Leiterin des Projekts ReBuilt bei Bauhaus Erde, und Dr.-Ing. Elena Wiezorek, Direktorin der Bundesstiftung Bauakademie. Dirk Scheinemann ist außerdem beim „Transformationsbarometer Bauwirtschaft 2025/2026“ anwesend, wo er mit Akteuren aus Bundesstiftung Bauakademie, Ingenieurwesen und Handwerk den Stand der Transformation entlang der Wertschöpfungskette Bau erörtert.
Umfassender Diskurs für die Zukunft des Bauens
Die kommunale Umsetzung findet Beachtung im Beitrag „Klimaneutrale und smarte Städte – Bericht aus der Praxis“, wo Dr. Beate Ginzel, Leiterin des Referats Digitale Stadt, EU-Mission und Smart City der Stadt Leipzig, praktische Erkenntnisse teilt. Festivaldirektor Michael Rücker unterstreicht die Breite der Themen, die von Wohnungslosigkeit bis zu Internationalen Bauausstellungen reichen, und betont, dass die Transformation soziale, technologische, wirtschaftliche und stadtentwicklungspolitische Fragen integrieren müsse. Das Innovationsfestival dient als Plattform für Akteure aus Bau- und Immobilienwirtschaft, Politik, Wissenschaft, Planung und Gesellschaft, um Lösungsansätze für die Transformation von Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung zu entwickeln.














