Der deutsche Transaktionsmarkt für Immobilien verzeichnet eine deutliche Erholung. Die Due Diligence Plattform Drooms prognostiziert auf Basis der im ersten Halbjahr 2026 auf ihrer Plattform verzeichneten Transaktionen einen erheblichen Zuwachs der Immobilientransaktionen in Deutschland. Die bisherigen Zahlen des ersten Halbjahres 2026 entsprechen bereits rund 75 Prozent der gesamten Transaktionen des Vorjahres 2025.
Bereits im „Real Estate Trends Report“ des Jahres 2025 wurde eine Stagnation der Transaktionsdauer als ein erstes Erholungssignal interpretiert. Die aktuellen Daten bestätigen, dass diese Erholung sich nun auch in der Anzahl der Transaktionen manifestiert. Sollte sich der Trend des ersten Halbjahres 2026 fortsetzen, wird für das Gesamtjahr ein Anstieg von 50 Prozent gegenüber 2025 erwartet.
Stärkere Marktdynamik nach Stabilisierung
Alexandre Grellier, CEO von Drooms, merkt an, dass die Transaktionszahlen in den vergangenen Jahren relativ konstant waren und nur geringfügige Schwankungen aufwiesen. Erstmals seit Beginn der Ukraine-Krise seien nun jedoch deutlichere Aufwärtsbewegungen zu beobachten. Zum Vergleich: Zwischen 2024 und 2025 stieg die Transaktionszahl lediglich um 4,11 Prozent.
Diese positive Entwicklung des deutschen Marktes spiegelt sich auch im gesamteuropäischen Kontext wider. Setzt sich der beobachtete Trend fort, könnte dies zu einem europaweiten Anstieg der Transaktionszahlen um 27,24 Prozent führen. Grellier hebt hervor, dass die gestiegene Dynamik am deutschen Transaktionsmarkt im europäischen Vergleich besonders auffällig sei. Er führt dies auf eine verbesserte Preisfindung zwischen Käufern und Verkäufern oder einen erhöhten Verkaufsdruck zurück. Gleichzeitig betont er, dass angesichts der globalen Unsicherheiten die Dauer dieser positiven Stimmung nicht abzuschätzen sei. Eigentümer mit Verkaufsabsicht sollten daher stets transaktionsbereit sein, um die aktuelle Marktdynamik nutzen zu können.
Zuwachs bei Transaktionsvolumen und -zahlen
Auch das Transaktionsvolumen zeigte im ersten Halbjahr einen Zuwachs. CBRE registrierte ein Plus von 13 Prozent, was einem Volumen von nahezu 16,2 Milliarden Euro entspricht. Die durchschnittliche Dealgröße lag bei rund 20 Millionen Euro. Insgesamt wurden von CBRE 800 Transaktionen in Deutschland im ersten Halbjahr 2026 erfasst.
Jan Linsin, Head of Research Germany bei CBRE, bestätigt die graduelle Erholung des Marktes. Trotz der anhaltenden geopolitischen Unsicherheiten, die eine gewisse Zurückhaltung verursachen, erholt sich der Markt im Grundsatz. Die Preisfindung funktioniert besser als im Jahr 2025, und die Fundamentaldaten bleiben intakt. Als maßgebliche Treiber dieser Erholung identifiziert Linsin die Top-7-Märkte, großvolumige Transaktionen im Bürosegment sowie Portfoliodeals im Bereich Pflege- und Gesundheitsimmobilien, Logistik und Wohnen.














