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Gewerbeimmobilien wieder an der Spitze der Investorenpräferenzen

Eine aktuelle Umfrage von SitusAMC zeigt, dass Gewerbeimmobilien aufgrund ihrer Stabilität wieder als bevorzugte Anlageklasse gelten.

KI-generiertGewerbeimmobilien wieder an der Spitze der Investorenpräferenzen – KI-generiertes Symbolbild
Gewerbeimmobilien wieder an der Spitze der Investorenpräferenzen. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

Laut dem jüngsten ValTrends-Bericht von SitusAMC, zusammengefasst von Peter Muoio, Senior Director von SitusAMC Insights, haben sich Gewerbeimmobilien (CRE) erneut als bevorzugte Anlageklasse in der vierteljährlichen Investorenpräferenzumfrage des Unternehmens etabliert. Muoio erläuterte in einem Webinar unter dem Titel „CRE Sentiment Improves, but Activity Remains in Check“, dass CRE derzeit als stabiles Investment im Vergleich zu anderen Anlageklassen wahrgenommen wird.

Diese Entwicklung ist laut Muoio darauf zurückzuführen, dass Investoren Gewerbeimmobilien in turbulenten Zeiten als stabiler erachten als andere Anlageformen. Faktoren wie Zölle, der Krieg im Iran und eine erhöhte Unsicherheit tragen dazu bei, dass Bargeldanlagen und Gewerbeimmobilien bevorzugt werden, da diese weniger extremen Schwankungen unterliegen als Aktien- und Anleihemärkte. Dies signalisiert, dass Kapital den Gewerbeimmobilienmarkt nicht meidet.

Angleichung von Kauf- und Verkaufsinteressen

Ein interessantes Phänomen der jüngsten Quartalsdaten ist, dass die Präferenz zum Verkauf und die Präferenz zum Kauf innerhalb des Gewerbeimmobiliensegments erstmals seit mehreren Jahren wieder gleichauf lagen. Nach der Straffung der Geldpolitik durch die Fed im Jahr 2022 klafften Kauf- und Verkaufsaktivitäten auseinander, wobei das Halten von Immobilien dominierte. Die jetzige Annäherung könnte eine Angleichung der Marktansichten von Käufern und Verkäufern bedeuten und damit ein wachsendes Potenzial für zukünftige Transaktionen signalisieren.

Die Kapitalverfügbarkeit bleibt jedoch weiterhin eingeschränkt, sowohl für Eigenkapital als auch für Fremdkapital. Dies ist auf die anhaltende Unsicherheit zurückzuführen. SitusAMC beobachtet, dass die Analysen für Eigen- und Fremdkapital zunehmend eigenschafts- und mikrobereichsspezifisch werden. Eine breite Streuung ist nicht mehr zielführend; stattdessen ist eine selektivere Vorgehensweise bei Kreditvergabe und Eigenkapitalinvestitionen erforderlich. Dies erklärt die historisch höhere Varianz der Renditen zwischen einzelnen Objekten, bedingt durch technologische Veränderungen in der Nutzung von Büro-, Industrie- und Einzelhandelsflächen.

Neu gewichtete Präferenzen bei den Assetklassen

Investoren zeigen derzeit eine ausgewogenere Sicht auf verschiedene Anlageklassen. Während in den vergangenen Jahren Wohnimmobilien, insbesondere Mehrfamilienhäuser, die bei weitem bevorzugteste Kategorie darstellten, gefolgt von Industrieimmobilien – angetrieben durch das Wachstum von KI und Rechenzentren –, ist eine Verschiebung erkennbar. Im vierten Quartal 2025 stieg der Anteil der Investoren, die Büros als bevorzugte Anlageklasse nannten, von zuvor 0-2 Prozent auf 22 Prozent. Für das zweite Quartal 2026 lag dieser Wert bei immer noch signifikanten 11 Prozent.

Diese Entwicklung im Bürosegment ist auf mehrere Faktoren zurückzuführen: deutliche Preissenkungen, die Umwandlung von Büros in Wohnraum sowie eine Vielzahl von auslaufenden Finanzierungen, die das Interesse am Sektor neu beleben. Auch der Einzelhandel verzeichnet ein gestiegenes Interesse, mit 21 Prozent im jüngsten Quartal gegenüber 9 Prozent vor einem Jahr. Diese breitere Streuung der Präferenzen deutet auf eine diversifiziertere Anlagestrategie hin, was als positives Zeichen für die zukünftige Marktentwicklung gewertet wird.

Um die Transaktionsaktivität in der Branche wieder zu beleben, sind nach Muoios Einschätzung weniger Unsicherheit und niedrigere Zinsen erforderlich – beides eng miteinander verbunden. Weltereignisse wie der Beginn des Krieges im Iran oder Zölle führten zu einem Anstieg des Unsicherheitsindex. Sinkt die Unsicherheit und lockern sich die Zinsen, beispielsweise durch eine Entspannung bei den 10-jährigen Staatsanleihen von jüngst 4,7 Prozent, könnte dies den Fluss von Transaktionen, Refinanzierungen und Investitionen wieder in Gang setzen.

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