Der Immobilien-Teilverkauf etabliert sich als flexible Option für Immobilieneigentümer, die Liquidität benötigen, ohne ihr Zuhause vollständig aufgeben zu müssen. Unser Rechner bietet eine transparente Darstellung der finanziellen Parameter: Er ermittelt präzise die Auszahlungssumme, das künftige Nutzungsentgelt und die verbleibende Eigentumsbeteiligung nach Abzug anfallender Kosten. Dies ermöglicht eine fundierte Entscheidungsfindung.
Unser Teilverkaufs-Rechner analysiert die zentralen finanziellen Komponenten eines Immobilien-Teilverkaufs. Er berücksichtigt den aktuellen Verkehrswert der Immobilie, den gewünschten Verkaufsanteil sowie die zu erwartenden Nebenkosten. Diese umfassen in der Regel Notar- und Grundbuchkosten für die Eintragung der Anteilsübertragung und des Nießbrauchsrechts, eventuelle Gutachterkosten sowie Bearbeitungsgebühren des Anbieters.
Anhand dieser Eingaben kalkuliert der Rechner die Netto-Auszahlungssumme, welche dem Eigentümer nach Abzug aller Transaktionskosten zur Verfügung steht. Ein weiterer wesentlicher Faktor ist das monatliche Nutzungsentgelt, das der Verkäufer für die Weiternutzung des an den Investor veräußerten Immobilienanteils entrichten muss. Dieses Entgelt orientiert sich in der Regel an einem festen Prozentsatz des veräußerten Anteils und kann über die Laufzeit variieren oder indexiert sein.
Zudem visualisiert der Rechner die tatsächliche Restbeteiligung am Eigentum nach dem Teilverkauf. Dies ist relevant für zukünftige Wertentwicklungen und potenzielle weitere Veräußerungen. Durch die transparente Aufschlüsselung dieser Werte erhalten Eigentümer eine klare Vorstellung der finanziellen Auswirkungen und der langfristigen Verbindlichkeiten, die mit einem Teilverkauf einhergehen.
In der deutschen Immobilienpraxis gewinnt der Teilverkauf an Bedeutung, primär für Senioren, die Eigenkapital freisetzen möchten, ohne umziehen zu müssen. Angenommen, eine Immobilie im Raum München hat einen Verkehrswert von 1.200.000 Euro. Ein Eigentümer entscheidet sich, 40% zu verkaufen, um 480.000 Euro Liquidität zu erlangen. Nach Abzug der Nebenkosten, die sich auf etwa 3-5% des Verkaufserlöses belaufen können (hier ca. 14.400 - 24.000 Euro), reduziert sich die tatsächliche Auszahlungssumme. Dies muss bei der Finanzplanung berücksichtigt werden.
Das monatliche Nutzungsentgelt, oft zwischen 2,5% und 4,5% p.a. des veräußerten Kaufpreises, stellt eine wiederkehrende Belastung dar. Bei einem veräußerten Anteil von 480.000 Euro und einem angenommenen Nutzungsentgeltsatz von 3,5% p.a. entspräche dies monatlich 1.400 Euro. Diese Kosten sind neben den üblichen Betriebs- und Instandhaltungskosten der Immobilie zu tragen und dürfen die finanzielle Leistungsfähigkeit des Verkäufers nicht übersteigen. Anbieter prüfen dies vor Vertragsabschluss detailliert.
Ein wesentlicher Aspekt ist die Wertentwicklung der Immobilie. Während der Eigentümer weiterhin an der Wertsteigerung seines verbleibenden Anteils partizipiert, wird diese Wertsteigerung auf den verkauften Anteil vom Investor vereinnahmt. Beim späteren Gesamtverkauf der Immobilie fällt oft eine anteilige Verkaufsprovision für den Investor an. Anbieter wie 'Hausplusrente' oder 'Wertfaktor' sind in diesem Marktsegment aktiv und prägen die Konditionen, die in unserem Rechner abgebildet werden können.
Beim Immobilien-Teilverkauf wird ein prozentualer Anteil der eigenen Immobilie an einen Anbieter verkauft, während der Verkäufer im Grundbuch als Miteigentümer verbleibt. Gleichzeitig wird ein Nießbrauchsrecht für den Verkäufer am gesamten Objekt notariell abgesichert. Dieses Recht sichert dem ehemaligen Alleineigentümer die lebenslange Nutzung der gesamten Immobilie zu, ähnlich einem Wohnrecht, jedoch umfassender, da auch die Erträge aus der Immobilie (z.B. Mieteinnahmen) vom Nießbraucher vereinnahmt werden könnten, sofern er nicht selbst dort wohnt.
Der verbleibende Miteigentumsanteil des Verkäufers erlaubt ihm zudem weiterhin, an der Wertentwicklung der Immobilie zu partizipieren – allerdings nur auf seinen verbliebenen Anteil. Dies unterscheidet den Teilverkauf von einer vollständigen Veräußerung. Der Vertrag ist so gestaltet, dass der Eigentümer die Immobilie in der Regel bis zu seinem Lebensende bewohnen kann, ohne Mietzahlungen im konventionellen Sinne leisten zu müssen, sondern ein Nutzungsentgelt an den Investor zahlt.
Ein entscheidendes Leistungsmerkmal des Teilverkaufs ist die Erbpacht-Alternative, bei der kein Miteigentum, sondern ein Erbbaurecht eingeräumt wird. Die rechtliche Konstruktion birgt jedoch potenziell Risiken, insbesondere in Bezug auf die Höhe der Nutzungsentgelte und die Bedingungen eines späteren Gesamtverkaufs. Eine umfassende Beratung vor Vertragsabschluss ist daher unabdingbar, um die langfristigen finanziellen Implikationen vollständig zu verstehen.
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