Der Quadratmeterpreis ist die universelle Vergleichsgröße am Immobilienmarkt. Erst durch die Division des Kaufpreises durch die Wohnfläche werden Objekte in unterschiedlichen Lagen, Größen und Zuschnitten vergleichbar.
Sie geben Kaufpreis, Wohnfläche und einen Vergleichspreis pro Quadratmeter ein. Der Rechner ermittelt den effektiven Quadratmeterpreis und die prozentuale Abweichung vom Vergleichswert. Liegt das Objekt 10 % über Markt, sollten Sie nachverhandeln; liegt es 10 % unter Markt, lohnt eine schnelle Entscheidung.
Vergleichspreise erhalten Sie aus den Marktbericht des örtlichen Gutachterausschusses, aus den Verkaufsstatistiken großer Portale (in Bayern z. B. ImmobilienScout, Sprengnetter, BORIS Bayern) oder aus der konkreten Markteinschätzung eines Maklers vor Ort.
Beachten Sie: Eine 30 m² Single-Wohnung in München kostet pro Quadratmeter regelmäßig 15 bis 25 % mehr als eine 100 m² Familienwohnung in derselben Lage. Der Quadratmeterpreis ist also auch eine Funktion der Größe.
Lage schlägt fast jede andere Variable. Ein vergleichbarer Quadratmeterpreis kann in einer Hauptstraßenlage ein Schnäppchen sein — und in der Bestlage einer Sackgasse weiterhin teuer wirken. Vergleichen Sie immer innerhalb der gleichen Mikrolage.
Auch der bauliche Zustand (Sanierungsbedarf, Energieeffizienz, Heizungsart) verändert den fairen Quadratmeterpreis um 10 bis 25 %. Eine Wohnung mit Energieeffizienzklasse A liegt in der Regel 8 bis 12 % über einer vergleichbaren Wohnung in Klasse F.
Bei Häusern wird zusätzlich der Grundstücksanteil relevant. Ein Bodenrichtwert von 2.500 €/m² in München bedeutet bei 400 m² Grundstück allein 1 Mio. € Bodenwert — der Quadratmeterpreis der Wohnfläche wird dadurch erheblich verzerrt.