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FIRE-mit-Immobilien-Rechner

Berechnet, in wie vielen Jahren Sie mit Immobilien­cashflow Ihre monatlichen Lebenshaltungs­kosten decken — Financial Independence, Retire Early.

Eingaben
Ergebnis
Cashflow-Lücke / Mon.2.700 €
Zusätzlich nötige Wohnungen8 Stk.
Eigenkapital­bedarf640.000 €
Jahre bis FIRE26,7 Jahre
FIRE durch Immobilien funktioniert über Cashflow + Tilgungs­gewinn — bei langer Restlaufzeit oft auch über Refinanzierung.
— Hintergrund

So funktioniert dieser Rechner

Der FREITAG® Immobilien-FIRE-Rechner wurde konzipiert, um Anlegern einen präzisen Indikator für den Zeitpunkt der finanziellen Unabhängigkeit durch Immobilieninvestitionen zu liefern. Er kalkuliert, wann die erwirtschafteten Netto-Mieterträge die individuellen monatlichen Lebenshaltungskosten vollständig decken. Dies ermöglicht eine fundierte Planung der langfristigen Vermögensentwicklung und des Ruhestands in Abhängigkeit von Immobilienbesitz.

Funktionsweise des FIRE-Rechners für Immobilieninvestitionen in Deutschland

Der FIRE-Rechner analysiert die Dynamik zwischen anfänglichem Eigenkapital, monatlichen Sparraten, dem Kaufpreis von Immobilien, deren Mietrendite und den individuellen Lebenshaltungskosten. Er projektiert den Aufbau eines Immobilienportfolios über die Zeit, unter Berücksichtigung von Fremdkapitalaufnahme und der Tilgung von Darlehen. Ein zentraler Aspekt ist die Berechnung des monatlichen Netto-Cashflows aus Mieteinnahmen, der nach Abzug aller relevanten Kosten wie Darlehensdienst, Verwaltung, Instandhaltung und nicht umlagefähigen Betriebskosten verbleibt. Dieser Cashflow wird mit den angegebenen Lebenshaltungskosten verglichen, um den Zeitpunkt der finanziellen Unabhängigkeit zu determinieren.

Die zugrunde liegende Modellierung berücksichtigt typische Marktparameter des deutschen Immobilienmarktes. Dazu gehören realistische Mietrenditen, die je nach Lage und Objekttyp zwischen 2,5% und 5% variieren können, sowie Finanzierungsmodelle mit einer Beleihungsquote von beispielsweise 80% des Kaufpreises und marktüblichen Zinssätzen. Die Annahme einer jährlichen Steigerung der Mieteinnahmen und der Immobilienwerte wird ebenfalls integriert, basierend auf historischen Entwicklungen und wirtschaftlichen Prognosen für Deutschland. Inflationsraten werden bei der Anpassung der Lebenshaltungskosten und der zukünftigen Kaufkraft berücksichtigt, um eine realistische Einschätzung zu gewährleisten.

Ein wesentlicher Bestandteil der Berechnung ist die Aggregation des kumulierten Cashflows. Sobald dieser kumulierte monatliche Netto-Mietüberschuss die definierten monatlichen Ausgaben des Nutzers konstant übersteigt, signalisiert der Rechner das Erreichen der finanziellen Unabhängigkeit. Faktoren wie die Wiederanlage von Überschüssen oder die Notwendigkeit von Diversifikation außerhalb des Immobilienbereichs sind dabei implizit relevant für die Risikobetrachtung, werden jedoch im Kernmodell primär über die Cashflow-Generierung abgebildet.

Praktische Anwendung im Kontext des deutschen Immobilienmarktes

Die Anwendung des FIRE-Rechners erfordert eine präzise Eingabe der persönlichen Finanzdaten und der geplanten Immobilieninvestitionen. Ein Beispiel: Ein Anleger mit einem Eigenkapital von 100.000 Euro und einer monatlichen Sparrate von 500 Euro strebt den Kauf von Wohnimmobilien im Raum München an. Bei einem angenommenen durchschnittlichen Kaufpreis von 6.000 Euro pro Quadratmeter für eine 80 Quadratmeter große Wohnung (480.000 Euro Gesamtpreis) und einer beispielhaften Mietrendite von 2,8% p.a. nach Kosten, müsste der Anleger mehrere Immobilien erwerben, um ein passives Einkommen von z.B. 3.000 Euro monatlich zu generieren. Der Rechner visualisiert, wie viele Jahre es dauern würde, bis der kumulierte Netto-Mietertrag diesen Schwellenwert erreicht, gegebenenfalls unter Berücksichtigung der Beleihung und Tilgung weiterer Kreditaufnahmen.

Die Eingabe der monatlichen Lebenshaltungskosten ist essentiell. Diese umfassen nicht nur Miete oder Wohneigentumskosten, sondern auch Ausgaben für Ernährung, Mobilität, Gesundheit, Bildung und Freizeit. Eine realistische Schätzung dieser Kosten ist entscheidend für die Genauigkeit der FIRE-Projektion. Der Rechner ermöglicht es, verschiedene Szenarien durchzuspielen: zum Beispiel die Auswirkungen einer erhöhten Sparrate, einer Investition in Immobilien mit höherer Mietrendite in B- oder C-Städten (z.B. Leipzig oder Magdeburg mit 4-5% Mietrendite) statt A-Städten, oder die Hinzunahme weiterer Kreditaufnahmen nach Beleihung vorhandenen Eigentums (Eigenkapitalersatz).

Die Ergebnisse des Rechners sind als Projektionen unter bestimmten Annahmen zu verstehen. Marktveränderungen, Zinsanpassungen, unerwartete Instandhaltungskosten oder Leerstandsrisiken können die tatsächliche Entwicklung beeinflussen. Daher ist eine regelmäßige Überprüfung und Anpassung der zugrunde liegenden Parameter im Laufe der Zeit notwendig. Der Rechner dient als strategisches Planungsinstrument, das eine fundierte Entscheidungsfindung unterstützt und die Sensibilität für die verschiedenen Einflussfaktoren schärft.

Hintergrund des Konzepts: Financial Independence, Retire Early (FIRE)

Das FIRE-Konzept hat seine Ursprünge in den Vereinigten Staaten, wurde aber in den letzten Jahren auch in Deutschland zunehmend populär. Es beschreibt die persönliche Situation, in der das passive Einkommen (häufig aus Kapitalanlagen) die monatlichen Lebenshaltungskosten vollständig deckt. Dies ermöglicht die persönliche Freiheit, nicht mehr für den Lebensunterhalt arbeiten zu müssen, auch weit vor dem gesetzlichen Rentenalter. Die Kernidee von FIRE basiert auf einem hohen Maß an Disziplin bei Sparen und Investieren, oft verbunden mit einer bewussten Reduzierung von Konsumausgaben.

Immobilien spielen im FIRE-Kontext eine besondere Rolle. Sie bieten nicht nur das Potenzial für passiven Cashflow durch Mieteinnahmen, sondern auch für Vermögenswachstum durch Wertsteigerung. Im Gegensatz zu reinen Finanzmarktinvestitionen bieten Immobilien materielle Werte und eine gewisse Stabilität, die von vielen Anlegern geschätzt wird. Die Hebelwirkung durch Fremdkapital (Leverage-Effekt) kann den Vermögensaufbau beschleunigen, birgt jedoch auch Risiken, die eine sorgfältige Analyse erfordern. Die Wahl der richtigen Immobilienstrategie – von selbstgenutzter Immobilie über Buy-and-Hold bis hin zu Fix-and-Flip – ist entscheidend für den Erfolg.

Die Herausforderung in Deutschland besteht darin, Objekte mit attraktiven Mietrenditen zu finden, insbesondere in Ballungsräumen, wo die Kaufpreise stark gestiegen sind. Dies führt oft dazu, dass Anleger in B- oder C-Städten investieren oder Nischen wie Mehrfamilienhäuser oder Gewerbeimmobilien in Betracht ziehen, um höhere Renditen zu erzielen. Der FIRE-Rechner hilft dabei, diese komplexen Entscheidungen quantifizierbar zu machen und den individuellen Weg zur finanziellen Unabhängigkeit durch Immobilien greifbar zu gestalten, unter Berücksichtigung der spezifischen Bedingungen des deutschen Marktes.

Glossar — die wichtigsten Fachbegriffe

FINANCIAL INDEPENDENCE, RETIRE EARLY (FIRE)
Lebensmodell, bei dem das passive Einkommen die gesamten Lebenshaltungskosten deckt, wodurch finanzielle Freiheit und ein vorzeitiger Ruhestand erreicht werden kann.
NETTO-CASHFLOW
Die nach Abzug aller laufenden Kosten (Darlehensdienst, Verwaltung, Instandhaltung, nicht umlagefähige Betriebskosten) aus Mieteinnahmen verbleibenden liquiden Mittel pro Zeiteinheit.
MIETRENDITE
Verhältnis der jährlichen Netto-Mieteinnahmen zum Kaufpreis einer Immobilie, ausgedrückt in Prozent. Sie gibt Aufschluss über die Rentabilität einer Investition.
BELEIHUNGSQUOTE
Das Verhältnis der Kreditsumme zum Beleihungswert (meist Kaufpreis) einer Immobilie, ausgedrückt in Prozent. Sie ist entscheidend für die Konditionen der Finanzierung.
FREMDAPITALHEBEL (LEVERAGE-EFFEKT)
Der Einsatz von Fremdkapital zur Steigerung der Eigenkapitalrendite einer Investition. Er kann Gewinne vergrößern, aber auch Verluste potenzieren.
LEBENS­HALTUNGS­KOSTEN
Alle regelmäßigen Ausgaben einer Person oder Familie für Güter und Dienstleistungen, die zur Deckung der Bedürfnisse notwendig sind (z.B. Wohnen, Ernährung, Transport).
IMMOBILIENPORTFOLIO
Die Gesamtheit der Immobilien, die von einer Einzelperson oder einem Unternehmen zu Investitionszwecken gehalten werden.
WERTSTEIGERUNG
Die Erhöhung des Marktwertes einer Immobilie über einen bestimmten Zeitraum, bedingt durch Inflation, Nachfrage oder bauliche Verbesserungen.

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Michael Freitag
Gründer der FREITAG® Immobilien GmbH
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