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Vermietung & Investment

Mietrenditerechner

Berechnen Sie die Brutto- und Nettomietrendite einer Kapitalanlage­immobilie inklusive Bewirtschaftungs­kosten.

Eingaben
Ergebnis
Jahreskaltmiete18.000 €
Bruttomietrendite3,60 %
Nettomietrendite2,87 %
Bruttorendite = Jahreskaltmiete / Kaufpreis. Nettorendite = (Jahreskaltmiete − Bewirtschaftung) / (Kaufpreis + Nebenkosten).
— Hintergrund

So funktioniert dieser Rechner

Für Kapitalanleger ist die Mietrendite die zentrale Kennzahl. Sie zeigt, wie viel Prozent des eingesetzten Kapitals jährlich als Mieteinnahme zurückfließen. Wir unterscheiden Bruttorendite (vor Kosten) und Nettorendite (nach Bewirtschaftung) — die zweite ist die ehrlichere.

So funktioniert die Berechnung

Die Bruttorendite ist die einfachste Kennzahl: Jahres­kaltmiete dividiert durch den reinen Kaufpreis. In München-Schwabing liegt die Bruttorendite typischer Anlage­wohnungen oft nur bei 2,5 bis 3,5 % — der Markt ist preisgetrieben, nicht renditegetrieben.

Die Nettorendite ist deutlich aussagekräftiger. Sie bezieht die Erwerbs­neben­kosten in den Kapital­einsatz ein und zieht von der Miete die laufenden Bewirtschaftungs­kosten ab: nicht umlagefähiges Hausgeld, Instandhaltungs­rücklage, Verwaltung, Mietausfall­wagnis. Nach diesen Abzügen bleiben in München häufig nur 1,8 bis 2,8 % Nettorendite übrig.

Der Rechner zeigt beide Werte. Achten Sie besonders auf die Nettorendite — die Bruttorendite überzeichnet die tatsächliche Wirtschaftlichkeit erheblich.

Wann lohnt eine Investment­immobilie trotzdem?

In gefragten Lagen wie München, Starnberg oder Tegernsee ist die Mietrendite niedriger, der Wertzuwachs (Total Return) historisch aber stabil hoch. Über 10 bis 20 Jahre können sich Immobilien­werte verdoppeln — das übertrifft die laufende Mietrendite bei weitem.

Hinzu kommen steuerliche Effekte: Die Gebäude-AfA mindert das zu versteuernde Einkommen, Schuldzinsen sind in voller Höhe absetzbar. Der Rechner berücksichtigt diese Effekte nicht — die effektive Nachsteuer-Rendite liegt für Höchstverdiener oft 1 bis 1,5 Prozentpunkte über der Brutto-Nettorendite.

Faustregel: Für eine reine Cashflow-Strategie sind B-Lagen mit 4 bis 6 % Nettorendite besser geeignet. Für Kapitalerhalt und Wertsteigerung bleibt München unverändert die erste Adresse — auch bei rechnerisch geringer laufender Rendite.

Glossar — die wichtigsten Fachbegriffe

Bruttomietrendite
Jahreskaltmiete / Kaufpreis. Erste, grobe Kennzahl ohne Berücksichtigung der Nebenkosten.
Nettomietrendite
(Jahreskaltmiete − Bewirtschaftung) / (Kaufpreis + Nebenkosten). Aussagekräftigere Kennzahl.
Bewirtschaftungs­kosten
Alle nicht umlagefähigen Kosten: Verwaltung, Instandhaltung, Mietausfall, Hausgeld-Anteil.
Nicht umlagefähig
Kosten, die der Vermieter nicht auf den Mieter umlegen darf — z. B. Verwaltergebühr, Reparaturen.
Instandhaltungs­rücklage
Vorsorge für Reparaturen und Modernisierungen am Gemeinschafts­eigentum.
Total Return
Gesamtertrag aus laufender Miete plus Wertsteigerung der Immobilie.
Mietausfall­wagnis
Kalkulatorische Reserve für Leerstand und Mietausfall — typisch 2 % der Jahresmiete.