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WOLFF & MÜLLER übertrifft Jahresleistung von einer Milliarde Euro in 2025

Die Stuttgarter Unternehmensgruppe WOLFF & MÜLLER hat im Jahr 2025 eine Jahresleistung von 1,092 Milliarden Euro erzielt und diese im Vergleich zum Vorjahr um rund fünf Prozent gesteigert, trotz eines herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds.

WOLFF & MÜLLER übertrifft Jahresleistung von einer Milliarde Euro in 2025

Die Unternehmensgruppe WOLFF & MÜLLER, mit Hauptsitz in Stuttgart, verzeichnete für das Geschäftsjahr 2025 eine Jahresleistung von 1,092 Milliarden Euro. Dies entspricht einer Steigerung von circa fünf Prozent gegenüber dem Vorjahr, ungeachtet eines von Unsicherheiten geprägten politischen und wirtschaftlichen Umfelds. Maßnahmen wie verzögerte Infrastrukturprojekte und Bauinvestitionspakete führten zu einer Dämpfung der Bauwirtschaft. Dennoch konnte die Unternehmensgruppe eine positive Entwicklung realisieren, insbesondere im Tief- und Straßenbau, der ein Rekordjahr verzeichnete.

Dr. Roland Bosch, Geschäftsführer der WOLFF & MÜLLER Holding, hob hervor, dass Großprojekte im Geschäftsfeld Bau gewonnen wurden. Der Auftragsbestand zum Jahresende betrug 1,071 Milliarden Euro, während der Auftragseingang bei 900 Millionen Euro lag. Beide Werte reflektieren einen Zuwachs von rund einem Drittel gegenüber dem Vorjahr. Das Unternehmen beschäftigt 2.250 Mitarbeitende an 24 Standorten in Deutschland.

Strategische Ausrichtung und Geschäftsfelder

Die positive Geschäftsentwicklung wird der Strategie 2030 zugeschrieben, welche das Unternehmen auf Wachstum in den Bereichen Leistung, Personal und Ergebnis ausrichtet. WOLFF & MÜLLER konzentriert sich dabei auf Bausegmente, die Lösungen für Megatrends wie Dekarbonisierung, Digitalisierung und Gesundheit bieten. Entsprechend werden gezielt Investitionen in Zukunftsfelder getätigt, darunter Infrastrukturen für die Energie- und Verkehrswende sowie serielle, ressourcenschonende Bauweisen. Dies trägt zur Stärkung der Nachfrage und zur Resilienz des Familienunternehmens bei.

Die Jahresleistung von circa 961 Millionen Euro im Geschäftsfeld Bau gliedert sich wie folgt auf: Der Hoch- und Industriebau generierte rund 408 Millionen Euro. Der Tief- und Straßenbau, einschließlich Spezialtiefbau, trug etwa 267 Millionen Euro bei. Der Ingenieurbau erzielte circa 56 Millionen Euro. Baubeteiligungen, darunter die an der polnischen ERBUD-Gruppe und deren Modulbau-Spezialisten MOD21, machten etwa 230 Millionen Euro aus. Die Geschäftsfelder Baustoffe und Dienstleistungen trugen mit rund 32 Millionen Euro beziehungsweise 20 Millionen Euro zur Gesamtleistung bei.

  • Das derzeit größte Bauvorhaben im Hoch- und Industriebau ist das Projekt „Wohnen, Leben und Parken“ für das Robert Bosch Krankenhaus in Stuttgart.
  • Ende 2025 starteten die Bauarbeiten für das Life-Science-Zentrum iQ Space in Berlin-Mitte.
  • In Mannheim errichtet WOLFF & MÜLLER für ALDI SÜD ein Gebäude mit 193 Studierendenwohnungen und einer Nahversorgerfiliale in Holzmodulbauweise.
  • Im Tief- und Straßenbau sind der 42,5 Kilometer lange Abschnitt der Gleichstromtrasse SuedOstLink zwischen Könnern und Weßmar in Sachsen-Anhalt sowie der Bau von Außenanlagen im ICE-Werk Dortmund-Hafen bedeutende Projekte.

Expansion und Innovation

Zur Erreichung der Wachstumsziele der Strategie 2030 wird die lokale Präsenz kontinuierlich ausgebaut. So wurde Berlin Anfang 2025 eine eigenständige Niederlassung, und die Niederlassung Dresden wird zum 1. Juli 2026 eine Geschäftsstelle in Leipzig eröffnen. Strategische Beteiligungen und Zukäufe ergänzen diese Expansionsstrategie. Seit Oktober 2025 ist WOLFF & MÜLLER zu 50 Prozent an den Spezialtiefbauunternehmen Häring Spezialtiefbau und Spezial-Grundbau-Service Bau beteiligt, welche die Leistungen der Tochtergesellschaften PST Spezialtiefbau Süd und GKT Spezialtiefbau ergänzen. Zudem fördert das Unternehmen über MORGENbau Start-ups in der Bau- und Immobilienwirtschaft.

Intern werden Prozesse fortlaufend optimiert und digitalisiert, unter anderem durch industrielle Vorfertigung, digitales Planen und Bauen mittels Building Information Management (BIM) sowie Lean Construction. Die Einführung von Softwarelösungen wie TAKT.ing zur Steuerung von Schlüsselfertigbauprojekten und Dalux als BIM-basierte Projektplattform unterstreicht diesen Ansatz. Das Unternehmen legt zudem Wert auf Nachhaltigkeit; das soziale Engagement wird über die Wolfgang Dürr Stiftung gebündelt, die 2025 ihr zehnjähriges Jubiläum feierte und seit ihrer Gründung rund 2,8 Millionen Euro für gemeinnützige Projekte bereitgestellt hat. Im März 2026 wurde WOLFF & MÜLLER mit dem Deutschen Baupreis in der Kategorie „Bauunternehmen mit mehr als 500 Mitarbeitende“ ausgezeichnet und erhielt im Mai 2026 zum sechsten Mal in Folge den „Best Managed Companies“-Award.

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