Projektentwicklung··3 min

Verdion erwirbt Brownfield in Poing für Logistikentwicklung

Verdion hat ein 48.151 m² großes Brownfield-Grundstück in Poing bei München von einem deutschen Lebensmitteldiscounter erworben, um einen LiteHub im Wert von 96 Mio. € zu entwickeln und damit die Pipeline des European Logistics Fund 2 zu stärken.

Verdion erwirbt Brownfield in Poing für Logistikentwicklung

Verdion, ein auf Logistikimmobilien spezialisiertes Unternehmen, hat ein Entwicklungsgrundstück im Münchner Markt erworben. Diese Transaktion dient der Erweiterung der Projektpipeline des Verdion European Logistics Fund 2 (VELF 2) und manifestiert den Expansionskurs des Unternehmens in Deutschland. Das erworbene Brownfield-Areal umfasst eine Fläche von 48.151 m² und liegt in Poing, einer Gemeinde östlich von München. Der Kauf erfolgte von einem der führenden deutschen Lebensmitteldiscounter.

Auf dem erworbenen Grundstück ist die spekulative Entwicklung eines LiteHubs geplant, dessen Wert auf 96 Mio. € beziffert wird. Dieses Projekt sieht die Schaffung von zwölf neuen Einheiten vor, die Flächen zwischen 2.000 m² und 3.500 m² umfassen. Das Vorhaben orientiert sich am EG40-Standard und ist konzipiert, Unternehmen aus dem lokalen, regionalen und internationalen Umfeld flexible Optionen für neue Standorte mit direkter Anbindung an den Münchner Ballungsraum zu bieten.

Die Gesamtentwicklung umfasst 27.649 m² neuer urbaner Gewerbeparkflächen, wovon 2.514 m² auf Büro- und Mezzaninflächen entfallen, ergänzend zu den primären Lagerflächen. Ein wesentlicher Aspekt der Planung ist die autarke Versorgung des Objekts mit erneuerbaren Energien. Zusätzlich wird eine DGNB-Gold-Zertifizierung angestrebt, wobei ein besonderer Fokus auf die Erfüllung von ESG-Kriterien gelegt wird. Das Team von Verdion bringt seine technische Expertise in alle Phasen des Projekts ein, von der Planung bis zum späteren Betrieb.

Strategische Lage und geplanter Zeitrahmen

Der Standort in der Gruberstraße 60 in Poing, etwa 20 Kilometer östlich des Münchner Stadtzentrums, ist verkehrstechnisch gut angebunden. Er bietet eine unmittelbare Nähe zu den Autobahnen A99 (Münchner Ring) und A94. Der S-Bahnhof Poing ist zudem lediglich einen Kilometer entfernt, was die Erreichbarkeit zusätzlich verbessert. Der Baubeginn ist nach Erteilung der notwendigen Genehmigungen für Anfang des kommenden Jahres vorgesehen. Die Fertigstellung des Gesamtprojekts ist für Anfang 2028 geplant.

Moritz Heißenberg, Executive Director und Head of Germany bei Verdion, äußerte sich zu der Akquisition. Er betonte, dass diese Transaktion die Pipeline im deutschen Kernmarkt erweitert und das Engagement für urbane Standorte in Metropolregionen bekräftigt. Das Unternehmen fokussiert sich darauf, moderne, flexible und ESG-konforme Flächen bereitzustellen und Brownfield-Standorte zu revitalisieren. Oliver Kemper, Head of Investment – Germany bei Verdion, ergänzt, die Akquisitionsstrategie in Deutschland sei auf Value-Add-Potenziale in unterversorgten städtischen Märkten ausgerichtet. Er prognostiziert bis zur Fertigstellung eine weiter rückläufige Verfügbarkeit moderner Flächen bei stabil bleibender oder steigender Nachfrage im Münchner Logistikmarkt, welcher zu den dynamischsten, aber angebotsseitig restriktivsten in Europa zählt.

Thomas Stark, Bürgermeister von Poing, begrüßte das Vorhaben. Er äußerte sich erfreut über die sinnvolle Nutzung der leerstehenden Immobilie, die zu einem attraktiven und nachhaltigen Gewerbestandort entwickelt werde. Er betonte, dass das Konzept von Verdion die Bedürfnisse der Gemeinde Poing verstanden habe und neue Arbeitsplätze geschaffen werden könnten. Die dritte Akquisition für den VELF 2 in Deutschland innerhalb der letzten zwölf Monate unterstreicht die aktive Rolle von Verdion im Markt. Zuvor hatte das Unternehmen bereits ein ehemaliges Produktionsgelände in Köln für einen urbanen Logistikhub sowie ein Brownfield-Grundstück in Rastatt erworben. Industrial Real Estate Partners beriet Verdion beim Ankauf in Poing, während GSK Stockmann die rechtliche Beratung übernahm und Mull und Partner in technischen sowie umweltbezogenen Fragen unterstützte.

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