Der Verband der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft Niedersachsen Bremen (vdw) richtet seinen jährlichen Verbandstag am 1. und 2. September in Braunschweig aus. Zu diesem Anlass werden über 250 Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung erwartet. Die Präsenz von Persönlichkeiten wie Braunschweigs Oberbürgermeister Dr. Thorsten Kornblum, der Bremer Bausenatorin Özlem Ünsal, dem Niedersächsischen Wirtschafts- und Bauminister Grant Hendrik Tonne sowie GdW-Präsident Axel Gedaschko unterstreicht die Relevanz des Treffens. vdw-Verbandsdirektorin Dr. Susanne Schmitt äußerte sich anlässlich der Zusagen über einen voraussichtlich intensiv politischen Verbandstag.
Die aktuelle Situation im Wohnungsbau wird als eine der Hauptursachen für diese politische Ausrichtung genannt, da der Wohnungsbau weiterhin schwach sei. Gleichzeitig stellen die Klimaziele im Gebäudesektor eine signifikante Belastung für Wohnungsunternehmen und Mieter dar. Die Unsicherheit bezüglich der Förderkulisse, insbesondere auf Bundesebene, trägt zusätzlich zur Komplexität bei. Dr. Schmitt beabsichtigt, die anwesenden Vertreter der Bundes-, Landes- und Kommunalpolitik eindringlich aufzufordern, dem bezahlbaren Wohnungsbau prioritären Rang einzuräumen, um die Entstehung sozialer Spannungen in den Gemeinden zu vermeiden. Die Mitgliedsunternehmen des vdw agieren seit Jahrzehnten als verlässliche Partner in der Stadtentwicklung, als bedeutende Auftraggeber für das regionale Handwerk und als verantwortungsvolle Vermieter in vielen Nachbarschaften.
Forderungen nach Verlässlichkeit und neuem Ansatz
Dr. Schmitt betonte die bewährte Zusammenarbeit der sozial orientierten Wohnungswirtschaft mit den Landesregierungen in Hannover und Bremen. Initiativen wie der „Niedersächsische Weg“, der „Bremer Weg“ und die aktuellen Wohnraumförderprogramme hätten gemeinsam positive Ergebnisse erzielt. Es besteht die Zuversicht, dass diese Maßnahmen dazu beitragen können, Baukosten zu reduzieren und somit wieder tragfähige Neubaumieten zu ermöglichen. Gleichwohl bereitet der Branche Sorge, dass die Rahmenbedingungen für die klimagerechte Bestandssanierung nach Einschätzung des vdw weiterhin an ineffizienten Zielen und Instrumenten ausgerichtet seien.
Die Verbandsdirektorin formulierte eine klare Maxime für die Tätigkeit des vdw, welche die Aspekte der Bezahlbarkeit, Klimagerechtigkeit und Sozialverträglichkeit miteinander verbindet. Zur Umsetzung dieser Prinzipien sei eine stabile staatliche Unterstützung erforderlich, anstelle unvorhergesehener Richtungswechsel, wie sie zuletzt bei der BEG-Förderung zu beobachten waren. Des Weiteren spricht sich der vdw für die Implementierung des „Praxispfads CO2-Reduktion“ als Grundlage der Klimapolitik im Gebäudesektor aus.
- —Den bezahlbaren Übergang zu einer emissionsfreien Wärmeversorgung in den Fokus rücken.
- —Maßvolle Sanierungen fördern.
- —Die Kreislaufwirtschaft stärken.
Das übergeordnete Ziel ist die Erreichung der Klimaneutralität bis zum Jahr 2045, ohne dabei die Tragbarkeit des Wohnens zu gefährden.














