Die Stadt München hat mit 'StarterWohnen' ein neues Wohnangebot für junge Erwachsene etabliert. Dieses Programm ist darauf ausgerichtet, Personen zwischen 18 und 32 Jahren den Einstieg ins Berufsleben durch die Bereitstellung von bezahlbarem Wohnraum zu erleichtern. Der Sozialausschuss des Stadtrats hat den hierfür notwendigen Grundsatzbeschluss gefasst. Das Konzept sieht vor, überwiegend Ein-Zimmer-Apartments anzubieten. Die Mietverträge für diese Einheiten werden unbefristet ausgestaltet, um den Nutzern eine langfristige Perspektive zu ermöglichen.
Die Gestaltung der Wohneinheiten ist auf Funktionalität und Kompaktheit ausgelegt. Ziel hierbei ist die Sicherstellung der Mietpreiseffizienz, auch für Berufsanfänger in ihren ersten Arbeitsjahren. Ein klar definiertes Vergabeverfahren stellt die Priorisierung jener jungen Menschen sicher, die in Mangelberufen der öffentlichen Daseinsvorsorge sowie der freien Wohlfahrtspflege tätig sind. Dieser Ansatz unterstreicht die intendierte soziale Ausrichtung des Projekts.
Umfang und weitere Entwicklung
Aktuell sind 72 neue Wohneinheiten im Rahmen des 'StarterWohnen'-Programms geplant. Zusätzlich werden 22 bestehende Wohneinheiten aus dem Programm 'Junges Wohnen' in das neue Format überführt. Die Stadtverwaltung prüft kontinuierlich weitere potenzielle Standorte zur Erweiterung des Angebots. Ein erster Pilotstandort wird in der Lilli-Kurowski-Straße im Stadtbezirk Feldmoching-Hasenbergl realisiert und soll zwölf Wohneinheiten umfassen.
Bürgermeisterin Verena Dietl äußerte sich zur Bedeutung des Projekts, indem sie betonte, dass die Verfügbarkeit von bezahlbarem Wohnraum maßgeblich die Entscheidung junger Menschen beeinflusst, sich in München eine Zukunft aufzubauen. Sie hob hervor, dass 'StarterWohnen' bezahlbaren Wohnraum für Berufstätige in essenziellen Bereichen bereitstellt, wie etwa in Pflegeheimen, beim Rettungsdienst, als Busfahrer oder in der Müllabfuhr. Ferner wurde kommuniziert, dass das Programm Individuen unterstützt, die nach einer Zeit in einer Pflegefamilie oder einer betreuten Wohnform den Übergang in die Selbstständigkeit vollziehen. Ein eigener Schlüssel und ein fester Mietvertrag dienen hier als fundamentales Element für die persönliche Lebensgestaltung.
Das Programm trägt auch der sozialen Verantwortung der Stadt Rechnung, indem es jungen Menschen unter erschwerten Startbedingungen den Weg in die Eigenständigkeit ermöglicht. Bis zu 45 Prozent der Wohnungen sind für diese Gruppe vorgesehen. Dazu zählen junge Erwachsene, die nach einer Jugendhilfeeinrichtung, als anerkannte Geflüchtete oder nach dem AzubiWohnen den Schritt in ein eigenständiges Leben unternehmen. Die Bereitstellung dieser Wohnungen soll allen eine vergleichbare Chance auf einen sicheren Start in die eigenen vier Wände geben und somit die Zukunft der Stadt nachhaltig stärken.




