In Berlin-Moabit erfolgte die Grundsteinlegung für das Wohn- und Gesundheitshaus MOANOVA. Die Königstadt Gesellschaft für Grundstücke und Industrie mbH realisiert dieses Vorhaben in der Turmstraße 31, Ecke Wilhelmshavener Straße. Das Projekt zielt auf die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum und die Etablierung einer modernen Gesundheitsversorgung ab.
Das Gebäudeensemble MOANOVA basiert auf dem Siegerentwurf des Berliner Architekturbüros ALAS Alarcon Linde Architects, das Anfang 2024 aus einem Realisierungswettbewerb hervorging. Der Entwurf sieht eine behutsame Weiterentwicklung des Bestandsgebäudes sowie die Ergänzung durch Neubauten vor, wodurch Bestandserhalt, Nachhaltigkeit und moderne Architektur miteinander verbunden werden sollen. Das Bestandsgebäude wurde 1963 durch Fred und Carla Lottberg nach einem Entwurf von Schwebes und Schoszberger Architekten errichtet.
Projektumfang und Fortschritt
Das MOANOVA wird künftig ein Ärztehaus mit elf Praxen, einer Apotheke und einem Sanitätshaus umfassen. Ergänzend entstehen ein Wohngebäude mit 19 Wohneinheiten und zwei Gewerbeeinheiten. Für studentisches Wohnen sind auf zwei Etagen vier Wohngemeinschaften mit insgesamt 20 Einheiten vorgesehen. Ein begrünter Innenhof von rund 1.000 Quadratmetern Größe soll einen Erholungsbereich für Bewohner und Nutzer des Gesundheitsstandortes bieten.
Die Baugenehmigung für das Projekt wurde im Februar dieses Jahres erteilt, nachdem der Bauantrag im November 2024 eingereicht worden war. Seitdem wurden wesentliche Meilensteine erreicht. Dazu zählen die Umverlegung von Fernwärme- und Stromleitungen in Kooperation mit den Versorgungsträgern, die Entkernung und Sanierung der Stützen des Bestandsgebäudes sowie eine Bohrpfahlgründung, die sich durch ihre technische Komplexität in unmittelbarer Nähe zum U-Bahn-Tunnel der BVG auszeichnete.
Die Vergabe an den Generalunternehmer Falkowski und die Baufeldübergabe zum 1. Juni 2026 ermöglichen den Beginn der Hochbauarbeiten. Die geplante Bauzeit beträgt circa 20 Monate, mit einer avisierten Fertigstellung des Gesamtprojekts für Anfang 2028.
Hintergrund und Unternehmensphilosophie
Heike Lemiss, Geschäftsführerin der Königstadt, betonte die Bedeutung des Projekts als Zeichen für nachhaltige Investitionen in einem herausfordernden Marktumfeld. Sie führte aus, dass das MOANOVA eine Verbindung aus moderner Gesundheitsversorgung, benötigtem Wohnraum und hoher Aufenthaltsqualität darstellt. Das Projekt stehe für langfristiges Denken, Verlässlichkeit und die Überzeugung, dass Stadtentwicklung auch unter schwierigen Bedingungen realisierbar ist.
Die Königstadt ist ein seit mehreren Generationen agierender Eigentümer und Verwalter von Immobilien im Raum Berlin. Das Unternehmen agiert als Tochter der Fred & Carla Lottberg Stiftung, deren Stiftungszweck mildtätige Zuwendungen an bedürftige spastisch gelähmte Kinder zur Ermöglichung von Behandlung und Ausbildung umfasst.




