Die Realisierung des Quartiersprojekts „Holzmarkt 51“ in Berlin-Friedrichshain hat mit dem offiziellen Spatenstich begonnen. Beteiligt waren die Berlinovo Immobilien Gesellschaft mbH und die Berliner Bäder-Betriebe. Dieses Vorhaben zählt zu den signifikanten innerstädtischen Entwicklungsprojekten der Hauptstadt. An der Holzmarktstraße entsteht auf dem ehemaligen Areal der Schwimmhalle, welches circa 6.300 Quadratmeter umfasst, ein urbanes Quartier. Dieses verbindet Breiten-, Schul- und Leistungssport mit bezahlbarem Wohnraum und modernen Arbeitswelten.
Das Herzstück des Projekts bildet eine neue öffentliche Schwimmhalle, deren Wasserfläche im Vergleich zum ursprünglichen Bad verdoppelt wird. Ergänzend dazu sind rund 375 Apartments für Studierende geplant. Hinzu kommen öffentlich zugängliche Frei- und Dachflächen sowie ein Gewerbeteil von etwa 6.100 Quadratmetern. Dieser Gewerbeteil umfasst 4.600 Quadratmeter moderne Büroflächen und 1.500 Quadratmeter Einzelhandelsfläche, primär für kieznahes Gewerbe im Erdgeschoss. Das Investitionsvolumen für dieses Vorhaben beläuft sich auf rund 170 Millionen Euro.
Konzept und Funktionen des Holzmarkt 51
Das Bauvorhaben wird von zwei landeseigenen Unternehmen umgesetzt. Es demonstriert, wie die Bereitstellung benötigter öffentlicher Infrastruktur und neue Nutzungen auf limitierten innerstädtischen Flächen synergetisch verbunden werden können. Die Berliner Bäder-Betriebe bringen das Grundstück ein, während die Berlinovo als Generalübernehmerin die Schwimmhalle realisiert. Es entsteht die erste Schwimmhalle Berlins, die mit Wohnungen überbaut wird. Das Quartier ermöglicht eine spürbare Erweiterung des Schwimmangebots und trägt zur Entlastung des Wohnungsmarktes bei. Gleichzeitig bildet es einen neuen Ort für die Anwohner der umliegenden Stadtteile.
Der Neubau ersetzt die seit 2018 geschlossene und sanierungsunfähige frühere Schwimmhalle. Zukünftig stehen zwei moderne 25-Meter-Becken für den Schul-, Vereins- und Freizeitsport zur Verfügung. Die Trennung der Wasserflächen erlaubt verschiedenen Nutzergruppen paralleles Training und Schwimmen, wodurch sich das Angebot für die Berliner Bevölkerung signifikant verbessert. Das Projekt setzt städtebaulich mit seiner Mischung aus Sport, Arbeiten und Nahversorgung neue Maßstäbe. Begrünte Innenhöfe und öffentlich zugängliche Dachflächen ergänzen das Nutzungskonzept und leisten einen Beitrag zu einem nachhaltigen Stadtklima.
Projektbeteiligte und städtische Relevanz
Die Planung obliegt dem Architekturbüro Eller + Eller aus Berlin. Mit der baulichen Realisierung wurde die PORR GmbH & Co. KGaA, Niederlassung Berlin Hochbau, beauftragt. Das Bauprojektmanagement verantwortet die Hitzler Ingenieure GmbH & Co. KG. Die Feierlichkeiten zum Spatenstich wurden von prominenten Persönlichkeiten begleitet, darunter Bürgermeister und Senator für Finanzen sowie Senator für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, Stefan Evers, und die Berliner Staatssekretärin für Sport, Franziska Becker. Stefan Evers hob hervor, dass am Holzmarkt 51 bezahlbarer Wohnraum, ein neues Schwimmbad und eine klimagerechte Entwicklung auf einer sinnvoll genutzten Fläche zusammengeführt würden.
Weiterhin waren die Doppelolympiasiegerin und mehrfache Weltmeisterin im Schwimmen, Britta Steffen, als Patin für das geplante Schwimmbad, sowie Schülerinnen und Schüler der GutsMuths-Grundschule mit ihrer Schulleiterin Kathrin Herfet-Sternberger anwesend. Iris Spranger, Senatorin für Inneres und Sport, betonte, dass die neue Schwimmhalle mit ihren vier modernen Becken die Wasserfläche am Standort verdoppele, wovon Schulen, Vereine und die Öffentlichkeit profitierten. Alf Aleithe, Geschäftsführer der Berlinovo Immobilien Gesellschaft mbH, bezeichnete Holzmarkt 51 als eines der spannendsten Stadtentwicklungsprojekte, das ein urbanes Quartier schaffe, welches sich in die Nachbarschaft einfügt und weit über die Grundstücksgrenzen hinaus wirkt.














