Niersberger, ein Unternehmen spezialisiert auf serielle Sanierungen, hat in Hof im Auftrag der Baugenossenschaft Hof 32 Wohneinheiten fertiggestellt. Die Gebäude in der Dr.-Enders-Straße 38/40 stammen aus dem Jahr 1967 und umfassen eine Gesamtwohnfläche von über 2.700 Quadratmetern. Im Rahmen der Sanierung wurde der KfW-Effizienzhausstandard 55 erreicht. Dies bedeutet, dass der Primärenergiebedarf nur noch 55 Prozent des Referenzwertes nach dem Gebäudeenergiegesetz (GEG) beträgt.
Deutliche Energieeinsparungen und Emissionsreduktion
Die energetische Erneuerung führte zu signifikanten Einsparungen. Durch den Umstieg von einer Ölheizung auf Biomasse sank der Primärenergiebedarf der sanierten Wohnungen um 94 Prozent im Vergleich zum ursprünglichen Zustand. Ebenso wurde der CO2-Ausstoß um 97 Prozent reduziert. René Fabian, Geschäftsführer der Niersberger Group, betont die Bedeutung serielle Sanierung für die Energiewende. Er hob hervor, dass die Vorfertigung der Bauelemente eine kurze Bauzeit ermöglichte, während die Mieter in ihren Wohnungen verbleiben konnten.
Die Vorstandsvorsitzende der Baugenossenschaft Hof, Daniela Rödel, bestätigte die bewusste Entscheidung für den Ansatz der seriellen Sanierung. Ziel war es, den Beitrag zur Erreichung der Klimaschutzziele zu leisten und gleichzeitig die Belastung für die Mieterschaft gering zu halten. Niersberger war für die Installation vorgefertigter Fassadenelemente, die Erneuerung der Wärmedämmung von Kellerdecke und Dach sowie die Implementierung einer modernen Pellet-Heizzentrale verantwortlich.
Im Zuge der Maßnahmen wurde durch Teilrückbau von Loggien zusätzlicher Wohnraum geschaffen. Für alle Wohneinheiten wurden neue, thermisch getrennte Vorstellbalkone aus Aluminium installiert. Diese umfassende Sanierung dient als Beispiel für Niersbergers Engagement im Bereich der seriellen Sanierung. Weitere Projekte des Unternehmens umfassen das Paul-Gossen-Quartier in Erlangen für die Gewobau und ein Vorhaben für die Oberbayerische Heimstätte in Kösching bei Ingolstadt.
- —Vollständige energetische Erneuerung auf KfW-Effizienzhausstandard 55
- —Einsatz von Biomasse für Heizung reduziert Primärenergiebedarf um 94%
- —CO2-Emissionen sanken um 97%
- —Mieter konnten während der Sanierung in ihren Wohnungen verbleiben




