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Neun Projekte für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur nominiert

Neun Projekte, darunter zahlreiche sanierte Bestandsgebäude, wurden für den diesjährigen Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur nominiert, der von der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen und der Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis verliehen wird.

KI-generiertNeun Projekte für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur nominiert – KI-generiertes Symbolbild
Neun Projekte für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Architektur nominiert. Symbolbild – mit künstlicher Intelligenz (KI) erzeugt. Das Bild zeigt keine real existierende Immobilie, Person oder Situation und ist kein dokumentarisches Foto. Kennzeichnung gemäß Art. 50 Abs. 4 der EU-Verordnung über künstliche Intelligenz (KI-VO/AI Act). Mehr zur KI-Transparenz.

Für die diesjährige Vergabe des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Architektur wurden neun Projekte in die engere Auswahl aufgenommen. Ein Großteil der ausgewählten Bauvorhaben betrifft die Sanierung und Revitalisierung von Bestandsgebäuden unterschiedlicher Nutzungskategorien. Die von einer Fachjury evaluierten Projekte zeichnen sich durch ihren Fokus auf Lowtech-Lösungen und die Wiederverwendung von Materialien aus. Die Auszeichnung wird in diesem Jahr zum vierzehnten Mal durch die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB) und die Stiftung Deutscher Nachhaltigkeitspreis verliehen.

Die Bekanntgabe der Finalisten sowie des prämierten Projekts erfolgt am 21. Oktober 2026 im Rahmen des Forums Nachhaltige Architektur in Mannheim. Professor Amandus Samsøe Sattler, Präsident der DGNB und Vorsitzender der Jury, äußerte sich zur Relevanz nachhaltiger Architektur. Er betonte, dass diese nicht als Selbstzweck zu verstehen sei, sondern das Resultat einer Abwägung zwischen den Qualitäten für die Nutzer, architektonischen und städtebaulichen Aspekten, einem verantwortungsvollen Umgang mit Ressourcen sowie einer langfristigen Wirtschaftlichkeit. Den neun nominierten Projekten sei dies auf jeweils individuelle und beeindruckende Weise gelungen; sie stellten lebendige Orte für Menschen dar, die zum Verweilen einladen.

Beispielhafte Ansätze in Bildung und öffentlichem Bau

Unter den nominierten Projekten findet sich der Moabiter Kinderhof in Berlin, der von der Jury als beispielhaft für soziale Teilhabe bewertet wird. Das Kinder- und Jugendzentrum integriert sich mit fünf versetzten Holzkuben und geringer Flächenversiegelung in den Baumbestand und bietet durch differenzierte Innen- und Außenräume vielfältige Nutzungsmöglichkeiten. Die Josef-Schwarz-Schule in Heilbronn stellt eine Lösung für die Herausforderungen dichter, innerstädtischer Standorte dar. Das in Holz-Stahl-Hybridbauweise errichtete Objekt verbindet hochwertige Bildungsräume, klimaangepasste Freiflächen und einen sparsamen Umgang mit Stadtgrund. Das Lowtech-Energiekonzept setzt Maßstäbe für den zukünftigen Bildungsbau.

Der Neubau der Feuerwache Kaiserswerth in Düsseldorf verdeutlicht die Vereinbarkeit von Sicherheitsarchitektur, Funktionalität und Nachhaltigkeit. Dieses Gebäude, in Holz-Hybridbauweise mit einer Fassade aus regional wiederverwendeten Klinkern in einem sensiblen landschaftlichen Kontext errichtet, dient als Vorbild für eine neue Generation öffentlicher Bauten.

Wohnen und Revitalisierung im Fokus

Auch im Bereich Wohnungsbau sind drei Projekte nominiert. In Leipzig wurde das gemeinschaftlich getragene Wohnprojekt K10 realisiert, das Suffizienz, Resilienz und Kreislaufwirtschaft integriert. Auf einer ehemaligen Brachfläche entstand ein energieeffizientes Lowtech-Gebäude in Holzbauweise, das Baumaterialien konsequent wiederverwendet und ein anpassungsfähiges Bausystem aufweist. Das „Haus (fast) ohne Heizung“ in Ingolstadt, errichtet von einer gemeinnützigen Wohnungsbaugesellschaft, präsentiert 15 Wohneinheiten in einem durchgängigen Baukörper. Es gilt als Prototyp für klimagerechten und bezahlbaren Wohnraum, dessen Planung dem Suffizienzgedanken folgt und die Rückbesinnung auf einfache Bauprinzipien fördert.

Ein weiteres Beispiel ist die energetische Sanierung und Aufstockung des 1927 erbauten Gelben Blocks in München. Dieses Projekt illustriert eine zukunftsweisende Umbaukultur, die den Bestand weiterentwickelt und eine doppelte Innenentwicklung ermöglicht. Durch die Aufstockung um zwei Vollgeschosse wurden 45 barrierefreie Obergeschosswohnungen geschaffen, während der Wohnwert der 169 Bestandswohnungen unter Beibehaltung vergleichsweise niedriger Mieten signifikant gesteigert werden konnte.

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