ENGIE Vianeo forciert den Ausbau des deutschen Lkw-Ladenetzes entlang der TEN-T Korridore der Autobahnen A2 und A9. In Zusammenarbeit mit Euro Rastpark entstehen an zwei Standorten in Lippetal/Hamm und Pfaffenhofen/Schweitenkirchen neue Ladeparks, die auf die Bedürfnisse des elektrischen Schwerlastverkehrs zugeschnitten sind. Diese Entwicklung markiert einen weiteren Schritt in der Etablierung einer flächendeckenden Ladeinfrastruktur für Nutzfahrzeuge in Deutschland.
Die Wahl der Standorte erfolgte strategisch: Lippetal/Hamm liegt an der A2, einer zentralen West-Ost-Verbindung, welche das Ruhrgebiet mit Berlin verbindet. Der Standort Pfaffenhofen/Schweitenkirchen an der A9 ist entscheidend für Nord-Süd-Logistikströme, die Deutschland in Richtung München, Österreich und Italien durchqueren. Diese Positionierung adressiert wesentliche Routen des europäischen Güterverkehrs.
Details zu den geplanten Infrastrukturmaßnahmen
Am Euro Rastpark Lippetal/Hamm, der über 215 Lkw-Stellplätze verfügt, plant ENGIE Vianeo bis Juli 2027 die Errichtung von sechs Ladepunkten mit einer Leistung von jeweils 400 Kilowatt. Zusätzlich sind zwei Megawatt Charging System (MCS)-Lader mit 1.000 Kilowatt vorgesehen. Für den Euro Rastpark Pfaffenhofen/Schweitenkirchen, welcher ein tägliches Lkw-Verkehrsaufkommen von circa 13.500 Fahrzeugen aufweist, ist die Inbetriebnahme von sechs Ladepunkten mit 400 Kilowatt ab Januar 2027 geplant.
Die Zusammenarbeit ist so strukturiert, dass ENGIE Vianeo die Investition, den Bau und den Betrieb der Ladeinfrastruktur an beiden Standorten vollständig übernimmt. Euro Rastpark profitiert dabei von langfristigen Einnahmen und einer Stärkung der Standortattraktivität durch das erweiterte Serviceangebot, ohne eigene unmittelbare Investitionskosten tragen zu müssen. Dies stellt ein Modell zur schnellen Implementierung notwendiger Infrastruktur dar.
Strategische Bedeutung und Markteintritt von ENGIE Vianeo
Johannes Witt, Geschäftsführer bei Euro Rastpark, hob die Bedeutung dieser Kooperation hervor, da Euro Rastpark mit 18 Autohöfen einen integralen Bestandteil der deutschen Verkehrsinfrastruktur darstellt. Die Partnerschaft mit ENGIE Vianeo sei ein wichtiger Schritt zur Realisierung von Ladelösungen für den elektrischen Schwerlastverkehr.
Jan-Niklas Ellerich, Geschäftsführer von ENGIE Vianeo in Deutschland, betonte das ganzheitliche Konzept seines Unternehmens für die Logistikbranche, welches von Reservierungssystemen bis zu Volumenverträgen reicht. Er unterstrich, dass die Bereitstellung von Ladeinfrastruktur an zentralen Güterverkehrsachsen unter Nutzung von 100 Prozent Grünstrom einen Beitrag zur Energiewende leistet. ENGIE Vianeo ist seit Juli 2025 auf dem deutschen Markt aktiv und ist neben diesem Projekt auch am Aufbau eines der größten Schnellladenetze für Lkw in Deutschland beteiligt, welches rund 50 Standorte umfasst.




