Die Berliner Sparkasse hat ihre Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2026 konsistent fortgeführt. Trotz der anhaltenden wirtschaftlichen und politischen Herausforderungen konnte die Institution bei wesentlichen Kennziffern Zuwächse verzeichnen. Das Ergebnis belief sich auf 253 Millionen Euro und lag damit über dem Wert des Vorjahreszeitraums von 135 Millionen Euro. Die Berliner Sparkasse konnte zudem ihre Kapitalausstattung weiter festigen, was sich in einer harten Kernkapitalquote von 21,1 Prozent widerspiegelt.
Im Kreditneugeschäft wurden insgesamt 1,56 Milliarden Euro an private Kunden, Firmenkunden und im Bereich der gewerblichen Immobilienfinanzierung vergeben. Dies stellt eine Steigerung gegenüber den 1,5 Milliarden Euro des Vorjahreszeitraums dar. Ein signifikanter Anteil entfiel auf die gewerbliche Immobilienfinanzierung mit einem Volumen von 933 Millionen Euro, nach 870 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Die private Immobilienfinanzierung verzeichnete 253 Millionen Euro, was dem Niveau des Vorjahres entspricht. Der gesamte Kreditbestand sank leicht auf 28,81 Milliarden Euro, verglichen mit 29,35 Milliarden Euro im Vorjahr.
Fokus auf Infrastruktur und Standortentwicklung
Die Risikovorsorge belief sich auf 61 Millionen Euro und lag somit unter dem Vorjahreswert von 74 Millionen Euro. Die Kreditrisikovorsorge betrug 68 Millionen Euro, ebenfalls deutlich unter dem Vorjahr. Die Einlagen verzeichneten einen Anstieg auf 31,86 Milliarden Euro gegenüber 31,62 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum. Auch das Wertpapiergeschäft zeigte eine positive Entwicklung, mit einem Nettozuwachs von knapp 8.000 Depotkonten und einem Anstieg des Depotvolumens um etwa 648 Millionen Euro auf 9,65 Milliarden Euro.
Johannes Evers, der Vorstandsvorsitzende der Berliner Sparkasse, merkte an, dass die kontinuierliche positive Entwicklung trotz eines schwierigen politischen Umfelds und einer schwachen Konjunkturdynamik erfolgt sei. Er betonte die wirtschaftliche Robustheit der Sparkasse sowie die Investitionen in ihre Zukunftsfähigkeit. Evers äußerte zudem die Bereitschaft, die Wirtschaft der Hauptstadtregion bei Investitionen in bezahlbaren Wohnraum, Digitalisierung, Bildung und Infrastruktur zu unterstützen, forderte hierfür jedoch verlässliche Rahmenbedingungen und eine positive Willkommenskultur für Investoren.
Investitionen in Filialnetz und digitale Angebote
Die Berliner Sparkasse setzt ihr Programm zur Standortmodernisierung fort. Im Jahr 2026 sind insgesamt sechs Center-Modernisierungen geplant. Die Sparkasse betreibt in Berlin das dichteste Standort- und Servicenetz, welches 78 Filialen, fünf FirmenCenter, sieben FirmenCenter Branchen, zwei ImmobilienCenter und vier Private-Banking-Standorte umfasst. Dazu gehören auch ein HeilberufeCenter und ein Standort für die Finanzberatung junger Menschen, ergänzt durch zwei Sparkassenbusse. Mit über 500 Geldautomaten und rund 300 SB-Terminals trägt die Institution maßgeblich zur Bargeldversorgung in Berlin bei. Parallel dazu erfolgen Investitionen in die digitale Infrastruktur, um die Verzahnung von persönlichen und medialen Kanälen sicherzustellen, wie die erfolgreiche Einführung des S-Neo Depots zeigt.
Für das Gesamtjahr 2026 erwartet die Berliner Sparkasse weiterhin anspruchsvolle gesamt- und geopolitische Rahmenbedingungen. Trotz der damit verbundenen Unsicherheiten zeigt sich die Sparkasse zuversichtlich, ein solides Geschäftsjahr abschließen zu können. Die Fortsetzung des gezielten Ausbaus des Kundengeschäfts und die Steigerung der Kundenzufriedenheit bleiben zentrale Ziele.














