LIP Invest, ein führender Anbieter von Logistikimmobilien-Spezialfonds in Deutschland, hat die jüngste Ausgabe seines quartalsweise erscheinenden Marktberichts „LIP UP TO DATE – Logistikimmobilien Deutschland“ veröffentlicht. Dieser Bericht befasst sich mit zentralen Aspekten des deutschen Logistikimmobilienmarktes, darunter Investmentvolumen, Flächenumsatz, Neubautätigkeit sowie Renditeentwicklungen und geopolitische Einflüsse auf die Logistikbranche.
Das Transaktionsvolumen im deutschen Investmentmarkt für Logistikimmobilien erreichte im zweiten Quartal 1,5 Milliarden Euro. Das Halbjahresergebnis summiert sich auf 2,6 Milliarden Euro, was annähernd dem Vorjahresniveau entspricht. Das zweite Quartal zeigte sich durch einige größere Abschlüsse belebt, obgleich Transaktionen mit kleinerem bis mittlerem Volumen weiterhin dominieren.
Flächennachfrage und Neubauvolumen
Die Flächennachfrage im Vermietungsmarkt hat mit 1,9 Millionen Quadratmetern weiter zugenommen. Im ersten Halbjahr wurden insgesamt 3,3 Millionen Quadratmeter an Logistikflächen vermietet oder neu errichtet. Dies übertrifft das Halbjahresniveau der letzten drei Jahre deutlich. Eine anhaltend niedrige Neubautätigkeit steht diesem Trend entgegen; das Neubauvolumen belief sich im zweiten Quartal auf rund 800.000 Quadratmeter.
Sebastian Betz, geschäftsführender Gesellschafter von LIP Invest, äußerte sich zu aktuellen Treibern und Herausforderungen des Marktes. Er stellte fest, dass rüstungsnahe Nutzungen als neuer Flächentreiber zu beobachten sind, ähnlich den etablierten Treibern wie E-Commerce oder Automotive. Betz betonte jedoch, dass dies die zentralen Herausforderungen der Branche nicht löse. Stromverfügbarkeit, Genehmigungsverfahren und Finanzierung würden aktuell als wesentliche Knackpunkte identifiziert. Bezüglich der Rüstungsobjekte wies er darauf hin, dass eine extensive Berichterstattung zu einem überzogenen Markteindruck führen könne, da die tatsächliche Nachfrage noch nicht in dem vermuteten Umfang realisiert werde. Für Investoren blieben Drittverwendungsfähigkeit, Standortqualität und Zukunftsfähigkeit entscheidende Ankaufskriterien, welche bei reinen Rüstungsobjekten nicht zwangsläufig gegeben seien. Er sprach sich gegen die Strukturierung neuer Fonds ausschließlich für Rüstungsobjekte aus Diversifizierungsgründen aus.
Renditeentwicklung und Ausblick
Die Renditen für Logistikimmobilien sind im zweiten Quartal erwartungsgemäß gestiegen. Die Spitzenrendite (BAR) für Neubauten bewegt sich nun in einer Spanne von 5,00% bis 5,40%. Diese Bandbreite reflektiert ein zunehmend differenziertes Transaktionsgeschehen. Kleinere Neubauten an erstklassigen Standorten mit langfristigen Mietverträgen erzielen derzeit die niedrigsten Renditen von circa 5,00%. Es wird erwartet, dass sich der Renditeanstieg in den kommenden Quartalen fortsetzt, insbesondere unter Berücksichtigung potenzieller Auswirkungen des Iran-Konflikts auf die Kapitalmärkte und das Finanzierungsumfeld.




