7R, ein auf nachhaltige Logistik- und Industrieimmobilien spezialisierter Entwickler, ist mit dem Erwerb einer Immobilie im Berliner Bezirk Lichtenberg von der KARL Gruppe in den deutschen Markt eingestiegen. Die Transaktion markiert den Beginn des ersten Projekts von 7R in Deutschland. Die Investition umfasst einen bestehenden Logistikkomplex auf dem Industrieareal BEGEWO, der als Brownfield-Projekt entwickelt wird. Ziele sind die Modernisierung der vorhandenen Flächen sowie die Erweiterung durch zwei zusätzliche, moderne Gebäude mit einer Bruttofläche von 23.000 m².
Der 7R City Park Berlin East ist, mit einer angestrebten Gesamtfläche von 43.000 m² und einem Investitionsvolumen von rund 70 Mio. Euro, ein Kooperationsprojekt mit dem Fundusz Ekspansji Zagranicznej 2 FIZAN. Dieser Fonds, verwaltet von PFR TFI, trägt zur Mitfinanzierung der internationalen Expansion polnischer Unternehmen bei. Das Grundstück umfasst etwa 93.000 m², von denen circa 20.000 m² auf das bestehende Lagergebäude entfallen. Eine aktuelle Vermietungsquote von über 90 Prozent des Bestands sichert den Betriebsstart. Die Realisierung der geplanten Erweiterung um 23.000 m² Logistikfläche ist für die Jahre 2027 bis 2028 geplant.
Strategische Expansion in den deutschen Markt
Magdalena Uler-K?eczek, Vorstandsmitglied und CIO bei 7R, äußerte sich zur Bedeutung des Projektstarts in Deutschland und betonte, dass dies einen entscheidenden Meilenstein in der Unternehmensentwicklung darstelle und die Expansion auf dem europäischen Markt bestätige. Berlin sei aufgrund seiner Position als Wirtschaftszentrum und der hohen Nachfrage nach urbanen Logistiklösungen ein geeigneter Standort. 7R sehe seinen Wettbewerbsvorteil in der Kombination aus Entwicklungserfahrung, Investitionskraft und praktischem Sachverstand bei der Schaffung effizienter Immobilien für diverse Branchen.
Der Standort des Projekts im Osten Berlins, an der Bennostraße und Gehrenseestraße, war ehemals ein Betonwerk. Es handelt sich um ein etabliertes Industrie- und Gewerbegebiet, das eine umfassende Transformation erfahren hat. Die innerstädtische Lage bietet einen unmittelbaren Zugang zu einem großen Konsumentenkreis und dem Arbeitskräftepotenzial der Hauptstadt. Dies ermöglicht eine effiziente Abwicklung von urbanen Logistikprozessen, einschließlich der Letzte-Meile-Zustellung.
Investitionsmodell und Partnerschaften
Martin Ohly, Managing Director Germany bei 7R, hob hervor, dass der deutsche Markt als anspruchsvoll gelte und beim Markteintritt einen selektiven Ansatz in Bezug auf Standort, Produkt und Investitionsstruktur erfordere. Das Berliner Projekt erfülle diese Kriterien durch seine urbane Lage, laufende Mieterträge und Potenzial zur Weiterentwicklung. Dieses Modell verbinde die Sicherheit eines Bestandsassets mit der Möglichkeit, durch Modernisierung und Erweiterung Mehrwert zu generieren.
Die Finanzierung des Vorhabens erfolgt über den Fundusz Ekspansji Zagranicznej 2 FIZAN, Eigenkapital von 7R sowie Fremdfinanzierung. Piotr Pikiewicz, Head of Debt & Treasury bei 7R, erläuterte, dass der Fonds eine Minderheitsbeteiligung an einer Tochtergesellschaft von 7R übernehme. Er fügte hinzu, dass die Kooperation mit PFR TFI die finanzielle Basis stärke und die Relevanz institutionellen Kapitals für die Expansion polnischer Unternehmen auf internationalen Märkten unterstreiche. Das Ziel sei, eine langfristige Präsenz von 7R in Deutschland zu etablieren und Projekte zu realisieren, die den Mieterbedürfnissen entsprechen und für Kapitalpartner nachhaltigen Wert schaffen. Dieser Ansatz wurde von Piotr Dmuch, von PFR, als Beispiel für die Unterstützung polnischer Unternehmen bei der Skalierung ihrer Aktivitäten über Landesgrenzen hinaus gelobt.




