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Projektentwicklung··2 min

Kloster Reimlingen: 43 neue Wohnungen durch Weiterentwicklung des Bestands

Im Kloster Reimlingen entstanden 43 Wohneinheiten durch serielle Aufstockung in Holzbauweise statt Abriss und Neubau, ergänzt um Ärztehaus, Pflegedienst und Supermarkt.

Kloster Reimlingen: 43 neue Wohnungen durch Weiterentwicklung des Bestands

Steigende Baukosten, knappe Flächen und komplexe Genehmigungen erschweren den Wohnbau. Das Netzwerktreffen „Bestand trifft Holz: Potenziale im Bestand“ am 28. April in Reimlingen demonstrierte Lösungsansätze für wirtschaftliche Nachverdichtung im Bestand. Schlosser Holzbau lud rund 50 Fachgäste, vorwiegend Architekten und Projektentwickler aus Süddeutschland, ein. Im Fokus stand die serielle Aufstockung in Holzbauweise.

Das Projekt Kloster Reimlingen

Veranstaltungsort war das ehemalige Kloster der Mariannhiller Missionare in Reimlingen, das im Auftrag der Max Asset GmbH zu einem vielseitigen Quartier wird. Im Bauabschnitt „Alte Druckerei“ entstanden 43 Wohneinheiten, davon 23 durch serielle Aufstockung in Holzbauweise mit hohem Vorfertigungsgrad und verkürzten Bauzeiten. Die Weiterentwicklung bewahrt die historische Bausubstanz und schafft zusätzlichen Wohnraum. Ergänzt werden die Wohnungen durch ein Ärztehaus, einen ambulanten Pflegedienst, einen 24/7-Supermarkt sowie gemeinschaftliche Einrichtungen.

Bauherr Maximilian Weik, Gründer und Geschäftsführer der Max Asset GmbH, erläuterte die strategische Entscheidung gegen Abriss und für Weiterentwicklung. Er betonte den Erhalt der vorhandenen Substanz bei gleichzeitiger Schaffung wirtschaftlichen und zukunftsfähigen Wohnraums. Die Übergabe der 43 neuen Wohnungen ist für Frühjahr 2026 geplant.

Fachvorträge und Baustellenrundgang

Den Auftakt der Vorträge machte Maximilian Weik. Florian Eitel von der Geschäftsleitung Schlosser Holzbau wies auf Anforderungen an Planung und Konstruktion hin, insbesondere frühzeitige Berücksichtigung von Statik, Bauphysik und Brandschutz sowie hohen Vorfertigungsgrad zur Reduktion von Bauzeiten und Eingriffen. Erol Ari von der EA² Energie Agentur beleuchtete wirtschaftliche Rahmenbedingungen und Integration von Förderprogrammen. Herbert Niederfriniger, Geschäftsführer von holzius, stellte leimfreien Vollholzbau vor mit Fokus auf Wohngesundheit, Materialkreisläufe und langfristige Nutzung.

  • Serielle Aufstockung mit vorgefertigten Wand-, Decken- und Dachelementen
  • Besichtigung des Heil- und Seminarzentrums „Einklang“ in leimfreier Vollholzbauweise
  • Austausch zwischen Planung, Ausführung, Bauherrschaft und öffentlichen Akteuren

Beim Baustellenrundgang erhielten Teilnehmer Einblicke in die serielle Bauweise und Montage. Marlen Schlosser, Geschäftsführerin von Schlosser Holzbau, hob die Zusammenarbeit im Bauteam als Erfolgsfaktor hervor. Serielle Bauweise und integrale Planung ermöglichen wirtschaftliches Bauen unter anspruchsvollen Bedingungen. Das Projekt verbindet Wohnen, Pflege und Gewerbe zu einem funktionalen Ensemble mit barrierefreien Appartements und hoher Aufenthaltsqualität.

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