Die Deutsche Pfandbriefbank AG (pbb), eine Spezialbank im Bereich gewerblicher Immobilienfinanzierungen, hat im ersten Quartal des aktuellen Geschäftsjahres das Neugeschäftsvolumen im Segment Real Estate Finance Solutions (REFS) auf 1,3 Mrd. € gesteigert. Dies entspricht einer Zunahme gegenüber dem Vorjahreswert von 1,1 Mrd. € im ersten Quartal des Jahres 2025. Der Anteil der Neuzusagen erhöhte sich demnach signifikant auf 64 %, verglichen mit 14 % im ersten Quartal 2025 und 42 % im Gesamtjahr desselben Jahres. Die Bruttozinsmarge im Neugeschäft bewegte sich mit rund 220 Basispunkten stabil auf dem Niveau des vierten Quartals 2025. Das Ergebnis für die Eigenkapitalrendite (Return on Tangible Equity, RoTE) im Neugeschäft lag bei etwa 7 %.
Kay Wolf, der CEO der pbb, äußerte sich zur Entwicklung der Bank. Er hob die deutliche Steigerung des Neugeschäfts in der gewerblichen Immobilienfinanzierung hervor und verwies auf eine solide Pipeline an Transaktionen. Die Erstkonsolidierung der Deutsche Investment diene der maßgeblichen Realisierung von Gebühreneinnahmen und unterstütze die Transformation der Bank. Obwohl die wirtschaftliche Unsicherheit in Europa zugenommen habe, sei der Start in das zweite Quartal positiv verlaufen, und die Bank bleibe zuversichtlich, ihre Gesamtjahresziele zu erreichen.
Ertragsentwicklung und Risikovorsorge
Im ersten Quartal erzielte die pbb einen Vorsteuergewinn von 6 Mio. € (IFRS, Konzern), während dieser im ersten Quartal 2025 noch 28 Mio. € betragen hatte. Dieses Ergebnis liegt im Rahmen der Erwartungen für das Gesamtjahr. Berücksichtigt sind hierbei die Kosten der SRT-Transaktion für den Ausstieg aus dem US-Markt, das schrumpfende Non-Core-Portfolio sowie ein leicht reduziertes Portfolio in der gewerblichen Immobilienfinanzierung (REFS). Weitere Belastungen ergaben sich aus dem Fair-Value-Ergebnis. Dennoch trugen die erhöhten Gebühreneinnahmen, welche im Provisionsergebnis und dem sonstigen betrieblichen Ergebnis abgebildet sind, durch die Erstkonsolidierung der Deutsche Investment zu einer positiven Entwicklung bei. Die operativen Erträge beliefen sich insgesamt auf 77 Mio. €, ein Rückgang gegenüber den 118 Mio. € im ersten Quartal 2025.
Das Risikovorsorgeergebnis stellte sich moderat auf -2 Mio. € dar, verglichen mit -26 Mio. € im ersten Quartal 2025. Eine Risikovorsorge in Höhe von 11 Mio. € für das US-Buch wurde in Stage 3 aufgelöst. Dieser positiven Entwicklung standen Belastungen aus nicht-performanten US-Darlehen in Höhe von 10 Mio. € gegenüber, die im Fair-Value-Ergebnis und somit innerhalb der operativen Erträge verbucht wurden. Insgesamt blieben die Risikokosten im Einklang mit den Erwartungen.
Struktur und Liquidität der Bank
Der Verwaltungsaufwand blieb im Vergleich zum Vorquartal mit 63 Mio. € stabil. Die gestiegenen Kosten im Segment Real Estate Investment Solutions (REIS), die durch die Integration der Deutsche Investment entstanden, wurden durch Einsparungen, insbesondere im Segment REFS, vollständig kompensiert. Die Cost-Income-Ratio (CIR) erreichte 88 %, während sie im ersten Quartal 2025 bei 54 % und im vierten Quartal 2025 bei 64 % lag.
Die Liquiditätsausstattung der Bank gilt weiterhin als robust. Zum Ende des ersten Quartals belief sich die Liquiditätsposition auf 4,8 Mrd. €. Die CET1-Quote lag per 31. März 2026 bei 13,4 %, was der Guidance der Bank entspricht. Der Rückgang dieser Quote gegenüber dem 31. Dezember 2025 (14,7 %) ist hauptsächlich auf regulatorische Anpassungen für das US-Portfolio im F-IRBA-Standard zurückzuführen.
Im Rahmen ihrer Transformation hat die pbb zum 1. Januar 2026 eine neue Segmentstruktur implementiert. Das Real Estate Finance-Geschäft wird nun im Segment REFS geführt. Die Geschäftsbereiche von pbb invest und Originate & Cooperate sind im neuen Segment Real Estate Investment Solutions (REIS) zusammengefasst. Das Segment Corporate Center beinhaltet weiterhin Treasury mit dem Investment Portfolio, einschließlich des bisherigen Non-Core-Portfolios.




