Spatenstich für Ludwigsburg Industriezentrum (LIZ) erfolgt
In der Ludwigsburger Weststadt haben die Bauarbeiten für das Ludwigsburg Industriezentrum (LIZ) begonnen, das auf einem Areal von rund 51.000 Quadratmetern einen Industrie- und Gewerbecampus mit knapp 100.000 Quadratmetern Mietfläche vorsieht.

Die Bauarbeiten für das Ludwigsburg Industriezentrum (LIZ) in der Ludwigsburger Weststadt haben offiziell mit einem Spatenstich begonnen. Das Projekt wird auf dem ehemaligen MANN+HUMMEL-Werksgelände realisiert und zielt darauf ab, einen hochmodernen Industrie- und Gewerbecampus zu etablieren. Hierfür ist eine Gesamtmietfläche von knapp 100.000 Quadratmetern auf einem rund 51.000 Quadratmeter großen Areal vorgesehen. Vertreter der Stadt Ludwigsburg, der Projektinitiatoren Patron Capital und INBRIGHT sowie des Generalunternehmens LIST Bau waren bei diesem Ereignis anwesend. Die Fertigstellung des LIZ ist für das Jahr 2027 geplant, wobei eine Investition im mittleren dreistelligen Millionenbereich getätigt wird.
Dem Neubau geht eine umfassende Modernisierung und Transformation der bestehenden Infrastruktur voraus. Etwa 44.500 Quadratmeter der Bestandsflächen konnten erhalten und sowohl technisch als auch energetisch erneuert werden, wobei ein Fokus auf eine hohe Gebäudeenergieeffizienz gelegt wurde. Ein wesentlicher Teil dieser modernisierten Flächen wird weiterhin von MANN+HUMMEL als Mieter genutzt. Zusätzlich hat das Raumfahrt-Startup ISPTech seine Präsenz auf dem Gelände bereits etabliert und seine angemieteten Flächen erweitert. Rund 30.000 Quadratmeter nicht erhaltenswerter Bestandsgebäude wurden zurückgebaut, wobei ein Teil der gewonnenen Materialien und Rohstoffe für den Neubau wiederverwendet wird.
Nachhaltigkeit und Nutzungskonzept
Der Neubau umfasst mehrere Gebäude mit insgesamt rund 50.000 Quadratmetern Mietfläche. Diese werden in Holz-Hybridbauweise errichtet und sind für Light-Industrial-Nutzungen konzipiert, mit einem Schwerpunkt auf Forschung und Entwicklung sowie ergänzenden Büroanteilen. Die einzelnen Einheiten sind flexibel an unterschiedliche Mieterbedürfnisse anpassbar. Das Entwicklungskonzept des LIZ integriert ferner hohe Nachhaltigkeitsstandards. Dazu gehören die Installation von Photovoltaikanlagen, die Nutzung von Grünstrom, der Anschluss an das städtische Fernwärmenetz sowie großflächige Dach- und Geländebegrünungen. Eine DGNB-Gold-Zertifizierung wird angestrebt, welche besonders nachhaltige, energieeffiziente und nutzerfreundliche Gebäude auszeichnet.
Die Standortwahl in der Ludwigsburger Weststadt, zwischen Schlieffenstraße, Grönerstraße und Wilhelm-Fein-Straße, bietet eine gute Verkehrsanbindung. Das geplante Mobilitätskonzept sieht die Integration des öffentlichen Nahverkehrs, eine ausgebaute Fahrradinfrastruktur und Shared-Mobility-Angebote vor. Zukünftig soll die geplante Stadtbahnlinie „Lucie“ die Erschließung des Standortes weiter verbessern. Die Stadt Ludwigsburg hat zudem einen Wettbewerb unter dem Titel „LIZZY“ ausgeschrieben, der innovativen Start-ups die Möglichkeit bietet, Mietkostenzuschüsse für die Bestandsflächen zu gewinnen.
Strategische Bedeutung und Kooperationen
Die Projektbeteiligten betonen die Relevanz des LIZ für die Region. Christoph Ignaczak von Patron Capital hob hervor, dass das LIZ zentrale Aspekte der Reindustrialisierung adressiert, darunter die nachhaltige Modernisierung von Industrieflächen, die Schaffung flexibler Gebäudestrukturen und die Integration moderner Energie- und Technologiestandards. Dr. Till Meister, Projektleiter LIZ bei INBRIGHT, stellte die Bereitstellung vernetzungsfähiger Flächen für leichte Produktion und Entwicklung in den Vordergrund. Die Zusammenarbeit mit LIST Bau aus Bietigheim-Bissingen als Generalunternehmen wurde von ihm als positiv bewertet, da dieser Partner über Expertise in nachhaltiger Bauweise und der Umsetzung großer Projekte verfügt. Andreas Brockhaus von LIST Bau Holding bezeichnete das LIZ als Leuchtturmprojekt, das digitale und integrale Planungskompetenz mit baulicher Umsetzungskraft verbindet und die Bedeutung partnerschaftlicher Zusammenarbeit verdeutlicht.
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