Der Markt für Industrie- und Logistikimmobilien im Rhein-Main-Gebiet verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Flächenumsatz von 196.100 Quadratmetern. Dies stellt einen Rückgang von 20 Prozent gegenüber dem vergleichbaren Zeitraum des Vorjahres dar. Die Analyse des globalen Immobiliendienstleisters CBRE legt nahe, dass dieser reduzierte Flächenumsatz nicht primär eine abnehmende Nachfrage indiziert, sondern vielmehr das Resultat eines äußerst begrenzten Angebots an verfügbaren Großflächen ist.
Marc Snehotta, Team Leader Industrial & Logistics Leasing Frankfurt bei CBRE, merkt an, dass insbesondere im Big-Box-Segment ein Mangel an kurzfristig verfügbaren Flächen besteht. Dies erschwert die erfolgreiche Umwandlung von Nachfragen in Abschlüsse. Das Marktgeschehen war im ersten Halbjahr hauptsächlich durch die Vermittlung kleinerer und mittlerer Bestandsflächen charakterisiert. Großvolumige Transaktionen bildeten eine Ausnahme, da spekulative Projektentwicklungen weiterhin gering sind und kurzfristig nur vereinzelt neue Flächen erwartet werden.
Anhaltende Angebotsknappheit und Mietentwicklung
Die Nachfrage auf dem Markt zeigt sich über verschiedene Nutzergruppen hinweg als stabil. Die persistierende Angebotsknappheit manifestiert sich ebenfalls in der Leerstandsentwicklung. Die Leerstandsquote im Big-Box-Segment liegt bei lediglich 0,5 Prozent, was einer nahezu vollständigen Vermietung gleichkommt. Parallel dazu setzte sich der Aufwärtstrend bei den Mieten fort. Die Spitzenmiete erhöhte sich innerhalb eines Jahres um sechs Prozent auf 8,90 Euro pro Quadratmeter und Monat. Sarina Schekahn, Head of Industrial & Logistics Leasing bei CBRE in Deutschland, geht davon aus, dass der Aufwärtsdruck auf die Mieten aufgrund des knappen Angebots und der stabilen Nachfrage bestehen bleiben wird.
Für das Gesamtjahr 2026 prognostiziert Oliver Fritz, Director Industrial & Logistics Leasing Frankfurt bei CBRE, eine weiterhin überschaubare Anzahl großvolumiger Abschlüsse. Geeignete Flächen bleiben ein Mangelgut. Demnach wird das Angebot der maßgebliche Faktor für die weitere Marktentwicklung sein, solange keine zusätzliche spekulative Entwicklungspipeline etabliert wird. CBRE erwartet für das gesamte Jahr 2026 einen Flächenumsatz von rund 420.000 Quadratmetern.




