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Marktanalyse··3 min

Stabiler Jahresauftakt im deutschen Investmentmarkt für Industrie- und Logistikimmobilien 2026

Der deutsche Investmentmarkt für Industrie- und Logistikimmobilien verzeichnete im ersten Quartal 2026 ein stabiles Transaktionsvolumen, das nahezu dem Vorjahresniveau entsprach, jedoch signifikant unter dem langjährigen Durchschnitt blieb.

Stabiler Jahresauftakt im deutschen Investmentmarkt für Industrie- und Logistikimmobilien 2026

Der Investmentmarkt für deutsche Industrie- und Logistikimmobilien zeigte sich zu Beginn des Jahres 2026 stabil. Das Transaktionsvolumen erreichte im ersten Quartal 1,09 Milliarden Euro. Dieses Ergebnis liegt auf dem Niveau des ersten Quartals 2025, das 1,08 Milliarden Euro betrug. Im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt der ersten Quartale, welcher bei 1,77 Milliarden Euro liegt, stellt dies jedoch einen Rückgang von 39 Prozent dar. Die Anzahl der Transaktionen blieb mit 61 nahezu konstant, verglichen mit 60 im Vorquartal und 67 im ersten Quartal des Vorjahres.

Dieser Jahresauftakt ist nach Einschätzung von Diana Schumann, Head of Industrial & Logistics Investment bei JLL Germany, als solide zu bewerten, wenngleich das geringe Ausgangsniveau des Vorjahres zu berücksichtigen ist. Ein positiver Aspekt ist eine Großtransaktion zu Beginn des Jahres mit einem Volumen von über 200 Millionen Euro. Dies unterstreicht, dass großvolumige Transaktionen wieder Bedeutung erlangen, sofern die Qualität der Lage und des Mieters gegeben ist. Von den insgesamt 1,09 Milliarden Euro entfielen 460 Millionen Euro, respektive 43 Prozent des Gesamtvolumens, auf die fünf größten Deals. Im Vorjahresquartal lag dieser Anteil noch bei 35 Prozent. Dies signalisiert eine Rückkehr von großen Anlageopportunitäten, die bei Erfüllung der Qualitätskriterien Käufer finden.

Internationale Investoren und präferierte Anlageklassen

Das anhaltende Interesse internationaler Investoren am deutschen Markt für Industrie- und Logistikimmobilien blieb auch im ersten Quartal 2026 bestehen. Ausländische Akteure waren für 71 Prozent des Käufervolumens verantwortlich, was 770 Millionen Euro entspricht. Auf Verkäuferseite belief sich ihr Anteil auf 58 Prozent, entsprechend 630 Millionen Euro. Per Saldo vergrößerten internationale Investoren ihre Bestände um 140 Millionen Euro. Dies markiert das zehnte aufeinanderfolgende Jahr, in dem ausländische Marktteilnehmer ihre Portfolios in Deutschland aufstocken.

Bei den Risikoklassen ist eine Verschiebung von Core-plus zu Core zu verzeichnen. Core-plus-Objekte stellten mit 38 Prozent zwar immer noch den größten Marktanteil, Core-Objekte folgten jedoch dicht mit 34 Prozent. Im Jahr 2025 betrug das Verhältnis noch 52 Prozent zu 19 Prozent. Diese Entwicklung ist laut Frau Schumann auf die Angebotsseite zurückzuführen und deutet auf eine Stabilisierung der Preisbildung bei Top-Produkten hin. Der Markt weist derzeit ein beträchtliches Angebot an überzeugenden Neubauprodukten auf, die jedoch nicht zwingend in jeder Toplage verfügbar sind. Value-Add-Investments und opportunistische Objekte blieben mit 19 Prozent beziehungsweise 9 Prozent nahezu konstant. Die Nachfrage auf Käuferseite für diese Produkte übersteigt das aktuelle Angebot.

  • Fünf größten Transaktionen des ersten Quartals betrafen ausschließlich Distributionsimmobilien.
  • Dazu gehörte der Verkauf des Mercedes-Benz-Logistikcenters in Bischweier durch Kajima.
  • Ebenfalls zählte der Verkauf einer Immobilie in Leipzig-Schkeuditz durch die belgische Weerts Group an LCN Capital zu den bedeutenden Transaktionen.
  • Käuferseitig dominierten Asset- und Fondsmanager mit einem Marktanteil von 41 Prozent.

Bemerkenswert ist die erneute Präsenz von REITs als Investorengruppe, die im ersten Quartal 2026 wieder einen Marktanteil von 19 Prozent erreichte. Die Spitzenrenditen für Logistikimmobilien verharrten im Vergleich zum Vorquartal stabil. In Berlin, Düsseldorf, Köln und Stuttgart lagen sie bei 4,6 Prozent, während Frankfurt, Hamburg und München unverändert 4,5 Prozent aufwiesen. Die zukünftigen Auswirkungen geopolitischer Spannungen und Veränderungen der Zinslandschaft auf die Kaufpreise von Logistikimmobilien bleiben Gegenstand der Beobachtung. Obwohl die Logistikbranche anfällig für Unsicherheiten in den Lieferketten ist, wird das Vertrauen in den Logistikmarkt durch eine verstärkte Nachfrage nach Flächen im Vermietungsbereich gestützt.

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